Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) fordert Aufklärung und Solidarität

Am 16.08.2014 wurde die Moschee in Mölln von bislang unbekannten Täter_innen verunstaltet. Dabei wurde ein Beutel mit stinkendem Inhalt, bestehend aus Fleisch und Flüssigkeiten an die Tür der Moschee geworfen. Eine Berichterstattung erfolgte verspätet, um eine Nachahmung zu verhindern. Nachdem die Möllner Stadtvertretung eine Resolution veröffentlichte, wurde am 30.08.2014 wieder von Unbekannten in den Flur der Moschee uriniert.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt diese Taten aufs Schärfste.

Herr Dr. Küçükkaraca, Landesvorsitzender der TGS-H, fordert eine lückenlose Aufklärung und die Verurteilung der Täter_innen. „Diese Taten sind ungeheuerlich. Menschen, die friedlich ihren Glauben verrichten wollen, werden durch diese Respektlosigkeit verunsichert und eingeschüchtert. Die Täterinnen oder Täter müssen gefunden und bestraft werden“, sagte Dr. Küçükkaraca vergangenen Samstag.

Die TGS-H begrüßt die Aktionen der Stadtvertretung und fordert alle Einwohner_innen Schleswig-Holsteins, die sich solidarisch zeigen wollen, auf, an der Solidaritätsveranstaltung am

Sonnabend, den 06.09.2014, um 11.00 Uhr auf dem Möllner Marktplatz teilzunehmen.

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr auf dem Möllner Bauhof mit anschließendem Marsch durch die Hauptstraße zum Marktplatz.

Türkisch als Wahlpflichtfach am Hans-Geiger-Gymnasium Kiel – eine Bereicherung für alle

Seit diesem Schuljahr gibt es am Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel die Möglichkeit, Türkisch als Wahlpflichtfach zu wählen. Damit geht für viele, hier lebende türkeistämmige Menschen ein Traum in Erfüllung. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) hatte die muttersprachliche Förderung bereits zu Zeiten ihrer Gründung 1995 zum Thema gemacht und lange und intensiv Aufklärungsarbeit geleistet.

„Endlich werden die bereits seit Jahren bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Förderung der Muttersprache in der Schulpraxis wahrgenommen“, betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der TGS-H. Die türkeistämmigen Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, ihre Familiensprache im Fach “Türkisch als Muttersprache” zu verbessern. Gut möglich, dass diese Schülerinnen und Schüler durch die Bewusstmachung vieler sprachlicher Phänomene im Türkischunterricht auch im Deutschunterricht bessere Leistungen erbringen können. Genauso wichtig ist die Aufwertung der türkischen Sprache als ein versetzungsrelevantes Schulfach, zumal sie seit Jahren in manchen Schulen, selbst in den Pausen auf dem Schulhof, als “unerwünscht” galt bzw. immer noch gilt.

Auch begrüßt die TGS-H die Entscheidung des Hans-Geiger-Gymnasiums, neben „Türkisch für Fortgeschrittene” einen Kurs für „Türkisch für Anfänger”, d.h. als Fremdsprache, anzubieten. Dass dafür ebenfalls Interesse bei Schülerinnen und Schülern vorhanden ist, die keine Türkischkenntnisse von zu Hause mitbringen, ist aus unserer Sicht besonders erfreulich. Die TGS-H betrachtet dies als einen Beitrag zu mehr Verständnis, nicht nur sprachlicher Art – denn, so Küçükkaraca: „Eine Sprache zu lernen bedeutet nie, einfach nur Grammatik und neue Wörter zu lernen, sondern auch sich mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen.“

Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein sagt “Nein” zu jeglicher gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

Der erneute Krieg in Nahost macht Menschen in der ganzen Welt betroffen. In den sozialen Medien werden leider immer öfter antisemitische oder islamfeindliche Äußerungen veröffentlicht.
Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H), Herr Dr. Cebel Küçükkaraca, warnt vor hassschürenden Äußerungen. “Es ist völlig inakzeptabel, dass einige Menschen Hass gegen den Staat Israel und gegen jüdische Menschen schüren. Äußerungen, die Gewalt gegen Juden oder Muslime fordern, müssen unterbleiben und nach Möglichkeit strafrechtlich verfolgt werden. Die Tatsache, dass manche nun auch noch systematische Morde an Juden im Dritten Reich gutheißen, ist ein Gipfel der Ignoranz und Menschenverachtung“, so Dr. Küçükkaraca.
„Die Menschen müssen endlich aufeinander zugehen und Empathie für die Situation des anderen entwickeln, damit die gegenseitige Gewalt beendet werden kann.“ Gleichermaßen erhofft sich die TGS-H, dass gerade auch Menschen muslimischen Glaubens Abstand von generalisierenden und antisemitischen Äußerungen nehmen. „Wir möchten auch nicht über einen Kamm geschoren werden und sollten nicht einfach einseitig oder unbedacht Stellung beziehen “, sagt Dr. Küçükkaraca, um seine Aussage zu verdeutlichen.

Volksgruppen und nationale Minderheiten

Volksgruppen und nationale Minderheiten

Besuch von Studenten aus unterschiedlichen Ländern im Rahmen des Workshops „Volksgruppen und nationale Minderheiten in Deutschland“, welche durch die Europäische Akademie Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundestag, der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Akademie Sankelmark durchgeführt wird.
Ziel dieses Workshops ist, wie im Titel bereits angedeutet, die in Deutschland lebenden Minderheiten besser kennen zu lernen. Um dies zu erreichen, bereitet die TGSH ein ausgiebiges Programm vor, das möglichst viele Seiten der türkischen Kultur als auch des Lebens der türkischen Minderheit in Deutschland belichten soll.

Das Seminar wird im Rahmen des Projektes “Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein” mit freundlicher Unterstützung des Landes- und Bundesinnenministeriums realisiert.

Volksgruppen und nationale Minderheiten

Schultütenaktion der Young Voice S-H

Die Jugendorganisation der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. „Young Voice S-H“ startet zum zweiten Mal eine Schultütenaktion. Hierzu werden Schultüten mit verschiedensten Schulutensilien und Überraschungen gespickt, um den Kindern den Start ins Schulleben zu vereinfachen. In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Hilfen für Kinder von Drogenabhängigen“ (HiKiDra) der Fachambulanz Kiel werden dieses Jahr die Schultüten an Kinder von Eltern mit Suchterfahrungen übergeben.
Die Aktion wird mit den Preisgeldern des Wettbewerbs „JUGEND HILFT!“ finanziert, an der die Young Voice S-H Gruppe mit einem Projekt erfolgreich teilgenommen hat.