10.09.2016
Die Ergebnisse der vierten Pisa-Studie der OECD sind offiziell in dieser Woche vorgestellt worden. Laut der neuen Studie ist in Deutschland ein Aufwärtstrend zu vermerken. Dieser Trend macht sich insbesondere in Mathematik und Naturwissenschaften bemerkbar. Denn dort hat sich Deutschland von den unterdurchschnittlichen Rängen ins Mittelfeld hochgearbeitet. Allerdings haben die deutschen 15-Jährigen im Schwerpunkt Lesen nur leichte Verbesserungen erzielt.
Die Türkische Gemeinde in Deutschland freut sich über die positive Entwicklung. Außerdem lobte die Türkische Gemeinde in Deutschland den Berliner OECD-Leiter von Meyer für seine Betonung, dass die Gründe für das durchschnittliche Abschneiden Deutschlands nicht ausschließlich bei Schülern mit Migrationshintergrund zu suchen seien.
Der Stellvertretende Bundesvorsitzende und bildungspolitische Sprecher der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Dr. Cebel Küçükkaraca äußerte sich zur Studie wie folgt: „Ich freue mich, dass sich insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund seit der letzten Pisa-Studie im Vergleich mit ihren deutschen Altersgenossen deutlich verbessert haben. Dennoch ist dieser Fortschritt unzureichend. Es muss weiter in Bildung und Integrationsangebote (z.B. Sprachförderung, muttersprachlicher Unterricht, mehr Lehrer/innen mit Migrationshintergrund, Öffnung der Schulen zu Integrationszentren usw.) investiert werden. Denn viele Schüler sind gleich doppelt benachteiligt.“
Küçükkaraca verwies in diesem Zusammenhang auf die Äußerungen des Bildungsforschers Jörg Ramseger, der den Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund scharf kritisiert hatte. Er sagte, dass das Klima der Intoleranz inzwischen auch schon in manchen Klassenzimmern breit gemacht hat.
Dr. Cebel Küçükkaraca – 0171 – 435 94 49
19.08.2016
Laut einem SHZ-Artikel vom 18.08.2016 hat die FDP-Landtagsfraktion haltlose Vorwürfe mit erweislich falschen Tatsachenbehauptungen gegen die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein und einen ihrer Mitarbeiter erhoben.
Angesichts von über 20 Jahren erfolgreicher Integrationsarbeit, für die die TGS-H landes-, deutschland- und europaweit ausgezeichnet wurde, ist es uns unverständlich, wie Zweifel entstehen können, dass die TGS-H als säkulare und demokratische Organisation mit ihren Mitarbeiter_innen nicht für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehe. Darüber hinaus hat keine von türkischstämmigen Bürger_innen begründete NGO seit jeher sich so deutlich gegen die versuchte Einflussnahme der türkischen Regierung in innerdeutschen Angelegenheiten verwehrt wie die TGS-H. Dies wird nicht nur in der sorgfältigen Auswahl ihrer Mitarbeiter_innen deutlich, sondern kommt auch in öffentlichen Stellungnahmen regelmäßig zum Ausdruck.
Überdies weisen wir darauf hin, dass der im Artikel erwähnte Mitarbeiter des Landesprogramms gegen religiös begründeten Extremismus durch die zuständigen Behörden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen und als zuverlässig i.S.d freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewertet worden ist.
Die Türkische Gemeinde steht weiterhin in einem regelmäßigen Austausch mit dem Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten und unsere langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit war immer eng und vertrauensvoll.
Wir bedauern es sehr, dass die FDP anscheinend keine Zugänge zu den sehr transparenten Informationen über die TGS-H und das Landesprogramm gefunden hat. Deswegen laden wir gerne die Parteiverantwortlichen ein, sich davon selbst zu überzeugen, dass das Bild, was sie von der TGS-H, ihrer Arbeit und Ihrer Mitarbeiter_innen erzeugt haben, mehr als falsch ist.
12.08.2016
Unsere Teilnehmerinnen arbeiten fleißig an ihren Texten. Wir kommen unserem Ziel immer näher: Das diversitätssensible Kinderbuch!
Auf dem Weg zum eigenen Kinderbuch veranstalten wir nun unseren nächsten Workshop zum Thema „Religiöse Vielfalt“.
Wir möchten über die positive und negative Darstellung religiöser Bilder und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung sprechen.
Wichtige Fragen, die wir uns zu diesem Thema stellen möchten, sind beispielsweise:
• Welche typischen Bilder sind in der Gesellschaft verankert und was sind ihre Funktionen?
• Welche Strukturen rassistischer Argumente gibt es und was sind ihre Effekte?
• Welche Auswirkungen haben Stereotype auf erwachsene Menschen und Kinder?
Unsere Teilnehmerinnen werden besser einschätzen können, wie stark sie Religion in ihren Geschichten thematisieren möchten und was für sie realisierbar ist.
Weitere Interessierte, die an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, melden sich bitte bis zum 10. August per Mail unter farbenfroh@tgsh.de an!
Wir freuen uns!
03.07.2016
Am Sonntag, den 03. Juli fand ein Workshop im Rahmen des Projektes Farbenfroh statt. Als Referent war Kinderbuchautor und Illustrator Jens Rassmus eingeladen.
Im interaktiven Gespräch mit dem Referenten gewannen die Teilnehmerinnen des Workshops Informationen und Anregungen für die Gestaltung ihrer eigenen Kinderbücher. Der Referent zeigte zunächst einige Beispiele zu Bilderbüchern sowie Kinderbüchern mit Illustrationen. Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten führten bei den zwei Gruppen zu der Frage, ob sie ein Bilderbuch oder einen Text bzw. Buch mit Illustrationen gestalten möchten.
Zum Prozess der Erstellung eines erzählenden Buches war es vorteilhaft, als erstes die Idee bzw. das Konzept in einen Text zu verfassen. Als nächstes machte es Sinn, den Text in ein Buchformat zu übertragen, um den Umfang besser einschätzen zu können.
Man überlegte, wie beispielsweise die Dramaturgie, die Seitenaufteilung usw. sein könnten und fragte sich, ob die Illustrationen flächendeckend auf einer Seite sein oder in den Text integriert werden sollten bzw. wie viele und wie große Illustrationen man in den Text einfügen sollte?
Als letztes stellten die Teilnehmerinnen dem Referent Rassmus ihre Konzepte vor und erhielten hilfreiches Feedback für den Verlauf der Geschichte und auch passende Ideen für Illustrationen. Außerdem wurde den Teilnehmerinnen durchgehend gestattet, neben ihren Notizen Kritzeleien zu machen. Auf diese kreativen kleinen Bilder ging der Referent mit Freude ein und gab Anregungen, die zudem zu den Konzepten passen könnten.
Anschließend kündigte der Referent einen weiteren Workshop an, in dem die Illustrationen zu den Texten deutlicher herausgearbeitet werden sollen.
16.06.2016
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein, die Friedrich-von-Bodelschwingh Gemeinde und die Gotthard-Kühl-Schule haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um Workshops anzubieten, in denen sich Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund mehr über die Lebenswelt von älteren Mitmenschen erfahren und dabei kreativ mit medien umgehen können.
In einer Foto – und Schreibwerkstatt kommen Jugendliche ins Gespräch mit Senior_innen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und erstellen von ihnen biographische Portraits mit Foto und Text.
In der Medienwerkstatt stellen sich die Jugendlichen vor, wie ihr Leben in Deutschland vor ca. 50 Jahren ausgesehen hätte und erstellen zu diesem Thema einen Kurzfilm. Die Ergebnisse von beiden Workshops werden anschließend in deiner Ausstellung präsentiert.
Ausstellung
16.06.-18.06.2016