23.09.2017
Auch die TGS-H war vor Ort, um gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Organisationen ein Zeichen f?r ein friedliches und wertsch?tzendes Miteinander der Menschen, die als Neum?nsteraner zusammenkommen, zu setzen.
Auf vielen Tischen fand sich ausreichend Platz f?r Essen und Gespr?che – dem bunten B?hnenprogramm, das durch verschiedene Organisationen gestaltet wurde, waren es aber auch die Mitmach-Aktionen, die viele Fu?g?nger_innen und zuf?llige Zuschauer_innen anlockten.
F?r die Unterhaltung von Gro? und Klein war bestens gesorgt, und durch die Informationsmaterialien, die auf den Tischen ebenfalls bereitlagen, konnte auch das eine oder andere Gespr?ch und manchenfalls auch neue Kontakte gekn?pft werden.
?ber allem strahlte die Sonne, sodass sie Organisator_innen und G?ste einig waren, dass der Auftakt f?r die Interkulturelle Woche mehr als gelungen war.
16.09.2017
Nachdem das erste Treffen der beiden Partner auf der j?hrlichen Kermes der Islamischen Gemeinde stattgefunden hatte, wurde f?r den Workshop ins Ger?tehaus der Glinder Feuerwehr eingeladen.
Unterst?tzung fand die neue Partnerschaft dabei nicht nur die die zahlreichen Teilnehmer_innen, sondern auch von Seiten der Stadt Glinde selbst, deren Stadtjugendpflegerin, Frau Thomsen, als Referentin gewonnen werden konnte, und deren Fl?chtlingskoordinatorin und Bundesfreiwilligendienstleistende ebenfalls am Workshop teilnahmen.
Im Laufe des Workshops besch?ftigen sich die Teilnehmer_innen in mehreren Gespr?chsrunden mit verschiedenen Fragen. So wurde beispielsweise gekl?rt, welche Kriterien erf?llt sein m?ssten, damit die Partnerschaft erfolgreich verlaufen k?nnte. Auch m?gliche Herausforderungen und Grundvoraussetzungen wurden besprochen.
Die wichtigste Gespr?chsrunde besch?ftigte sich allerdings mit Ideen. Die Teilnehmer_innen waren dabei gefragt, sich mit Phantasie und Optimismus die Meilensteine auszumalen, die auf dem Weg einer erfolgreichen Partnerschaft liegen w?rden – und dann zu ?berlegen, welche Saat daf?r in der Gegenwart ausgebracht werden k?nnte, und m?sste.
Insbesondere die jugendlichen Teilnehmer_innen konnten sich in dieser Runde stark einbringen, und so wurden viele Ideen zusammengetragen.
F?r das n?chste Treffen lud Herr Tokicin, der Vorstandsvorsitzende der Islamischen Gemeinde, dann alle Anwesenden ein, am 03.10. zum Tag der Offenen T?r in die Moschee nach Glinde zu kommen.
Das Projekt “Mehr WIR in der Wehr” hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein und die Motivation von Menschen mit Migrationshintergrund f?r das Ehrenamt in der Feuerwehr zu st?rken – und Angeh?rige von Feuerwehren in ihren interkulturellen Kompetenzen zu st?rken, um sich auf die Zusammenarbeit mit Angeh?rigen dieser neuen Zielgruppe optimal vorzubereiten.
Gef?rdert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms “Zusammenhalt durch Teilhabe”.
15.09.2017
Anl?sslich der bevorstehenden Bundestagswahl am 24. September 2017 hat die T?rkische Gemeinde in Schleswig Holstein e.V. am 14.09.2017 auch in der Au?enstelle L?beck zu einer Wahl-Diskussionsrunde mit den Direktandidat_innen bzw. Vetretreter_innen der etablierten Parteien geladen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist die F?rderung der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund an der Bundestagswahl 2017.
Der Landesvorsitzende der TGS-H, Herr Dr. Cebel K???kkaraca, rief bei seiner Begr??ungsrede daher alle wahlberechtigten Mitb?rger_innen auf, sich bei der anstehenden Bundestagswahl zu beteiligen und unbedingt wieder w?hlen zu gehen. Er betonte: ?Mit solchen Veranstaltungen m?chten wir daf?r Sorge tragen, dass sich die potentiellen W?hlerinnen und W?hler ein eigenes Bild ?ber die politischen Entwicklungen und die politische Zukunft machen und dabei selbst entscheiden, wen sie w?hlen m?chten?, und f?gte hinzu: ? Der Konsens einer vielf?ltigen und offenen Gesellschaft wird in Frage gestellt. Wir d?rfen nicht zur?ckfallen, wir d?rfen uns nicht treiben lassen von Populisten und v?lkisch-nationalistischem Denken?.
In der Diskussionsrunde wurden neben allgemeinen politischen Fragen insbesondere Integrations- und Migrationsthemen angesprochen. Diskutiert haben Frau Prof. Dr. Claudia Schmidtke (CDU), Herr Aydin Candan(SPD), Herr Thorsten F?rter (B?ndnis 90/ Die Gr?nen) und Herr Sascha Luetkens (Die Linke). Es gab spannende und kontroverse Meinungen zu den verschiedenen Themengebieten. Die Politiker_innen haben den zahlreich teilnehmenden G?sten ihre Positionen und politischen Standpunkte zu den verschiedenen politischen Themen verdeutlicht. Dar?ber hinaus wurden Fragen aus dem Publikum gestellt.
Abschlie?end gab es bei reichhaltigem Buffet weiterf?hrende, interessante und informative Einzel- und Gruppengespr?che.
14.09.2017
Auch bei Orkanb?en und Unwetterwarnung hatten die Interessierten den Wetter getrotzt und fanden sich in der T?rkischen Gemeinde ein, um gemeinsam auseinanderzuklam?sern, was in den Werbespots – manchmal mehr zwischen den Zeilen als direkt – genau gesagt wird.
Mit einer detaillierten Analyse der Bildsprache, der Musikauswahl, der Images, die aufgebaut werden, und der Positionierungen, die getroffen werden – und vieler Punkte mehr – f?hrte der Moderator und Slam-Poet Bj?rn H?gsdal durch den Abend.
Die Teilnehmer_innen diskutierten unter anderem die Grundstimmung, die mit den Spots vermittelt wird, und tauschten sich dar?ber aus, welche Filme in welcher Hinsicht am ansprechendsten sind (bspw. mit Bezug auf Inhalt, Musik, oder ?sthetik). Au?erdem wurde immer wieder gemeinsam ?berlegt, welche Themen in den Spots repr?sentiert sind. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt, indem er sagte: “Man braucht gar nicht weit gehen, man muss nur einmal vor die Haust?r, und sich umgucken, um alles zu sehen, woran wir in Deutschland noch arbeiten m?ssen!”
Immer wieder gab es bei den Teilnehmer_innen solche und “Aha!-Momente” und gemeinsames Lachen oder Naser?mpfen ?ber allzu offensichtliche Manipulationsversuche – und nat?rlich genossen alle das reichlich vorhandene Popcorn, das bei einem richtigen Kinoabend ja nicht fehlen darf..
Der wichtigste Punkt allerdings, in dem sich alle einig waren, ist zum Einen, dass es nicht ausreicht, sich nur mit Werbespots zu informieren. Slam-Poet H?gsdal sagte dazu: “Wahlwerbespots sind wie Schaufenster, in denen Produkte zu sehen sind. Wer wirklich etwas ?ber das wissen will, was verkauft wird, muss den Katalog durchlesen.”
13.09.2017
Am 13. September war es nun soweit, der Wahl-O-Mat kam auch nach Kiel. Urspr?nglich war geplant, dass die Stellw?nde des Wahl-O-Mat auf dem Vinetaplatz im Stadtteil Gaarden aufgebaut werden sollten, aber Sturm- und Orkantief Sebastian machte den Organisator_innen einen Strich durch die Rechnung. Zum Gl?ck war von Anfang an vorgesehen, im Fall, dass die Wetterverh?ltnisse den Aufbau im Freien unm?glich machen, auf die R?umlichkeiten der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. auszuweichen, damit der Wahl-O-Mat auf jeden Fall in Gaarden stattfinden kann.
Und so stand der Wahl-O-Mat von 10 bis 16 Uhr bereit f?r alle – und viele Interessierte folgten der Einladung der Bundeszentrale und der T?rksichen Gemeinde, die besonders auch an die Schule in Kiel ausgesprochen worden war.
In gro?en und kleinen Gruppen – und unterst?tzt durch die Teamer_innen der Bundeszentrale, bearbeiteten sie die verschiedenen Thesen auf den Stellw?nden und lie?en sich durch den Scanner das Vergleichsergebnis der eigenen Positionen mit denen ausgew?hlter Parteien ausrechnen.
Nat?rlich waren auch die Mitarbeiter_innen der T?rkischen Gemeinde daran interessiert, dass Tool zu nutzen, und verbrachten zum Teil auch ihre Pausen damit, miteinander ?ber die Thesen zu diskutieren. F?r Gespr?chsstoff war reichlich gesorgt, und auch das eine oder andere Ergebnis wurde noch gemeinsam aufgearbeitet und analysiert.
Neben der Begeisterung f?r den Wahl-O-Mat waren sich die Nutzer_innen vor allem in dem Punkt einig, dass es auch bei verschiedenen politischen Ansichten auf jeden Fall f?r alle unabdinglich ist, am 24.09. w?hlen zu gehen!!
05.09.2017
Am vergangenen Sonntag, den 03. September 2017, begr??te der Landesvorsitzende der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Dr. Cebel K???kkaraca, die Besucher_innen zum einen aufgrund des Opferfestes und zum anderen aufgrund der Podiumsdiskussion mit den Bundestagswahlkandidat_innen.
In seiner Rede betonte Dr. K???kkaraca, dass unsere Gesellschaft mehr Gemeinsamkeiten habe, doch Populisten w?rden versuchen sie zu einem ?Wir? und ?die anderen? zu trennen. Er brachte aber auch seine Sorgen zum Ausdruck, die u. a. die immer gr??er werdende Chancenungleichheit, die Kriminalisierung von Gefl?chteten durch einige Medien und Parteien und die Schaffung einer neuen Art der T?rkeifeindlichkeit betreffen.
Zur Diskussionsrunde kamen die Kandidat_innen Thomas Stritzl (CDU), Luise Amtsberg (B?ndnis ?90/Gr?ne), Mathias Stein (SPD), Lorenz G?sta Beutin (Die Linke) und Sebastian Blumenthal (FDP). Sie stellten zun?chst sich und anschlie?end ihre Ziele vor, sofern sie in den Bundestag gew?hlt w?rden.
Aus dem Publikum wurden Fragen und Kritiken zu den verschiedensten Themenbereichen ge?u?ert. Es wurde mehr Mitbestimmungs- und Mitgestaltungrecht zumindest auf kommunaler Ebene f?r dauerhaft wohnhafte Menschen ohne den deutschen Pass gefordert.
Der Prozess der ?Integration? schien insbesondere f?r T?rkeist?mmige l?ngst vollzogen. Durch die aktuellen Vorkommnisse zwischen der T?rkei und Deutschland verst?rkt sich allerdings der Alltagsrassismus gegen?ber den seit Generationen hier lebenden Deutsch-T?rken, die des Ausdruckes ?Integration? bzw. ?integriert? sehr m?de sind. Dies hob auch die Frage hervor, warum die doppelte Staatsb?rgerschaft ein Problem f?r die Politik darstelle und welche Menschen dieses Privileg in Anspruch nehmen d?rften.
Kritisiert wurde auch, dass insbesondere Frauen mit Migrationsgeschichte von der hiesigen Gesellschaft ein bildungsfernes Leben zugesprochen w?rde und dass es verwunderlich sei, bspw. eine deutsch-t?rkische Medizinerin zu sein.
Zudem stellen die Wohnraumknappheit sowie die Mietpreise ein gro?es Problem f?r die in Kiel ans?ssigen Menschen dar. Bedenklich ist dadurch auch die Unterbringung von gefl?chteten Menschen und demzufolge die Erh?hung ihrer Lebensqualit?t und Bereicherungsm?glichkeiten in unserer Gesellschaft.
Zu all diesen Themen und Herausforderungen ?u?erten sich die Kandidat_innen h?ufig ?hnlich in ihren Meinungen sowie L?sungsvorschl?gen.
Zum Schluss konnten sich beim Fr?hst?cksbuffet alle Beteiligten weiter austauschen und diskutieren. Es war ein geselliger Sonntag.