Datum 28.10.2020

Ab Montag wird das ?ffentliche Leben in ganz Deutschland weitgehend heruntergefahren. Schulen und Kitas sollen ge?ffnet bleiben.

“Das ist eine harte Entscheidung. Wir haben beschlossen, bundesweit sehr viel herunterzufahren”, sagte Ministerpr?sident Daniel G?nther am Abend in Kiel. Zuvor hatten die Ministerpr?sident:innen der L?nder und die Bundeskanzlerin sich auf umfangreiche Einschr?nkungen des ?ffentlichen Lebens geeinigt. “Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber auch wir in Schleswig-Holstein haben erheblich steigende Zahlen zu verzeichnen”, betonte der Regierungschef. Innerhalb eines Tages h?tten sich die Ansteckungszahlen hier nahezu verdoppelt. Deshalb habe das Expertengremium der Landesregierung zu einem bundesweit einheitlichen Vorgehen geraten. “Jetzt ist eine nationale Kraftanstrengung notwendig. Es geht um die Gesundheit vieler Menschen.”

Regelungen treten Montag in Kraft
Die nun beschlossenen Einschr?nkungen sollen am 2. November in Kraft treten und vorerst bis Ende November gelten. Folgende Beschl?sse haben die Ministerpr?sident:innen gefasst:

? Kontaktbeschr?nkungen: K?nftig d?rfen sich nur noch die Angeh?rigen zweier Haushalte treffen, maximal jedoch zehn Personen. “Meine eindringliche Bitte an alle B?rgerinnen und B?rger lautet: Reduzieren Sie ihre Kontakte deutlich”, sagte G?nther. “Nutzen wir die n?chsten vier Wochen, um die Ansteckungszahlen zu senken.”

? Gastronomie: Restaurants, Bars, Clubs und Kneipen werden geschlossen. Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen bleiben erlaubt. Auch Kantinen d?rfen weiterhin ?ffnen.

? Freizeit: Einrichtungen wie Theater, Opern, Konzerth?user, Messen, Kinos, Freizeitparks, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Bordelle werden geschlossen. Unterhaltungs-Veranstaltungen werden untersagt.

? Sport: Fitnessstudios, Schwimm- und Spa?b?der werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, auch Trainingseinheiten von Vereinen m?ssen ausfallen.
Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen gehen, ist jedoch weiterhin erlaubt. Profisport wie die Fu?ball-Bundesliga darf weiterhin stattfinden ? jedoch nur ohne Zuschauer.

? Tourismus: G?nther appellierte an die B?rger:innen, auf nicht notwendige private Reisen und Besuche, auch von Verwandten, zu verzichten. Das gelte sowohl im Inland und als auch f?r ?berregionale tagestouristische Ausfl?ge. ?bernachtungsangebote im Inland werden nur noch f?r notwendige und ausdr?cklich nicht touristische Zwecke zur Verf?gung gestellt.

? Dienstleistungen: Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie oder Fu?pflege sind weiterhin m?glich. Auch Friseure bleiben ge?ffnet.

? Einzelhandel: Gesch?fte bleiben ge?ffnet ? es gibt aber Vorschriften, wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein d?rfen.

? Schulen und Kitas: Die Schulen und Kindertageseinrichtungen sollen weiterhin ge?ffnet bleiben. Dasselbe gilt auch f?r Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.

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