14.12.2015
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. begleitet seit dem 01.01.2015 mit ihrem Projekt „ELMA – Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt“ Frauen und Männer ab einem Alter von 25 Jahren in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Die zentrale Arbeit des Projekts besteht darin, die in den unterschiedlichsten Bereichen vorhandenen, aber nicht genutzten Potenziale der erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen zu erkennen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Dazu führt die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein mit Hilfe ihres mehrköpfigen multikulturellen Projekttteams an den Standorten Kiel, Neumünster und Pinneberg unterschiedliche und auf die individuellen Interessen und Bedarfe der Teilnehmenden zugeschnittene Programme durch, welche insbesondere das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden stärken, vorhandene Vermittlungshemmnisse abbauen und die Perspektivlosigkeit verringern sollen.
Seit Beginn des Projektes konnten über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreut und davon 36 Frauen und Männer in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Auch wenn diese Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer nicht ausschließlich in eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung vermittelt werden konnten, so konnten auch Frauen, die auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor unterrepräsentiert sind, mit einer Quote von über 50% an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Allein in Neumünster konnten in einem Jahr 42 Personen betreut werden, 24 davon weiblich.
Mit der heutigen Veranstaltung möchte sich der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein und Projektverantwortliche Dr. Cebel Küçükkaraca den Projetteilnehmenden in Neumünster für ihren gezeigten Mut, ihren starken Willen und ihre Integrationbereitschaft bedanken. Zudem wird die Türkische Gemeinde einen Rüblick auf das Jahr 2015 werfen und die Gäste, Projektpartnerinnen und –partner sowie Projektteilnehmende zu einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch einladen.
12.12.2015
Am kommenden Samstag den 12.12.2015 veranstaltet das ZukunftsBüro der Türkischen Gemeinde in S-H e.V. den Workshop „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland: Neue deutsche Muslime zwischen „Allahu Akbar“ und Popislam“. Von 10:00 bis 17:00 Uhr wollen wir gemeinsam mit dem Referenten Tobias Meilicke (Mitarbeiter von PROvention) den medialen mehrheitlich negativ gefärbten Berichterstattungen über den Islam einen positiven Blickwinkel entgegensetzen und uns konkrete Ausdrucksformen der heutigen muslimischen Jugendkultur, wie beispielsweise Mode oder Poetry Slam, anschauen. Auf der anderen Seite steht die Auslebung der Religion in extremistischer Form. Welche strukturellen und individuellen Gründe verleiten muslimische Jugendliche dazu, sich dem Salafismus anzunähern? In diesem Zusammenhang ist auch die Rolle der Frau im Salafismus entscheidend. Anhand des „Manifests der Hamsa-Brigaden“ werden wir einen genaueren Blick auf die Rechte der Frauen im Salafismus werfen. Abschließend werden wir gemeinsam überlegen, wie religiös motiviertem Extremismus entgegengetreten werden kann, insbesondere im persönlichen Bezug.
Die Veranstaltung findet in der Alten Mu (Lorentzendamm 6-8) im Reallabor statt (wenn man das Gelände der Alten Mu betritt gleich rechts durch die Tür). Wir bitten um Anmeldung an zukunftsbuero@tgsh.de oder per privater Nachricht auf der Facebook-Seite des ZukunftBüros (ZukunftsBüro tgs-h).
10.12.2015
Am Donnerstag den 10.12.2015 lädt das ZukunftsBüro der Türkischen Gemeinde in S-H e.V. zum Sprachcafé in der Pumpe ein. Es sind Alle willkommen, die alte Sprachkenntnisse auffrischen möchten oder Sprachkenntnisse, die sie derzeit erwerben, in der Praxis anwenden wollen. Von 18:00 bis 20:00 Uhr habt ihr die Möglichkeit, passende Sprachpartner_innen zu finden und euch auf Französisch, Dänisch, Arabisch, Italienisch, Tigrinya, Englisch, Persisch, Türkisch und anderen Sprachen auszutauschen. Für Gemütlichkeit und die Betreuung von Kindern werden wir vom ZukunftsBüro sorgen. Es wird eine Kinderspielecke, selbstgebackenen Kuchen und etwas zu trinken geben. Wir freuen uns, wenn ihr zahlreich erscheint und wir gemeinsam mit euch einen Ort der Sprachenvielfalt gestalten können.
Das Kultur- und Kommunikationszentrum „Die Pumpe“ befindet sich in der Haßstr. 22 im Stadtzentrum.
27.11.2015
Die TGS-H ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, an dem Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung in der Landeshauptstadt Kiel am 29. November 2015 teilzunehmen.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. befürwortet die Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel an der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympische Spiele im Jahr 2024.
Es ist von großer Bedeutung, wenn Bürgerinnen und Bürger Kiels mit ihrer Stimme ein klares Signal in Richtung des Internationalen Olympischen Komitees senden und damit die entscheidenenden Weichen für eine sportliche Zukunft der Stadt und der Region stellen.
Die Landeshauptstadt Kiel beweist nicht nur bei der alljährlichen Kieler Woche als Gastgeber der größten Segelsportveranstaltung der Welt, dass sie ihren Namen in die Welt tragen kann. Bereits 1936 bei den Spielen war sie in Berlin und 1972 als Partner von München für die olympischen Regatten unverzichtbar.
Mit der Austragung der Segelwettbewerbe würde Kiel nicht nur ein klares Zeichen Richtung Völkerverständigung und Frieden setzen, sondern zudem die Möglichkeit bekommen, neue wirtschaftliche und städtebauliche Impulse zu setzen. „Auch um die Gastfreundschaft und die Weltoffenheit Kiels in die ganze Welt zu tragen, sollte Olympia als große Chance genutzt und die gesamte Welt nach Norddeutschland eingeladen werden.“ betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein ist für ein klares „Ja“ zu den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen im Jahre 2024.
Nur mit unserem Zusammenhalt und unserer Stimme können wir das Ereignis Olympia in Hamburg und Kiel erlebbar machen.
(Bildquelle: Landeshauptstadt Kiel / Bender)
22.11.2015
Am 23. November 1992 starben die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan durch einen Brandanschlag von zwei Neonazis. Neun weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.
Dreiundzwanzig Jahre liegen zwischen dem Brandanschlag von Mölln und heute, doch erscheint uns das Erinnern an die Ereignisse von damals wichtiger als jemals zuvor. Mit Besorgnis sehen wir wie Fremden- und Islamfeindlichkeit in breiten Teilen der Bevölkerung zunehmen. Regelmäßig kommt es zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und zu Gewaltakten gegenüber Menschen, die in unserem Land Schutz und Frieden suchen. Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und dürfen menschenfeindlichen Meinungen nicht das öffentliche Feld überlassen. Mölln darf nicht noch einmal passieren.
„Mit Freude und Hoffnung blickt die Türkische Gemeinde daher auf die deutsche Willkommenskultur und die tausenden von ehrenamtlichen Helfer_innen, die sich für Flüchtlinge engagieren“, erklärt Vereinsvorsitzender Dr. Cebel Kücükkaraca. Sie sind unsere gesamtgesellschaftliche Antwort auf rechtes Gedankengut und Gewalt.
Lassen Sie uns daher den heutigen Tag nutzen, um gemeinsam den Opfern von damals und heute zu gedenken, unsere Stimme gegen jegliche Form von Terror, Rassismus und Gewalt zu erheben und denen zu danken, die täglich im Sinne der Menschlichkeit handeln und wirken.