23.01.2015
Die am 22.01.2015 veröffentlichte Unternehmensumfrage der Bertelsmann Stiftung bestätigt leider, was viele Jugendliche auf Ausbildungssuche seit Jahren beklagt haben. Insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund haben trotz adäquater Qualifikationen kaum eine faire Chance, einen Ausbildungsplatz zu finden. Etwa 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben noch nie einen Jugendlichen mit Migrationshintergrund für eine Ausbildung angenommen, obwohl diese Gruppe bereits ein Viertel aller Jugendlichen ausmacht. Aktuell bilden nur 15 Prozent aller Ausbildungsbetriebe in Deutschland Jugendliche mit ausländischen Wurzeln aus. Viele Betriebe fürchten sich vor vermuteten Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden. Andere beklagen fehlende Bewerbungen als wesentliches Hindernis dafür, Jugendliche mit Migrationshintergrund als Auszubildende einzustellen.
Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein Herr Dr. Cebel Küçükkaraca stellt dazu fest: „Die flächendeckende Ungleichbehandlung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Ausbildungs- und Berufsmarkt ist kein neues Problem. Aus unserer Arbeit und vielen Studien ist es bekannt, dass Jugendliche mit türkisch klingendem Namen trotz gleicher Qualifikation zum Teil doppelt so viele Bewerbungen schreiben müssen wie deutsche Bewerber. Die deutsche Wirtschaft beklagt zwar gerne den akuten Fachkräftemangel, ignoriert die Potenziale dieser Jugendlichen aber konsequent.“
Eines der wenigen Lichtblicke ist das vom Land Schleswig-Holstein geförderte AIM-Projekt. Dieses seit 16 Jahren andauernde Projekt hat unzähligen jungen Menschen und Unternehmen geholfen, bildungsbenachteiligte Jugendliche in Betriebe einzubinden, die händeringend nach Nachwuchs suchen. Besonders ist auch, dass sich das Projekt nicht nur an die Jugendlichen selbst richtet, sondern gleichermaßen Betriebe unterstützt. Insbesondere werden Firmenchefs, Personalverantwortliche und Ausbilder sensibilisiert, unerkannte Potentiale zu entdecken und gewinnbringend zu fördern.
14.01.2015
2015 werden in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein Arabisch-Kurse angeboten.
Es findet am Mittwoch, den 14.01.2015 um 18.00 Uhr, ein Vorab-Treffen in den Räumlichkeiten der TGS-H statt.
Hier werden die Formalitäten geklärt, die genauen Zeiten der Kurse abgesprochen und die Teilnehmer_innen werden in Lernstufen aufgeteilt.
Als Interessent_in bitten wir Sie am o.g. Termin zu erscheinen, um den weiteren Verlauf mit der Kursleiterin Frau Alzahawi abzusprechen.
Die Kursgebühr beträgt 70,- € für 12 Abende.
Ein Kurs findet ab einer Teilnehmerzahl von 5 Personen statt.
Kursort: Räumlichkeiten der Türkischen Gemeinde in S-H,
Diedrichstr. 2, 2. Etage, 24143 Kiel
Kursleiterin: Maida Alzahawi
Sie können sich unter der Telefonnummer 0431 76114/ -115 oder der E-Mail-Adresse info@tgsh.de anmelden.
07.01.2015
Mit Trauer um die Opfer und Hinterbliebenen verurteilt die TGS-H den tödlichen Anschlag in Paris auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins „Charlie Hebdo“ auf das Schärfste. Ein derartiges Verbrechen kann durch keine Weltanschauung oder Religion gerechtfertigt werden und ist unvereinbar mit allen Werten, die eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft ausmachen. Während Europa und die Welt nun nach Paris schauen, dürfen wir es jedoch nicht zulassen, dass andere radikale Gruppen diese schreckliche Tat instrumentalisieren, um damit ihre Hetze gegen friedliche BürgerInnen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten in Deutschland zu begründen.
Das Gebot der Stunde ist Mitgefühl und Nächstenliebe, nicht Hass und Spaltung.
Dr. Cebel Kücükkaraca
Landesvorsitzender
02.01.2015
Im Rahmen des Projektes “Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein” entstand in Pinneberg in Kooperation mit dem Pinneberger T?rkischen Elternverein eine Informationsveranstatlung zum Rentensystem in Deutschland und in der T?rkei.
Der Attach? f?r Arbeit und Sozialversicherungen des Generalkonsulats Hamburg der Republik T?rkei, Herr Ebuzer ?eliker referierte als Experte zu dem Thema und beantwortete die Fragen der Teilnehmer_innen.
Der Attach? erz?hlte zum Einstieg ?ber das bilaterale Abkommen beider L?nder. Er stellte die M?glichkeit f?r t?rkische Staatsangeh?rige vor, Rente aus der T?rkei zu beziehen ohne in der T?rkei gearbeitet zu haben. Er erw?hnte die M?glichkeit den Versicherungszeitraum in einem Prozess auf den Arbeitsbeginn in Deutschland anerkennen zu lassen, wenn in beiden L?ndern versicherungspflichtig gearbeitet wurde.
Er warnte vor Firmen und Vermittler_innen, die vermeintliche Hilfsstellungen bei der Prozessf?hrung in der T?rkei gegen hohe Geb?hren anbieten.
Er stellte die Dienstleistungen des Konsulats vor und ging auf die einzelnen Fragen der Teilnehmer_innen ein.
Zu den gestellten Fragen geh?rten z.B.:
– die Anerkennung der Erwerbsunf?higkeit in beiden L?ndern
– der Unterschied zwischen den Rentenkassen Ba?kur und SSK
– die Krankenversicherungsbeitr?ge in Deutschland, wenn das Rentenalter erreicht ist und Rente auch aus der T?rkei bezogen wird
– die individuellen Pr?mienh?hen der Teilnehmer_innen
Zum Ende der Veranstaltung dankte der Vereinsvorsitzende des Pinneberger Elternvereins, Herr Levent ?en, dem Attach? f?r das informative Referat, der T?rkischen Gemeinde in S-H f?r die Realisierung und den Teilnehmer_innen f?r ihr erscheinen.