10.09.2025
Die Überschwemmungen in Ost- und Süddeutschland hinterlassen starke Schäden. Viele Menschen stehen vor dem Nichts, andere bangen um ihr Hab und Gut und um ihre Existenz. Die betroffenen Städte und Gemeinden sammeln Geld und Alltagsgegenstände für diese Menschen in den Katastrophengebieten.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. und seine Mitgliedsorganisationen wollen den Menschen ebenfalls helfen und starten gemeinsam einen Hilfe-Aufruf für die Flutopfer.
Wir appellieren einerseits an freiwillige Helferinnen und Helfer, die vor Ort ihre Unterstützung anbieten wollen. Andererseits appellieren wir an die Menschen, die Geld und/ oder Alltagsgegenstände spenden wollen, sich an die Verwaltungen und Vertretungen der betroffenen Städte, Gemeinden und Kreise zu wenden. Viele Wohlfahrtsverbände haben Konten eingerichtet. Sie könnten z.B. auf folgendes Konto spenden:
Aktion Deutschland Hilft: Stichwort «Hochwasserhilfe 2013», Konto
10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
oder online:www.aktion-deutschland-hilft.de
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
Diedrichstraße 2, 24143 Kiel
Tel.: 0431/ 76 114/15 oder Tel.: 0431/ 364 1722/23
E-Mail: info@tgs-h.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
10.09.2025
In Schleswig-Holstein sind erste positive Schritte zur Behebung des Sprachdefizits bei Kindern aus sozialschwierigem Umfeld oder mit Migrationshintergrund durch das neue intensive Sprachförderkonzept des Bildungsministeriums in die Wege geleitet. „Vorgezogene Einschulungsgespräche, Sprachkurse vor der Einschulung für Kinder mit deutscher oder nichtdeutscher Erstsprache – auch als Pflichtprogramm – sowie die weitere Sprachförderung in den DaF-Zentren sind positive Schritte zur Integration und Förderung von Kindern mit wenig Kenntnissen der deutschen Sprache“, bekräftigt der Landesvorsitzender der TGS-H, Dr. Cebel Kücükkaraca. Diese konkreten Maßnahmen, die schon als Modell erprobt sind, sollen ausgeweitet und flächendeckend fortgeführt.
Die TGS-H unterstützt auch den Vorsatz der Bildungsministerin Erdsiek-Rave, rechtzeitige Einschulungen parallel zur Sprachförderung vorzunehmen. „Sanktionen, die den Lebensalltag von Kindern beeinträchtigen, wie die Zurückstellung von Einschulungen, können keine Alternative zur rechtzeitigen Sprach- und Sozialförderung darstellen“, betont Dr. Kücükkaraca. Kinder mit wenigen Sprachkenntnissen bedürfen gewiss besonderer Förderung, aber dies kann anhand ausreichender Angebote innerhalb des Schulalltags geleistet werden. Späte Einschulungen sind für aufgeweckte Kinder, die jedoch keine rechtzeitige Sprachförderung genossen haben, nicht immer die richtige Lösung, auch nicht für Schulklassen, in denen die Altersstruktur der Kinder als Folge der späten Einschulung zu weit auseinander driftet.
„Der Ausbau der SPRINT Sprachförderungskurse für Eltern ist auch eine begrüßenswerte Maßnahme. Einerseits könnten hier fehlende Kenntnisse über das deutsche Schulsystem vermittelt werden. Andererseits kann eine Mutter, die in der neuen Sprache zu kommunizieren lernt, ihre Kinder die erlernten Fähigkeiten weitergeben und sie dementsprechend in den ersten Schuljahren mit den Schulaufgaben unterstützen. Die Mehrzahl der Eltern mit Migrationshintergrund ist an den neuen Angeboten für sie und ihre Kinder interessiert. Sie wünschen einen besseren Schulerfolg für ihre Kinder“, so Dr. Kücükkaraca.
Dieses Bildungsangebot muss an die Familien getragen und der Sinn und Zweck vermittelt werden, eine Aufgabe, die von den Vereinen und Selbsthilfeorganisationen der Migranten mitgetragen und durch aktive Mithilfe unterstützt werden sollen. Nur so wird das Sprachförderkonzept Früchte tragen.
Dr. Cebel Küçükkaraca
Landesvorsitzender
10.09.2025
KIEL. Noch immer starten Jugendliche mit Migrationshintergrund deutlich seltener eine Ausbildung als Jugendliche deutscher Herkunft. Seit über 20 Jahren hilft die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) gemeinsam mit dem Land jungen Menschen bei Fragen rund um die Ausbildung. Die Projekte gehen jetzt in die Verlängerung. Jörn Krüger, Direktor des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB) überreichte heute ((14. Januar) die Förderbescheide für die Projekte Ausbildung und Integration für junge Migrantinnen und Migranten „AIM“ und „AIM-öffentlicher Dienst“ an den TGS-H-Vorsitzenden Dr. Cebel Küçükkaraca.
„Es ist sehr wichtig, dass das Land für die Förderung der beiden Projekte in den nächsten zwei Jahren fast 600.000 € in die Hand nimmt. Die Projekte leisten einen großen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration für Menschen mit Migrationshintergrund.“, so Jörn Krüger bei der Übergabe. Noch immer liegt die Quote der Ausbildungsanfänger bei Jugendlichen ausländischer Herkunft bei 38,7%, bei Jugendlichen deutscher Herkunft jedoch bei 56,5%. Die Ausbildungsabsolventenquote liegt bei jungen Menschen deutscher Herkunft bei 45%, bei jungen Menschen nichtdeutscher Herkunft bei 14%.
„Ich freue mich außerordentlich, dass wir seit 23 Jahren zusammen mit dem Land Schleswig-Holstein die richtigen Weichen für die Planung der beruflichen und schulischen Laufbahn von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte legen und unsere beiden sehr erfolgreichen und wichtigen Projekte weiterhin fortführen können. Das ist wohl in dieser Form einzigartig und könnte Vorbild für weitere Initiativen sein“, sagte der Landesvorsitzende Dr. Küçükkaraca. In den vier Beratungsstellen in Lübeck, Elmshorn, Kiel und Neumünster finden junge Menschen jederzeit Rat und Unterstützung in allen Fragen rund um die Ausbildung. Durch die zentrale Ansprechstelle „Berufsorientierung öffentlicher Dienst“ werden zudem die Karrierechancen und Perspektiven im öffentlichen Dienst stärker fokussiert, um junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für eine Beschäftigung im öffentlichen Dienstes zu motivieren.
Auch Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz freute sich über die Förderung: “Die Projekte sind ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels in unserem Land. In vielen Bereichen werden händeringend junge Menschen gesucht. Das unterstützen wir gerne für weitere zwei Jahre!“
Seit fast zwei Jahren prägen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und haben auch tiefe Spuren auf dem Ausbildungsmarkt hinterlassen. Das sorgt vor allem bei jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, aber auch bei Betrieben für viel Verunsicherung. „Unser gemeinsames Ziel ist es daher, das Vertrauen in die Ausbildung zu stärken und eine chancengleiche Teilhabe zu ermöglichen. Die Förderung dieser Projekte setzt somit genau das richtige Signal“, betonte Dr. Küçükkaraca.
10.09.2025
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) hat die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit großer Aufmerksamkeit und Bedenken registriert. Einerseits ist die steigende Wahlbeteiligung ein gutes Zeichen. Mehr Menschen interessieren ich für Politik und die Zukunft ihrer Heimat. Andererseits deckt sich allerdings die Entwicklung des öffentlichen Meinungsbildes in den letzten Monaten stark mit dem in den Wahlen zu beobachtenden Trend, dass die politische Mitte zunehmend unter Druck geraten dürfte, weiterhin eine liberale und weltoffene Integrations- und Gleichstellungspolitik zu vertreten.
Mit Blick auf anstehende Wahlen im Norden der Bundesrepublik betont der Landesvorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel Küçükkaraca, dass der Kampf für ein freies, fortschrittliches und vor allem auch solidarisches Deutschland zukünftig umso entschlossener geführt werden müsse. In diesem Zusammenhang darf insbesondere nicht der alte Fehler gemacht werden, die Ängste, Sorgen und Nöte von Anhänger_innen rechtspopulistischer Thesen zu marginalisieren. Ein offener Dialog, der alle Bürger_innen mitnimmt, ist so wichtig, wie er auch richtig ist. Es zeigt nämlich, dass Deutschland für alle Bürger_innen gleichermaßen eine Heimat ist und zukünftig bleiben soll.
10.09.2025
Seit ca. eineinhalb Jahren befindet sich die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) im Qualitätsentwicklungs- und Testierungsprozess. Die kundenorientierte Qualitätstestierung für Soziale Dienstleistungsanbieter (KQS) des Instituts ArtSet ist ein Verfahren, welches den Leistungsempfänger der sozialen Dienstleistung in den Mittelpunkt stellt. Sie definiert konkrete Anforderungen in Qualitätsbereiche für die Dienstleistungsanbieter und endet mit einer Qualitätsprüfung.
Anfang April 2013 hat die TGS-H die Anforderungen erfüllt und die Prüfung bestanden. Am 29.04.2013 empfing die TGS-H bei dem Abschlussworkshop das Testat vom Gutachter, Herrn Erich Fülling, in ihren Räumlichkeiten in der Diedrichstraße in Kiel. Zusätzlich zum Testat überreichte Herr Fülling dem Landesvorsitzenden der TGS-H, Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca, eine Keramikfliese und einen handsignierten Kunstdruck des Künstlers Guido Kratz. Die Fliese ist Teil eines Gesamtkunstwerks, das ein Netzwerkbild darstellt. Jede Fliese repräsentiert einen zertifizierten Sozialen Dienstleister des KQS-Verfahrens. Die TGS-H bildet als eine der wenigen Migrantenorganisationen einen Teil dieses Netzwerkbildes.
Anschließend bedankte sich Herr Dr. Küçükkaraca bei allen am Prozess Beteiligten, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Vorstand und insbesondere beim PARITÄTISCHEN Schleswig Holstein für die Unterstützung im Gesamtprozess.
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
Diedrichstraße 2, 24143 Kiel
Tel.: 0431/ 76 114/15 oder Tel.: 0431/ 364 1722/23
E-Mail: info@tgs-h.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
10.09.2025
Anlässlich des Todes des Zentralratspräsidenten der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, spricht die TGS-H den Angehörigen und Freunden ihr tiefes Beileid aus. Paul Spiegel leistete mit seinem Engagement als Mahner gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einen wichtigen Beitrag für die Demokratie in Deutschland. Wo viele stumm blieben, mahnte er unermüdlich gegen Gleichgültigkeit und suchte stets den Dialog, um aus der Vergangenheit die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Unbeirrt um Versöhnung bemüht, war er Vorbild sowohl für Juden und als auch für Nicht-Juden.
Dr. Cebel Küçükkaraca
Landesvorsitzender