Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt den Messerangriff auf den Volksschullehrer in Wedel

Die Nachricht über den Messerangriff auf einen Dozenten der Volkshochschule in Wedel am vergangenen Freitag hat uns tief erschüttert. Dieser gewalttätige Angriff erinnert uns schmerzhaft daran, wie wichtig es ist, gemeinsam gegen jede Form von Gewalt und Hass einzutreten.

Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Dr. Cebel Küçükkaraca, sagt:
„Ich bin bestürzt und tieftraurig darüber, dass solche Angriffe in unserer Gesell-schaft stattfinden. Wir müssen zusammenstehen und jeglicher Form von Ge-walt entschlossen entgegentreten. Nur gemeinsam können wir eine sichere und friedliche Umgebung schaffen, in der jeder Mensch ohne Angst leben kann.“

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihren Teil dazu beizutragen, dass unsere Gesellschaft sicherer und solidarischer wird. Wir müssen uns aktiv für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.

Wir wünschen dem Dozenten eine baldige und vollständige Genesung. In die-ser schwierigen Zeit sind unsere Gedanken auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VHS Wedel, die durch diesen Vorfall stark betroffen sind. Wir danken den Einsatzkräften für ihre schnelle und professionelle Reaktion und hoffen, dass die Ermittlungen bald Klarheit über die Hintergründe der Tat brin-gen

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt den tödlichen Messer-angriff auf den Polizisten und ruft zu Frieden und Zusammenhalt auf

Mit tiefer Bestürzung haben wir von dem tragischen Tod des 29-jährigen Polizisten er-fahren, der am vergangenen Freitag bei einer Messerattacke auf dem Marktplatz in Mannheim schwer verletzt wurde und am späten Nachmittag seinen Verletzungen erlag. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freund*innen und Kolleg*innen. Wir sprechen ihnen unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aus.

Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig Holstein, Dr. Cebel Küçükkaraca sagt:
„Ich bin bestürzt und tieftraurig darüber, dass der Polizist Rouven L., sein Leben dafür opfern musste, unsere Meinungsfreiheit und unsere Sicherheit in Deutschland zu schüt-zen. Ich wünsche mir, dass diese Tat lückenlos aufgeklärt wird und der Täter seine ge-rechte Strafe bekommt. Ich hoffe sehr, dass diese Tat nicht zur weiteren Spaltung un-serer Gesellschaft führen wird. Leider sehen wir bereits jetzt, wie diese schreckliche Tat von rechten Gruppierungen für ihre Zwecke missbraucht wird. Durch solche Vorfälle geraten alle friedlich in Deutschland lebenden Muslim*innen unter Generalverdacht und das macht mich traurig. Es ist inakzeptabel, das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen für politische Zwecke zu missbrauchen, egal von welcher Seite.“

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt diesen Angriff aufs Schärfste und stellt sich entschieden gegen jegliche Form von Hass und Gewalt, unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder ideologischen Hintergründen. Wir leben einen Islam in Deutschland, der nicht radikal ist und die Meinungsfreiheit aller respektiert. Wir beto-nen, dass solche Taten nicht im Namen einer Religion oder Kultur geschehen dürfen.

Gleichzeitig distanzieren wir uns klar von der schamlosen Ausnutzung dieser schreckli-chen Tat durch rechte Gruppierungen wie die Junge Alternative. Ihr Motto “Remigration hätte diese Tat verhindert” ist eine unanständige und zynische Instrumentalisierung der Tragödie, um rechte Hetze zu verbreiten.

Wir appellieren an alle Menschen in Deutschland, sich nicht von Hass leiten zu lassen. Lasst uns zusammenstehen und ein klares Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Ext-remismus setzen.

Gemeinsam gegen Rassismus und für SolidaritÃÆ’Į’¤t – Gedenken an die Opfer von Hanau

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. erinnerte, am vierten Jahrestag der tragischen Ereignisse vom 19. Februar 2020, an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau. GÃÆ’Į’¶khan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza KurtoviÄÃÆ’¢€¡, Vili Viorel PÄÃÆ’†’un, Fatih SaraçoÄÃÆ’…¸lu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov wurden vor vier Jahren Opfer eines feigen Aktes des Hasses und der Intoleranz. Ihr Schicksal mahnt uns dazu, uns aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen und für eine Gesellschaft einzutreten, die von Toleranz, Respekt und SolidaritÃÆ’Į’¤t geprÃÆ’Į’¤gt ist.

Dr. Cebel Küçükkaraca, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, unterstrich die Bedeutung von Initiativen, die dem Gedenken an die Opfer rechter Gewalt gewidmet sind. Er betonte, dass solche Initiativen dazu dienen, das Bewusstsein für die fortbestehende Problematik des Rassismus in unserer Gesellschaft zu schÃÆ’Į’¤rfen und sicherzustellen, dass die Erinnerung an die Opfer lebendig bleibt. Gleichzeitig mahnte er an, dass zusÃÆ’Į’¤tzliche Maßnahmen erforderlich sind, um Ungleichheiten, Feindseligkeiten und Hass in der deutschen Gesellschaft zu bekÃÆ’Į’¤mpfen. Insbesondere betonte er die Notwendigkeit, strukturell verankerten Rassismus auf politischer Ebene anzugehen und eine umfassende und humane AufklÃÆ’Į’¤rungsarbeit über rechte Gewalt zu leisten. Es genüge nicht, lediglich auf einzelne TÃÆ’Į’¤ter und TÃÆ’Į’¤terinnen zu verweisen und so die Verantwortung von sich zu schieben.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein rief alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an diesem Gedenktag teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen der SolidaritÃÆ’Į’¤t und des Engagements zu setzen. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Kampf gegen Rassismus und Hass eine gemeinsame Verantwortung ist, die wir nur gemeinsam bewÃÆ’Į’¤ltigen kÃÆ’Į’¶nnen.

MÃÆ’Į’¶ge das Gedenken an die Opfer von Hanau uns alle vereinen und uns stÃÆ’Į’¤rken auf unserem Weg zu einer besseren Zukunft.

Pressemitteilung zum Gedenken des ersten Jahrestags der Erdbeben in der Türkei und Syrien

Datum: 6. Februar 2024

Kiel/Hatay – Am 6. Februar 2023 ereigneten sich im Süden der Türkei und im Norden Syriens mehrere Erdbeben, die zu großem Leid und Zerstörung führten. Diese Katastrophe hat zahlreiche Menschenleben gefordert und Millionen Menschen obdachlos gemacht. Doch in dieser schwierigen Zeit ist auch der Geist der Solidarität und Hilfsbereitschaft deutlich zum Ausdruck gekommen. Es wurde mit großem Einsatz an Soforthilfe, Such- und Rettungsaktionen sowie der Deckung grundlegender Bedürfnisse gearbeitet. Trotz aller Bemühungen und der Unterstützung ist es notwendig, dass langfristig größere Projekte umgesetzt werden, um das Leiden der Erdbebenopfer zu mildern.

Im vergangenen Jahr wurden viele Hilfs- und Unterstützungsprojekte für die Erdbebenopfer durchgeführt. Neben der Deckung akuter Bedürfnisse wurden auch langfristige Projekte umgesetzt. Diese Projekte zielen darauf ab, die Auswirkungen des Erdbebens zu minimieren und den Wiederaufbau zu fördern. Diese Initiativen und Projekte sollen die Hoffnungen der Erdbebenopfer auf eine bessere Zukunft erwecken.

Zum Jahrestag der Erdbeben am 6. Februar möchten wir an die schmerzlichen Auswirkungen der Katastrophe erinnern und die Bedeutung der geleisteten Arbeit und der gezeigten Solidarität hervorheben. Wir glauben, dass die geleistete Hilfe und Solidarität die Bedeutung und Stärke des Zusammenhalts zeigt. In diesem Zusammenhang möchten wir nicht nur der türkischen und syrischen Bevölkerung, sondern allen danken, die in dieser schwierigen Zeit bei den Betroffenen stehen.

Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, betonte die Solidarität zum Jahrestag der Erdbeben folgendermaßen: “Wir haben wichtige Lektionen aus den Erdbeben gelernt. Die Bedeutung der Vorbereitung auf Katastrophen und die Überprüfung der Baustandards sind erneut deutlich geworden. Wir müssen in Zukunft mehr Anstrengungen unternehmen und noch bewusster sein, um mit ähnlichen Katastrophen umzugehen.” Dr. Küçükkaraca betonte auch die Bedeutung der Stärkung des Zusammenhalts nach einem Erdbeben und die Notwendigkeit von psychologischen Therapiezentren. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein plant, sich am 11. Februar 2024 zum Gedenken an das Erdbeben zusammenzufinden, um die Wunden der Erdbeben zu heilen und den Geist der Solidarität zu bestärken.

In diesem Sinne möchten wir zum 1. Jahrestag der Erdbeben den Verstorbenen nochmals gedenken und betonen, dass wir weiterhin an der Seite aller stehen, die vom Erdbeben betroffen sind.
Wir werden weiterhin gemeinsam für Solidarität und eine hoffnungsvolle Zukunft arbeiten.

Gedenkveranstaltung zur Einweihung des Semra-Ertan-Platz in Kiel/ Friedrichsort

Zum Gedenken an die türkischstämmige Dichterin Semra Ertan wurde am 8. Juli 2023 in Anwesenheit ihrer Schwester Zühal Bilir-Meier und Nichte Cana Bilir-Meier der neue Semra-Ertan-Platz in Friedrichsort eingeweiht. Für die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. (TGS-H), der diese Gedenkstelle schon seit Längerem ein Anliegen ist, waren der Landesvorsitzende Dr. Cebel Küçükkaraca und die stellvertretende Vorsitzende Dr. Reyhan Kuyumcu anwesend.

Semra Ertan (*26.05.1957 in Mersin, † 28.05.1982 in Hamburg), die zeitweise in Friedrichort lebte, hinterließ bei ihrem Suizid über 350 Gedichte und Satiren, die Ertans inneren Protest gegen eine Zeit wiederspiegeln, in der Rassismus zum Alltag gehörte und noch selbstverständlicher war als heute. Ertans Gedichte wurden als Buch mit dem Titel „Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı: Gedichte | Şiirler“ veröffentlicht.

Die TGS-H bedankt sich bei allen, die den Semra-Ertan-Platz ermöglicht haben, seine Einweihung begleitet und dann zu einer in Erinnerung bleibenden Veranstaltung gemacht haben. „Ich hoffe, dass diese Gedenkveranstaltung und dieser Platz dazu beitragen werden, Rassismus in der Gesellschaft wahrzunehmen und zu bekämpfen. Niemand sollte in die verzweifelte Lage kommen, sich selbst Gewalt anzutun“, so Dr. Küçükkaraca.

Die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein e.V. verurteilt die Brandstiftung in Möllner Moschee aufs Schärfste und mahnt zur Wachsamkeit

Am Montagabend sind unbekannte Täter*innen in die Moschee „Fatih Sultan Camii“ eingedrungen und haben Feuer gelegt. Der Brandherd liegt im Eingangsflur der Moschee. Es wurde eine Magnetwand sowie Papiere und Flyer in Brand gesetzt. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Der durch das Feuer angesprungene Rauchmelder verhinderte Schlimmeres. Bereits 2014 gab es ähnliche Angriffe auf diese Moschee.

Der neuerliche Angriff auf die „Fatih Sultan Camii“ Moschee ist sehr besorgniserregend. Ausgerechnet im 30. Jahr nach dem schrecklichen Brandanschlag am 23. November 1992 ruft dieser Vorfall schlimmste Erinnerungen hervor und schockiert die türkische und muslimische Community erneut. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. verurteilt die Brandstiftung aufs Schärfste.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und kann einen rechtsextremen Brandanschlag nicht ausschließen. Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Dr. Cebel Küçükkaraca, erklärt dazu: „Solange wir keine Gewissheit über die Brandursache haben, sind wir angehalten, keine Mutmaßungen zu beschwören, sondern Zusammenhalt zu stärken. Es ist unsere allgemeine Pflicht, uns gegen Hass und für ein wertschätzendes Miteinander einzusetzen. In einer Zeit, in der rassistisch motivierte und antimuslimische Vorfälle an der Tagesordnung stehen, müssen wir dennoch alle wachsam bleiben. Hass darf jedoch niemals unwidersprochen bleiben. Wir müssen gemeinsam die Vielfalt in unserem Land bewahren und fördern. Die Anschläge bleiben dabei eine ständige Mahnung an uns alle, uns noch stärker für ein vielfältiges Deutschland einzustehen. Daher müssen wir Rassismus und Hass konsequent den Nährboden entziehen. Wir sind in dieser Situation sehr dankbar und freuen uns, dass der Möllner Bürgermeister Ingo Schäper und der Bürgervorsteher Ulrich Woßlick sofort reagiert haben, den türkeistämmigen Bürger*innen der Stadt Mölln ihre volle Solidarität bekundet haben und zeitnah weitere Sicherheitsmaßnahmen versprochen wurden.“