29.08.2019
Die Entscheidung der Landesregierung, den seit Jahrzehnten geforderten herkunftssprachlichen Unterricht in den Regelschulen sukzessiv zu etablieren, ist ein großer Schritt, der die Integration vieler Menschen in Schleswig-Holstein weiter fördern wird. Die Türkische Gemeinde freut sich daher sehr, dass in diesem Zuge auch entsprechende Kapazitäten zur Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer aufgebaut werden sollen.
In diesem Zusammenhang sollte ebenfalls betont werden, dass die Förderung von Herkunftssprachen eine Ergänzung der Förderung der deutschen Sprache darstellt und nicht auf Kosten dessen gehen darf. Natürlich ist Deutsch auf einem muttersprachlichen Niveau von Bedeutung, um sich als vollwertiges Mitglied in unsere Gesellschaft einbringen zu können und Erfolg im Beruf zu haben. Doch auch die Bedeutung, die von der Anerkennung von Herkunftssprachen ausgeht, ist beim Erwerb der deutschen Sprache eine wichtige Weiche, die bisher zu häufig vernachlässigt wurde. Nur wer sich auf dieser emotionalen Ebene voll akzeptiert fühlt, wird sich bereitwillig auf Neues einlassen.
Neben der Möglichkeit, dass viele Kinder durch dieses neue Unterrichtsformat zum ersten Mal eine echte gesellschaftliche Wertschätzung ihrer vielschichtigen Identität spüren werden, stimmt auch die Aussicht besonders hoffnungsvoll, dass viele Schülerinnen und Schüler realisieren werden, die Frage nach der eigenen Identität nicht mit einem „Entweder-oder-“ beantworten zu müssen. „Wer schon in der Schule solche Anerkennung spürt, wird sich guten Gewissens für Deutschland als Heimat entscheiden können“, sagte der Landesvorsitzende Dr. Cebel Küçükkaraca.
Vielfalt statt Einfalt in den Schulen ist eine Botschaft, die bei jungen Menschen generell gut ankommt und eine von vielen wichtigen Erfahrungen, die diese gegenüber intoleranten Einstellungen unempfänglich werden lassen. Das ist auch politisch von unschätzbarem Wert für die Zukunft.
28.08.2019
Am 26.08.2019 fand zum dritten Mal die samo.fa Dialogkonferenz der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Das Motto der Veranstaltung lautete: ?Angekommen? Teilhaben jetzt!?. Ziel war es ?ber die Erfolge und Herausforderungen der Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte gemeinsam ins Gespr?ch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die ehrenamtlichen Aktivit?ten und Erfahrungen der migrantischen Vereine und Initiativen in der Integrationsarbeit. Begr??t wurden die ?ber 100 Teilnehmenden im Ratssaal des Kieler Rathauses vom Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Dr. K???kkaraca. Es folgten Gru?worte von Herrn St?cken, Stadtrat f?r Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport der Landeshauptstadt Kiel, von Frau Azazmah, Referentin des Beauftragten f?r Fl?chtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, und von Frau Ayyildiz, Vorsitzende des Forums f?r Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel.
Im Anschluss an die Gru?worte wurde ein Video ?ber die Aktiven und Aktivit?ten von samo.fa gezeigt. Einzelne Ehrenamtliche leiteten dann zu den Thementischen ?ber, indem sie ?ber ihre eigene Erfahrungen im Bereich ?Wohnungsmarkt?, ?Arbeitsmarkt und Bildung? sowie ?Aufenthalt? vor den Anwesenden berichteten. Zu diesen Themen folgten insgesamt drei Diskussionsrunden, wo sich die Freiwilligen mit Hauptamtlichen der Integrations- und Sozialarbeit, Politiker*innen auf Landes- und Stadtebene sowie anderen Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft austauschten und erste L?sungsideen entwickelten. Ausgew?hlte Moderator*innen hielten die Ergebnisse fest und stellten diese im Plenum vor. Zeichnerisch begleitet wurde die Veranstaltung durch ein Graphic-Recording Team. Zum Abschluss blieben die G?ste bei Speisen und Getr?nken weiter im Gespr?ch und rundeten so die gesamte Veranstaltung erfolgreich ab.
Lokaler Partner von samo.fa ist die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Kooperationspartner*innen der diesj?hrigen Dialogkonferenz waren das Forum f?r Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel, die Afghanische Gemeinschaft, La Cultura, der Fl?chtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., die J?dische Gemeinde Kiel e.V., Kiel hilft e.V., die Kurdische Kulturschule e.V., der Parit?tische Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. , die ZBBS e.V. und das ZEIK.
Seit 2016 st?rkt und gewinnt samo.fa Menschen mit Migrationsgeschichte als Aktive f?r die Unterst?tzung von Gefl?chteten. Das K?rzel samo.fa steht daher f?r die St?rkung von Aktiven aus Migrant*innenenorganisationen in der Fl?chtlingsarbeit.
samo.fa wird durch die Beauftragte der Bundesregierung f?r Migration, Fl?chtlinge und Integration gef?rdert.
26.08.2019
Wir wollen in diesem Jahr einerseits eine Bilanz ziehen und fragen: Wo und wie gelingt die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte in den Kieler Alltag? Was tragen hierzu Aktive mit Migrationshintergrund bei? Zum anderen wollen wir über die Probleme und Herausforderungen im Bereich Bildungs- und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt sowie Aufenthalt sprechen und gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie und wo können Aktive mit Migrationshintergrund zu einem weiteren Gelingen der Integration in den Alltag beitragen?
Auch bei der diesjährigen Konferenz ist das Ziel, in einen gemeinsamen Dialog zu treten und sich auszutauschen. Interessierte Kielerinnen und Kieler, Ehrenamtliche aus Migrantenorganisationen sowie potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer der Zivilgesellschaft und Politik sind herzlich eingeladen, an diesen und anderen Fragen zu arbeiten, um gemeinsam Ideen auszutauschen und sich zu vernetzen.
Um Anmeldung wird unter samo.fa@tgsh.de gebeten
16.08.2019
Auch in diesem Jahr veranstaltete die T?rkische Gemeinde in S-H e.V. zum zweiten Mal das Festival ?Beatz im Park?. Vom 1.8. ? 4-8.19 gab es ein viert?giges Hip-Hop- und Sportfestival. Organisiert wurde dieses von den Kieler M?dchen- und Jugendtreffs der Statt.Mission.Mensch und der TGS-H im Rahmen des Projektes DISSkriminierung und den Rappern von KiElite. Gemeinsam wurde ein Programm ausgearbeitet, indem sowohl Workshops zur Hip-Hop Kultur und deren f?nf Grundelementen MCing, DJing, Breakdance, Graffiti und Knowledge, als auch diverse Angebote zu Trendsportarten, wie Skateboard-Workshops und Basketballturniere angeboten wurden. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das All- Style Tanz Battle zu dem teilweise ?ber 300 Besucher_innen vor Ort waren und sich 23 T?nzer _innen angemeldet hatten. Fotos und Videos folgen auf Facebook #Beatz im Park.
?Beatz im Parkt? findet ganz im Sinne des Veranstaltungsortes in dem Sport- und Begegnungspark Gaarden statt. Hier k?nnen alle zusammen kommen, die Lust haben etwas Neues auszuprobieren oder sich mit anderen austauschen wollen und dabei neues entstehen lassen m?chten. M?glich machten das vor allem K?nstler*innen aus ganz Deutschland, Belgien und den USA, die ihre Erfahrungen im Sinne des Each-One-Teach-One mit interessierten Kindern und Jugendlichen teilen. Darin steckt auch der Ansatz des Empowerments, denn es ist nicht nur wichtig, sich mit dem Thema Rassismus theoretisch auseinanderzusetzen und Menschen zu sensibilisieren, sondern die St?rken der gesellschaftlichen Vielfalt empowernd zu leben. Gemeinsam mit dem K?nstler Spiritchild aus der Bronx gingen die Teilnehmer_innen im Hip-Hop Knowledge Workshop den Urspr?ngen der Hip-Hop Kultur auf den Grund. Die Geschichte des Hip-Hops ist deshalb relevant, da der Bezug zu den Urspr?ngen des Hip-Hops f?r die marginalisierten und post-migrantischen Jugendlichen schon immer Relevanz hat. Fragen nach der eigenen Identit?t, nach gesellschaftlicher Verantwortung sowie der eigenen Wirkungsmacht innerhalb der Gesellschaften. Fragen von ?Wer bin ich?? bis ?Was und wer beeinflusst die Gesellschaft(en) ma?geblich?? werden nicht nur auf internationaler und politischer Ebene diskutiert, sondern vor allem auch lokal vor Ort und somit auch in der Kultur des Hip-Hops. Wir freuen uns daher besonders auf den Aftermovie und die abschlie?ende Foto-Doku.
Dieses Projekt wird gef?rdert aus Mitteln des Verf?gungsfond Gaardens, im Rahmen des St?dtebauprogramms ?Soziale Stadt”.
24.07.2019
Am 23.07.2019 war Michael Saitner, gesch?ftsf?hrender Vorstand des Parit?tischen Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein, zu Besuch bei der TGS-H. Im Gespr?ch mit dem Landesvorsitzenden, Dr. Cebel K???kkaraca, und den Mitarbeitenden der Gesch?ftsstelle der TGS-H ging es um ein gegenseitiges erstes Kennenlernen und die Weiterentwicklung von Kooperationen zwischen der TGS-H und dem Parit?tischen in der Zukunft. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen und sehr guten Zusammenarbeit.