Auftaktveranstaltung “DISSkriminierung”  Perspektiven von Empowerment

Auftaktveranstaltung “DISSkriminierung” Perspektiven von Empowerment

Im Oktober 2017 wurde in der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. ein neues Projekt mit dem Namen ?DISSkriminierung? gestartet, das vom Bundesministerium f?r Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms Demokratie Leben gef?rdert wird.
Das Ziel dieser Arbeit ist, einen Ort bzw. eine Plattform zu schaffen, auf der von Diskriminierung Betroffene:
? Anerkennung erfahren und erleben, dass ihre Ausgrenzungserfahrungen ernst genommen und nicht negativ bewertet werden,
? sich Wissen ?ber gesellschaftliche Prozesse von Ausgrenzung, Rassismus etc. sowie rechtliche Rahmenbedingungen aneignen k?nnen.
? konkrete Handlungsoptionen erarbeiten und erproben.
Zehn Jugendliche, die (potentiell) selbst von Diskriminierung betroffen sind werden bis zum Ende der Projektlaufzeit zu Multiplikator_innen ausgebildet, um landesweit weitere Workshops und Miniprojekte umzusetzen, an denen weitere Jugendliche teilnehmen.
Der Landesvorsitzende der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Herr Dr. Cebel K???kkaraca, begr??te die zahlreichen Anwesenden im Ratsitzungssaal des Rathauses Pinneberg und betonte: ?Es ist unsere Pflicht, als demokratische B?rgerinnen und B?rger, gesellschaftliche Entwicklungen und Debatten mit einem wachsamen Auge zu verfolgen und sie kritisch zu hinterfragen. Nur so k?nnen wir Rassismus und Diskriminierungen aufdecken und Schritt f?r Schritt ?berwinden, um unsere friedliche, demokratische Gesellschaft zu bewahren.
?Leider kann man nicht sagen, dass es keinen Rassismus g?be, aber es hilft uns, wenn wir ihn als das betrachten, was er ist: Ein soziales und politisches Problem, das wir l?sen k?nnen und m?ssen. Genau an diesem Punkt setzt Ihre lobenswerte Kampagne an. Diversit?t ? Inklusion ? Selbstvertrauen ? Selbsterm?chtigung. Das sind Ihre Stichworte.? sagte die B?rgermeisterin der Stadt Pinneberg, Urte Steinberg.
Die Landtagsabgeordnete Aminata Tour? machte deutlich, ?dass Rassismus kein individuelles Problem darstellt, und ermutigte Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, diese als solche zu benennen und dar?ber zu sprechen. Das stelle keine eigene Positionierung in einer Opferrolle dar, sondern sei ein Ausdruck von Menschen of Color, Kritik zu formulieren.?

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand am 15.3.2018 im Ratssitzungsaal der Stadt Pinneberg in Kooperation mit dem Kriminalpr?ventiven Rat die Auftaktveranstaltung des Projektes ?DISSkriminierung? statt. Die Veranstaltung hatte zum Ziel, das Projekt und seine Ziele vorzustellen.
Zu Beginn des Abends spiegelten junge Menschen vom Projekt Woodvalley Movement mit einem musikalischen Beitrag ihre Erfahrungen zum Thema Integration wider. Dabei ?u?erten sie sich kritisch gegen?ber der Mehrheitsgesellschaft und zeigten auf, dass Integration keine Einbahnstra?e ist.
Anschlie?end begr??te die Pinneberger B?rgermeisterin Urte Steinberg das Publikum. Sie ging in ihrem Gru?wort auf die Themen Rassismus sowie Diskriminierung ein und definierte diese als soziale und politische Probleme. Als L?sung zeigte sie auf, dass Strukturen im Bildungsbereich geschaffen werden m?ssen und fand warme Worte f?r den Einsatz der T?rkischen Gemeinde in Schleswig Holstein e.V. (TGS-H) sowie das Projekt ?DISSkriminierung?.
Rassismus und Diskriminierung sind f?r Menschen mit Migrationshintergrund und People of Color wichtige Themen, bei denen nicht weggeschaut werden darf. Ferner unterscheiden Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen die Menschen nicht nur auf individueller Ebene, sondern werden vor allem als gesamtgesellschaftliches Ph?nomen (re-)produziert. So betonte Dr. Cebel K???kkaraca, dass der Kampf gegen Rassismus und die daf?r notwendige Sensibilisierungsarbeit in der Gesellschaft weiterhin notwendig sind und in vielerlei Hinsicht auch die Arbeit der TGS-H ausmachen.
Die Landtagsabgeordnete Aminata Tour? machte deutlich, dass Rassismus kein individuelles Problem darstellt, und ermutigte Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, diese als solche zu benennen und dar?ber zu sprechen. Das stelle keine eigene Positionierung in einer Opferrolle dar, sondern sei ein Ausdruck von Menschen of Color, Kritik zu formulieren. Denn von allt?glichen Diskriminierungserfahrungen zu berichten, ist in der (eigenen) Empowermentarbeit eine zentrale S?ule.
In seinem Kurz-Vortrag ?Mit Selbstbewusstsein gegen Diskriminierung? konnte Reinhard Pohl, seines Zeichens Journalist und freier Autor des Magazins ?Gegenwind? und Vorstandsmitglied des Antidiskriminierungsverbandes, basierend auf seiner langj?hrigen Auseinandersetzung mit den Themen Migrationspolitik, Asylrecht und strukturellem Rassismus, auf einige Kernaspekte der Situation und Strukturen in Schleswig-Holstein eingehen. Tiefergeifende Ausf?hrungen dazu finden sich auch in seiner Brosch?re ?Diskriminierung ? Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz? zum Nachlesen.
Mohammed Shehata hat das Publikum zum Lachen gebracht, mit vielen pers?nlichen Erfahrungen gespickt, hat er gezeigt, wie ist es, wenn die Deutschen einem sagen, sie behandeln alle gleich. Doch wenn sie alle immer gleich schlecht behandeln, dann merkt man das. Die Bio-Deutschen sammeln eben Briefmarken und Weinflaschen, Mohammed Shehata sammelt schlechte Erfahrungen ? welche er in seiner Standup Comedy mit viel Humor und Charme zum Ausdruck gebracht hat.
Ab von der B?hne und den Redebeitr?gen wurde die Veranstaltung auch von jungen K?nstlern mit Migrationshintergrund aus Pinneberg begleitet. Die Anwesenden wurden von dem Zauberer Elias Noro mit seinen Zaubertricks begeistert und von dem noch jungen K?nstler Faisal mit der Ausstellung seiner k?nstlerischen Werke beeindruckt. Phasenkind hat mit seinem Song ?Frei wie ein Vogel? ?ber Mut und den Glauben an sich selbst zum Nachdenken angeregt. Der Ba?lama Kurs der TGS-H hat das Publikum eingeladen, den Kl?ngen der Saz zu lauschen. Das gemeinsame Spielen ist auch Ausdruck sich mit den eigenen kulturellen Bez?gen der Herkunftsfamilie auseinanderzusetzten.
Zum Abschluss haben sich zwei postmigrantische Jugendliche vorgestellt. Sie erz?hlten, dass sie oft als Person mit Migrationshintergrund gelabelt werden, sich selber aber eigentlich deutsch f?hlen. Mit ihrem Beitrag haben sie das Publikum auf das zentrale Anliegen der Veranstaltung gebracht: Partizipation. Und so war das Publikum aufgefordert, sich selber in Form von Murmelgruppen und einem gemeinsamen Austausch einzubringen.
Durch den Abend f?hrten Aysel Atasoy-Boyraz und Aljoscha Tischkau, die seit Oktober 2017 das Projekt DISSkriminierung in der T?rkische Gemeinde in Schleswig Holstein e.V. umsetzen. Die TGS-H ist Tr?ger_in des Projektes und wird im Rahmen des Bundesprogramms ?Demokratie Leben? umgesetzt, welches vom ?Bundesministeriums f?r Familie, Senioren, Frauen und Jugend? gef?rdert wird.
Verabschiedet wurden alle mit einem musikalischen Beitrag der Band KiEliete.

Zur Äußerung des Innenministers Horst Seehofer “Der Islam gehört nicht zu Deutschland”

Innen- und Heimatminister Seehofer hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit einer unglücklichen Aussage eine alte Debatte wieder aufleben lassen.

Mit der Äußerung “Der Islam gehört nicht zu Deutschland” verkennt er zum einen die große Freiheit, die das Grundgesetz allen hier lebenden Menschen verspricht, und grenzt zum anderen bewusst Menschen muslimischen Glaubens aus.

So ist es als Heimatminister aller in Deutschland lebender Menschen seine Pflicht und Aufgabe, dafür zu kämpfen, dass alle, die hier eine Heimat gefunden haben, auch ein Heimatgefühl genießen können. Als Innenminister muss er dagegen in einer Zeit, in der fast täglich Moscheen brennen, für die Wiederherstellung eines friedlichen Miteinander und die Sicherheit in unserem Land sorgen, anstatt neues Öl ins Feuer zu gießen.

Dr. Cebel Küçükkaraca führt dazu aus:„Herr Seehofer sollte sich stärker mit der Lebenssituation der Muslime im Land auseinandersetzen. Ohne ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl erhöhen Diskriminierung und Ausgrenzung bei Menschen, die sich ohnehin im Stich gelassen fühlen, langfristig das Risiko, sich Gruppen anzuschließen, die nichts als extremistische Antworten kennen.

So bleibt ein fader Beigeschmack, dass sich der neu gewählte Innenminister gerade zu Beginn der Amtszeit sich mit solchen Aussagen profilieren und dadurch das Profil der CDU/CSU am rechten Rand stärken möchte. Erfreulich ist dagegen, dass sich die Bundeskanzlerin Merkel so deutlich gegen ihren Minister ausgesprochen und festgestellt hat, dass der Islam mittlerweile zu Deutschland gehöre.

Vorlese- & Mitmachaktion „Farbenfroh“ in NMS

Vorlese- & Mitmachaktion „Farbenfroh“ in NMS

In dem Projekt „Farbenfroh“ gestalten junge Erwachsene mit/ohne Migrationsgeschichte Kinderbücher, die die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Somit können nachkommenden Generationen bereits im Kindesalter alternative Selbstbilder vermittelt werden.
Jugendliche werden zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und Vielfalt sensibilisiert und in ihren Kompetenzen gestärkt.
Die Kinder können sich mit den Alltagsheld_innen aus verschiedenen Lebensrealitäten in den Kindergeschichten identifizieren.

In dieser Vorlese- & Mitmachaktion hören die Kinder und alle Interessierten einer spannenden Geschichte zu, die bereits im Projekt entstanden ist und werden im Anschluss selbst kreativ, indem sie sich in Kinderbuchfiguren verwandeln.

„Farbenfroh“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Perspektiven von Empowerment Auftaktveranstaltung des Projektes „DISS-kriminierung“

Perspektiven von Empowerment Auftaktveranstaltung des Projektes „DISS-kriminierung“

Wir möchten Sie herzlich zu unserer Auftaktveranstaltung einladen!

Im Oktober 2017 haben wir in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. ein neues Projekt mit dem Namen „DISS-kriminierung“ gestartet.

Unser Ziel ist, einen Ort bzw. eine Plattform zu schaffen, auf der von Diskriminierung Betroffene:

· Anerkennung erfahren und erleben, dass ihre Ausgrenzungserfahrungen ernst genommen und nicht negativ bewertet werden,

· sich Wissen über gesellschaftliche Prozesse von Ausgrenzung, Rassismus etc. sowie rechtliche Rahmenbedingungen aneignen können.

· konkrete Handlungsoptionen erarbeiten und erproben.

Zehn Jugendliche, die (potentiell) selbst von Diskriminierung betroffen sind werden bis zum Ende der Projektlaufzeit zu Multiplikator_innen ausgebildet, um landesweit weitere Workshops und Miniprojekte umzusetzen, an denen weitere Jugendliche teilnehmen.

Am 15. März 2018, 18:00 Uhr werden wir unsere Arbeit im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ und in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Pinneberg vorstellen. Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen!

Ort: Raatsitzungsaal der Stadt Pinneberg
Datum:15.03.18 18.00-20.00 Uhr
Anmeldung per Nachricht oder per Mail an diss.kiel@tgsh.de oder diss.pinn@tgsh.de

Mehr WIR in der Wehr und Z:T auf der 1. Landes-Demokratiekonferenz SH

Mehr WIR in der Wehr und Z:T auf der 1. Landes-Demokratiekonferenz SH

Nach einer Sitzung des Landesdemokratiezntrums, in dem Akteur_innen und Netzwerkpartner_innen aus ganz Schleswig-Holstein von Fachbereichsleiter_innen aus Innenministerium und Landeskriminalamt ?ber aktuelle Entwicklungen im Bereich Extremismus (links-, rechts- und religi?s motiviert) informiert wurden. Zudem hatten die Netzwerkmitglieder selbst die M?glichkeit ?ber ihre Aktivit?ten und Erfahren im Jahr 2017 zu berichten.

Anschlie?end fanden sich die Teilnehmer_innen bei einer Projektmeile zum Austausch zusamme. An einem gemeinsamen Stand, der auch M?glichkeiten zur zwanglosen Interaktion bot, pr?sentierten sich dabei die Z:T-Akteur_innen (der AWO-Landesverband SH, der Landespsortverband SH, der Parit?tische Landesverband SH und die THW-Jugend SH, sowie die Projektkooperation zwischen dem Landesfeuerwehrverband SH und der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.). Da die Konferenz als Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus gestaltet war, legten die Projektmitarbeiter_innen dabei einen besonderen Fokus auf den Aspekt der Anti-Diskriminierungs- und Anti-Rassismusarbeit, der in ihren Projektans?tzen verfolgt wird.

N?chster Teil der Konferenz war eine Workshop-Phase, in der die Z:T-Akteur_innen auch die Gestaltung eines Workshops ?bernahmen – Thema des Workshops war “Teilhabe als Pr?vention gegen Menschenfeindlichkeit”. Die Zusammenfassung der Workshopergebnisse und ein Ausblick durch das Landesdemokratiezentrum beschlossen schlie?lich die Konferenz.

Das Projekt “Mehr WIR in der Wehr” hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein und die Motivation von Menschen mit Migrationshintergrund f?r das Ehrenamt in der Feuerwehr zu st?rken – und Angeh?rige von Feuerwehren in ihren interkulturellen Kompetenzen zu st?rken, um sich auf die Zusammenarbeit mit Angeh?rigen dieser neuen Zielgruppe optimal vorzubereiten.

Gef?rdert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms “Zusammenhalt durch Teilhabe”.