21.02.2023
Das verheerende Erdbeben in der T?rkei und in Syrien hat uns alle zutiefst ersch?ttert. An Tag 17 nach dieser Katastrophe sind bereits ?ber 47.000 Tote zu verzeichnen und die ?berlebenden stehen vor den Scherben ihrer Existenz. Gemeinsam mit dem Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V. haben wir deshalb am 20. Februar am Brandenburger Tor ein Zeichen der Anteilnahme und der Solidarit?t gesetzt.
Wir wissen es sehr zu sch?tzen, dass uns Bundespr?sident Frank-Walter Steinmeier mit einer Gedenkrede beehrt hat. Neben dem Bundespr?sidenten haben Asl?han Ye?ilkaya-Yurtbay, Bundesvorsitzende der T?rkischen Gemeinde in Deutschland e.V., Nahla Osman, Vorstandsvorsitzende des Verbands Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V., Ibrahim Emre, Vorstandsmitglied der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V., S?reyya Inal, Aufsichtsratmitglied der T?rkisch-Deutschen Unternehmervereinigung, Paul-Philipp Braun, Mitglied von I.S.A.R Germany und J?rg Eger, Leader der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland des THW. Wir danken allen Beteiligten, Teilnehmenden und Redner*innen f?r ihre emotionalen Worte und Einblicke.
10.02.2023
Das schreckliche Erdbeben hat unvorstellbares Leid in die Regionen in der S?dt?rkei und nach Nordsyrien gebracht. ?Als T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein erhalten wir t?glich Infor-mationen ?ber die schlimme Lage in den betroffenen Regionen. Gleichzeitig sehen wir die immens gro?e Hilfsbereitschaft, mit der Menschen international und auch hier bei uns in Schleswig-Holstein Unterst?tzung leisten?, sagte Dr. Cebel K???kkaraca, Landesvorsitzender der TGS-H. Die vielen geleisteten Sach- und Geldspenden seien nicht nur eine unsch?tzbare Soforthilfe, sondern zeigen auch den Betroffenen, dass sie nicht allein gelassen werden.
Dennoch m?sse im Blick behalten werden, dass die gesamte Region ?ber einen l?ngeren Zeitraum auf gut koordinierte Hilfsleistungen angewiesen sein werde. ?Als schleswig-holsteinischer Landes-verband m?chten wir unsere Kenntnisse der betroffenen Region und unser Netzwerk einbringen, um gesammelte Spenden an etablierte internationale Organisationen weiterzuleiten, die in der Erdbebenregion effiziente und passgenaue Hilfe leisten, aber auch einen Sitz in Deutschland haben?, so K???kkaraca. Daf?r habe die T?rkische Gemeinde Schleswig-Holstein ein Spendenkonto er?ffnet.
Geldspenden k?nnen ab sofort auf folgendes Konto bei der Kieler Volksbank get?tigt werden:
IBAN DE25 2109 0007 0090 7109 24
BIC GENODEF1KIL
?Wir bitten Sie um Ihre Spende mit dem Verwendungszweck ?Erdbebenhilfe T?rkei / Syrien?. Die eingehenden Mittel werden vollst?ndig nach den oben ausgef?hrten Gesichtspunkten weitergegeben. Eine genaue Auflistung ?ber die Weiterleitung der eingehenden Spenden wird auf der Homepage der TGS-H einsehbar sein?, sagte der Landesvorsitzende der T?rkischen Gemeinde.
Ministerpr?sident Daniel G?nther unterst?tzt den Spendenaufruf der TGS-H: ?Mit tiefer Betroffenheit erleben wir die ersch?tternden Auswirkungen des verheerenden Erdbebens in der T?rkei und in Syrien. Auch viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner haben Familienangeh?rige und Freunde in der Erdbebenregion verloren oder bangen noch immer um das Leben ihrer Liebsten. Jetzt gilt es, vor allem die humanit?ren Organisationen, die vor Ort im Einsatz sind, mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten. Es ist mir deshalb ein gro?es Anliegen, den Spendenaufruf der T?rkischen Gemeinde Schleswig-Holstein zu unterst?tzen. Ich bitte Sie von ganzem Herzen: Machen Sie mit, spenden Sie. Jeder Euro hilft, das Leid in den betroffenen Regionen zu lindern.?
Wenn Sie eine Best?tigung f?r Ihre Spende ben?tigen, so schicken Sie bitte eine Email mit dem Betreff SPENDENQUITTUNG und den folgenden Daten an info@tgsh.de.
Wir bereiten sie dann f?r Sie vor.
– Ihr Name
– Ihre Adresse
– Spendenbetrag
– Datum der Spende
– die IBAN, von der aus Sie gespendet haben
Bitte schreiben Sie abschlie?end, ob Sie die Best?tigung abholen m?chten oder sie Ihnen mit der Post zugeschickt werden soll.
Bitte beachten Sie, dass das Finanzamt f?r Spenden unter 200 Euro in der Regel keine Spendenquittungen einfordert.
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ist als gemeinn?tzige Organisation anerkannt und von der K?rperschaftssteuer befreit. Steuernummer 207/294/70718
06.02.2023
In der Nacht zum heutigen Montag ersch?tterten zwei starke Erdbeben die s?dliche T?rkei und Nordsyrien. Ihre Epizentrum lagen in den Provinzen Kahramanmara? und Gaziantep. Inzwischen hat es ein weiteres Erdbeben in der Provinz Kahramanmara? gegeben. Es wird bisher von insgesamt 1800 Todesopfern berichtet. Wir hoffen inst?ndig, dass es nicht noch mehr Opfer gegeben hat.
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein steht den Menschen in der Region von ganzem Herzen zur Seite und teilt ihr Leid.
Wir w?nschen wir allen Verletzten eine baldige Genesung und sprechen denen, die geliebte Menschen verloren haben, unser Beileid aus.
24.11.2022
Unter die l?ngst notwendige Einsicht Opfer und Betroffene der Terrorbrandanschl?ge in den Mittelpunkt zu r?cken, standen die meisten Apelle aller Redner*innen zum 30.Gedenktag am 23.11.2022 in M?lln. Was in der Nacht zum 23.11.1992 geschah waren rassistische Terrorbrandanschl?ge. Yeliz Arslan? Ay?e Y?lmaz? Bahide Arslan? verloren ihre Leben in der M?hlenstra?e in jener Nacht vor 30 Jahren. Zur?ck blieben ?berlebende, Angeh?rige und viele weitere Betroffene. Gleichzeitig zu Gesch?digten und ?berlebenden wurden auch die Familien Aslan? Ayg?n? Sonkaya? D???nceli? ?z? S?nmez? Ya?ar? und Yi?it bei dem Terrorbrandanschlag in der Ratzeburger Stra?e.
Das offizielle Programm der Stadt M?lln f?r den Gedenktag war umfangreich. Es gab ein Pressegespr?ch unter der Moderation des M?llner B?rgermeisters Ingo Sch?per. Teilnehmende vor internationaler Presse waren Betroffene und ?berlebende wie Faruk Arslan, Ibrahim Arslan und Nam?k Arslan nebst Sozialministerin Aminata Tour?, dem Botschafter der Republik T?rkiye in der Bundesrepublik Deutschland Ahmet Ba?ar ?en und des Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Dr. Cebel K???kkaraca. Zum ersten Mal nach 30 Jahren trat auch Ali Ayg?n als ?berlebender jener Nacht vor die ?ffentlichkeit und ber?hrte mit der Tragik des Erlebten und der Authentizit?t seiner pers?nlichen Geschichte alle Zuh?rer*innen. Die t?rkische Moscheegemeinde ?ffnete ihr Gebetshaus f?r ?ffentliche Besuche und f?r gemeinsame Gebete. Auch ein Gedenkgottesdienst mit einer Rede des Mitglieds des Deutschen Bundestages und Staatsministerin f?r Kultur und Medien Frau Claudia Roth in der M?llner St. Nikolai-Kirche wurde abgehalten, gefolgt von zwei Kranzniederlegungen, je eine an jeder Brandst?tte. Auf der abschlie?enden Gedenkversammlung waren ca. 140 Anteilhabende anwesend.
Zu den Redner*innen der Gedenkversammlung geh?rten Faruk Arslan, Ibrahim Arslan, Ali Ayg?n, die Vizepr?sidentin des Deutschen Bundestages Aydan ?zo?uz, der Botschafter Ahmet Ba?ar ?en, die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Aminata Tour? sowie Dr. Cebel K???kkaraca.
Der Rassismus damals war kein neues Ph?nomen und durchzieht heute noch alle gesellschaftlichen Ebenen. Daf?r m?ssen alle gemeinsam erinnern und gedenken ohne zu vergessen, welche strukturellen Probleme immer noch zu rassistischen Ereignissen f?hren. Rassistische Gewalt darf nicht haupts?chlich in der Vergangenheit verortet werden. Ebenfalls darf nicht aus dem Blick geraten, dass Rassismus sich nicht nur in Gewalttaten ausdr?ckt. Auch Ausgrenzung und Abwertung auf allen Ebenen der Gesellschaft muss klar benannt und kritisch hinterfragt werden.
?Lasst uns also den heutigen Tag nutzen, um mit unseren Gedanken, bei den Betroffenen der Brandanschl?ge zu sein. Lasst uns den Tag aber auch nutzen, um unser Bewusstsein weiter zu sch?rfen, um Rassismus t?glich zu erkennen und zu benennen. Lasst uns den Betroffenen zuh?ren und lasst uns unsere Stimmen erheben, um unsere vielf?ltige Gesellschaft zu einem Ort werden zu lassen, an dem sich jede und jeder sicher f?hlen kann.?, so Dr. Cebel K???kkaraca im Schlussappell seiner Rede.
19.11.2022
Yeliz Arslan? Ay?e Y?lmaz? Bahide Arslan? gilt das Gedenken der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., die in der unheilvollen Nacht zum 23.11.1992 vor nun 30 Jahren durch die rassistischen Terrorbrandanschl?ge in M?lln ihren Leben und Angeh?rigen entrissen wurden. Auch die Familien Aslan? Ayg?n? Sonkaya? D???nceli? ?z? S?nmez? Ya?ar? und Yi?it? aus der Ratzeburger Stra?e in M?lln sind, nicht nur am Leib, Gesch?digte und ?berlebende der rassistischen Brandanschl?ge der selbigen Nacht und d?rfen nicht vergessen werden.
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. veranstaltete am 18.11.2022 eine Gedenkveranstaltung in M?lln zusammen mit ?berlebenden und Betroffenen in Anwesenheit vieler Personen aus Politik und Zivilgesellschaft. Insgesamt waren ca. 120 Anteilnehmende anwesend u.a. auch G?kay Sofuo?lu – Bundesvorsitzender der T?rkischen Gemeinde in Deutschland. Nach der Begr??ungsrede des Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Herrn Dr. Cebel K???kkaraca, folgten als Redner*innen der B?rgermeister von M?lln Ingo Sch?per, Reem Alabali-Radovan – Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung f?r Migration, Fl?chtlinge und Integration und Beauftragte der Bundesregierung f?r Antirassismus, Serpil Midyatl? – Vorsitzende der SPD Schleswig-Holstein und stellvertretende Vorsitzende der SPD auf Bundesebene und Dr. Konstantin von Notz – Mitglied des Deutschen Bundestages von B?ndnis 90/Die Gr?nen. Die Veranstaltung fand mit einer Podiumsdiskussion unter Teilnahme von Faruk Arslan, der tragischer Weise Mutter, Tochter und Nichte beim rassistischen Anschlag in der M?hlenstra?e in M?lln in jener Nacht verlor, ihr Ende.
Die Bedeutung der rassistischen Brandanschl?ge in M?lln kann aus heutiger Sicht nur vor den politischen, gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen der 80er und 90er Jahre der Bundesrepublik Deutschland erschlossen werden, die bisweilen auch heute noch aktuell sind und hervorzuheben sind. ?Es gibt (?) nach wie vor rassistische Bilder und Erz?hlungen in den Medien und Politiker, die mit eben diesen Bildern und Erz?hlungen Wahlkampf machen. Rassismus und rassistische Diskriminierungen geh?ren immer noch zum Alltag vieler Menschen in unserer Gesellschaft? ruft Dr. Cebel K???kkaraca mit Hinweis auf die Gegenwart zur Vorsicht auf. Nichtsdestotrotz ist auch einiges erreicht worden, K???kkaraca erg?nzt: ?Wir haben heute, anders als vor 30 Jahren, echte Debatten ?ber Rassismus (?) und mittlerweile gibt es eine Bundesbeauftragte gegen Rassismus, die wir auch heute hier begr??en d?rfen?.
02.11.2022
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein trauert um die Friedensbotschafterin Mevl?de Gen?.
Mevl?de Gen?, die am 29. Mai 1993 bei dem rechtsextremistischen Brandanschlag in Solingen zwei T?chter, eine Nichte und zwei Enkelkinder verlor, ist vergangenen Sonntag im Alter von 79 Jahren gestorben.
Mit Mevl?de Gen? verliert Deutschland nicht nur eine der wichtigsten Pers?nlichkeiten der letzten Jahre und Jahrzehnte, sondern auch einen von grenzenloser Menschenliebe und unendlichen Frieden erf?llten, eigentlich unsterblichen Menschen, der sich mit seinen an die Gesellschaft gerichteten Botschaften ewig f?r Vers?hnung und interkulturellen Dialog einsetzte.
Unvergessen sind ihre an den Bundespr?sidenten Frank-Walter Steinmeier gerichteten Worte ?Ich bin das Familienoberhaupt meiner gestorbenen Kinder, Sie sind das Oberhaupt des deutschen Staates. Wir beide m?ssen daf?r sorgen, dass unsere Kinder nach vorne schauen und nicht nach hinten.?
An die Botschaften von Mevl?de Gen? kn?pft auch der Landesvorsitzende der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein Dr. Cebel K???kkaraca an und erg?nzt:
?Es reicht nicht aus, nur Betroffenheit zu demonstrieren. Mevl?de Gen? ist nicht einfach von dieser Welt gegangen. Vielmehr hat sie uns das gro?e Verm?chtnis hinterlassen, unser Bewusstsein f?r ihre Leistungen und f?r ein gesellschaftliches Miteinander weiter zu sch?rfen und ewig wach zu halten. Obwohl sie allen Grund hatte, Wut und Hass zum Ausdruck zu bringen, ging sie den Weg der Toleranz, der Vers?hnung und des Friedens.?
Nach der Trauerfeier in Solingen, an der neben Vertretern aus Bundes- und Landtag sowie kommunaler Politik und Mitgliedern des t?rkischen Parlamentes und weiteren Repr?sentanten der T?rkei rund 1.000 Menschen teilnahmen, wurde Mevl?de Gen? von Familienangeh?rigen in ihre Heimatstadt Mercimek ?berf?hrt, um neben ihren beiden T?chtern ihre letzte Ruhest?tte zu finden.