Zuwendungs-bescheidübergabe durch das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein für das AIM-Projekt

Die gemeinsamen Anstrengungen zur beruflichen Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund werden verstärkt fortgesetzt. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein fördert das erfolgreiche Projekt „Ausbildung und Integration für Migranten – AIM“ der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. um weitere zwei Jahre.

Das Projekt wird um zwei weitere Beratungsfachkräfte und eine zusätzliche Beratungsstelle in Pinneberg erweitert. Somit werden insgesamt drei Beratungsstellen mit vier Beratungsfachkräften in Lübeck, Elmshorn, Pinneberg und Umgebung gefördert. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde am 07. Februar durch den Staatssekretär Herrn Ralph Müller-Beck an den Landesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca in Schleswig-Holstein e.V. überreicht.

Die Unterstützungs- und Leistungsangebote des Projektes AIM zielen auf die Bedürfnisse von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Durch eine persönliche Ansprache jugendlicher Migrant_innen und deren Eltern werden sie für die Bedeutung der beruflichen Ausbildung in Deutschland sensibilisiert und auf ihrem Weg zum Ausbildungsplatz individuell unterstützt. Gleichzeitig wird durch die Beratung von Betrieben an der verstärkten Wahrnehmung jugendlicher Migrant_innen gearbeitet, um das Potenzial dieser jungen Menschen für Ausbildung konsequent und effektiv zu nutzen.

In den Beratungsstellen haben sich seither 2.089 Jugendliche einer Berufsberatung oder einem Bewerbungscoaching unterzogen. Die Vermittlungsquote liegt bei 53%, diese entsprechen 1.107 vermittelten Jugendlichen.

Der Landesvorsitzende der TGS-H Herr Dr. Cebel Küçükkaraca betonte in diesem Zusammenhang: „Diese Projektarbeit, die sich nunmehr seit mehr als 15 Jahren erfolgreich für die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund einsetzt, ist nicht nur von ambitionierten Zielen geprägt, sondern auch von gemeinsamer Verantwortung. Wir müssen dabei alle mitwirken, um jungen Menschen den Weg zum qualifizierten Berufsabschluss zu ermöglichen. Die Erweiterung dieses Projektes setzt dabei das richtige Signal“.

Gastgeber der Bescheidübergabe war der KFZ-Meisterbetrieb Autodienst Heikendorf. Die Firma unter der Leitung von Herrn Vural Gülşen geht mit gutem Beispiel voraus und bildet selbst 2 Auszubildende mit Migrationshintergrund aus.

Pflegefamilie werden!

Pflegefamilie werden!

Im Rahmen des Projektes “Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein” findet in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Generalkonsulat Hamburg die Informationsveranstaltung über die “Pflegefamilien” statt.

Es besteht ein hoher Bedarf an Pflegefamilien.
Hilfsbedürftige Kinder und Familien können über die Pflegefamilien und das Jugendamt unterstützt und in ihrer Entwicklung positiv gefördert werden.

Doch nicht immer sind die Aufgaben oder der Weg, eine Pflegefamilie zu werden, bekannt.

Die Zahl der Pflegefamilien mit Migrationsgeschichte ist noch ausbaufähig. Mit dieser Veranstaltung werden Fragen rund um die Pflegefamilie beantwortet.

Die Veranstaltung wird auf Türkisch übersetzt.




Schülerinnen aus Neumünster erhalten Türkisch-Zertifikate

Am 30.01.2014 wurden zwei jungen Frauen im Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins feierlich ihre Türkisch-Zertifikate überreicht. Dazu gratulierte Ihnen Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.

Die beiden Schülerinnen Müge Orhun und Dilara Muslu haben ihre Kenntnisse in ihrer Erstsprache Türkisch in einer telc-Prüfung mit hervorragendem Ergebnis nachgewiesen. Besonders erfreulich ist dabei, dass ihnen diese Kenntnisse als zweite Fremdsprache für ihre Schulabschlüsse anerkannt werden.

„Ich freue mich sehr, dass ich bei der feierlichen Zertifikatsübergabe dabei sein konnte“, betont Dr. Küçükkaraca, „denn diese Veranstaltung macht eine Ressource sichtbar, die in unserer Gesellschaft noch viel zu oft übersehen wird: die Mehrsprachigkeit vieler Kinder mit Migrationshintergrund.“

Auch Monika Peters, die Direktorin des Landesverbandes der Volkshochschulen unterstrich die Bedeutung der in Deutschland vorhandenen Mehrsprachigkeit: „So viel Fremdsprachenkompetenz darf nicht einfach brach liegen! Daher wollen wir die Chancen, die ein solches Zertifikat für die Schüler bietet, bekannter machen.“

So erfreulich diese Veranstaltung auch war, um die Anerkennung der Vielfalt unserer Gesellschaft und der Förderung der in ihr liegenden Ressourcen voran zu treiben ist die Politik gefordert. „Die Herkunftssprache eines jeden Menschen ist wichtiger Teil seiner Identität“, weiß Dr. Cebel Küçükkaraca. „Wir sind stolz auf unsere jungen Leute. Und wir erwarten von der Politik, dass sie Einwandererkindern die Gelegenheit gibt, ihre Herkunftssprache zu nutzen. Das wäre ein wichtiges Zeichen für die in Schleswig- Holstein lebenden Türkinnen und Türken und würde einen wesentlichen Anteil zum gegenseitigen Verständnis beitragen.“