Gedenken an die Opfer von Mölln

Am 23. November 1992 starben die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan durch einen Brandanschlag von zwei Neonazis. Neun weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Wenn der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig Holstein und stellvertretende Bundesvorsitzende, Dr. Cebel Kücükkaraca, heute an diesen Tag erinnert, möchte er zurück aber auch nach vorne schauen.

„Ganze 24 Jahre später muss man konstatieren, dass unser Land sich weiterentwickelt hat. Eine Willkommenskultur getragen von tausenden ehrenamtlichen Helfer*innen, wie wir sie im letzten Jahr erlebt haben, war in den Neunziger Jahren noch undenkbar. Eine breite bürgerliche Mehrheit trägt die Idee von Deutschland als einer pluralen Gesellschaft, wie sie sich in unserem Weltmeisterteam manifestiert, mit.“, stellt Dr. Kücükkaraca fest. Leider seien es die negativen Schlagzeilen, die die Medien beherrschen, geprägt von Hass, Rassismus und Sensationslust, als Wegbereiter für populistische Politik, bemerkt Dr. Kücükkaraca. Dabei beherrsche der Populismus unser Land gar nicht, leider scheine es aber als beherrsche er die Medien, so Kücükkaraca weiter. „Im Geiste des Gedenkens an die Opfer von Mölln fordern wir die Medien in unserem Land heute auf, verantwortungsvoll zu berichten und keine Krisen herbeizuschreiben, die Angst und Rassismus schüren. Das Einwanderungsland in dem auch die Opfer von Mölln gerne gelebt hätten, braucht mehr Begeisterung, nicht nur bei Weltmeisterschaften.“ So das abschließende Statement von Hr. Dr. Kücükkaraca der am 23.11.2016 bei einer Gedenkveranstaltung (http://www.focus.de/regional/schleswig-holstein/extremismusgedenkveranstaltung-zum-jahrestag-der-moellnerbrandanschlaege_id_6223314.html ) als Redner an die Opfer erinnern wird.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein sagt „Ja“ zu den Olypischen Spielen 2024 in Kiel

Die TGS-H ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, an dem Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung in der Landeshauptstadt Kiel am 29. November 2015 teilzunehmen.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. befürwortet die Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel an der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympische Spiele im Jahr 2024.

Es ist von großer Bedeutung, wenn Bürgerinnen und Bürger Kiels mit ihrer Stimme ein klares Signal in Richtung des Internationalen Olympischen Komitees senden und damit die entscheidenenden Weichen für eine sportliche Zukunft der Stadt und der Region stellen.

Die Landeshauptstadt Kiel beweist nicht nur bei der alljährlichen Kieler Woche als Gastgeber der größten Segelsportveranstaltung der Welt, dass sie ihren Namen in die Welt tragen kann. Bereits 1936 bei den Spielen war sie in Berlin und 1972 als Partner von München für die olympischen Regatten unverzichtbar.

Mit der Austragung der Segelwettbewerbe würde Kiel nicht nur ein klares Zeichen Richtung Völkerverständigung und Frieden setzen, sondern zudem die Möglichkeit bekommen, neue wirtschaftliche und städtebauliche Impulse zu setzen. „Auch um die Gastfreundschaft und die Weltoffenheit Kiels in die ganze Welt zu tragen, sollte Olympia als große Chance genutzt und die gesamte Welt nach Norddeutschland eingeladen werden.“ betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein ist für ein klares „Ja“ zu den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen im Jahre 2024.

Nur mit unserem Zusammenhalt und unserer Stimme können wir das Ereignis Olympia in Hamburg und Kiel erlebbar machen.

(Bildquelle: Landeshauptstadt Kiel / Bender)

23. Jahrestag des Brandanschlags von Mölln

Am 23. November 1992 starben die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan durch einen Brandanschlag von zwei Neonazis. Neun weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Dreiundzwanzig Jahre liegen zwischen dem Brandanschlag von Mölln und heute, doch erscheint uns das Erinnern an die Ereignisse von damals wichtiger als jemals zuvor. Mit Besorgnis sehen wir wie Fremden- und Islamfeindlichkeit in breiten Teilen der Bevölkerung zunehmen. Regelmäßig kommt es zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und zu Gewaltakten gegenüber Menschen, die in unserem Land Schutz und Frieden suchen. Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und dürfen menschenfeindlichen Meinungen nicht das öffentliche Feld überlassen. Mölln darf nicht noch einmal passieren.

„Mit Freude und Hoffnung blickt die Türkische Gemeinde daher auf die deutsche Willkommenskultur und die tausenden von ehrenamtlichen Helfer_innen, die sich für Flüchtlinge engagieren“, erklärt Vereinsvorsitzender Dr. Cebel Kücükkaraca. Sie sind unsere gesamtgesellschaftliche Antwort auf rechtes Gedankengut und Gewalt.

Lassen Sie uns daher den heutigen Tag nutzen, um gemeinsam den Opfern von damals und heute zu gedenken, unsere Stimme gegen jegliche Form von Terror, Rassismus und Gewalt zu erheben und denen zu danken, die täglich im Sinne der Menschlichkeit handeln und wirken.

Rekordsumme beim 10. Entenrennen!

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wurde am 10. Mai 2015 zum 10. Mal das Kieler Entenrennen veranstaltet.

Das zehnjährige Jubiläum hat einen Erlös von 76.160 € eingebracht, durch den das Projekt „Wissen baut Brücken“ – ein Gemeinschaftsprojekt der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) und des Deutschen Roten Kreuz (DRK)– unterstützt wird. Die offizielle Geldübergabe fand am 29.09.2015 in der DRK-Begegnungsstätte in Schilksee statt.

„Diese Rekordsumme konnte nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten erreicht werden. Unser besonderer Dank gilt den sechs Kieler Lions Clubs und den Leos. Sie haben mit ihrer Projektleiterin Marlis Halft großartige Arbeit geleistet.“, betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der TGS-H.

Das Projekt „Wissen baut Brücken“ richtet sich in erster Linie an Grundschulkinder mit Migrationshintergrund an Kieler Schulen. Ehrenamtliche Lots_innen werden ausgebildet, die die Kinder sowohl schulisch, als auch außerschulisch begleiten und unterstützen. Es werden Brücken zwischen Eltern, Schulen, den Lots_innen und den Kindern gebaut.

Dr. Küçükkaraca: „Wir freuen uns vor allem, dass wir das eingenommene Geld nutzen können, um Kinder zu unterstützen. Im Grundschulalter werden wichtige Weichen gestellt, die über das spätere Leben der Heranwachsenden entscheiden können. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir sie so früh wie möglich fördern und so ihre Startchancen erhöhen.“

Weitere Informationen über das Projekt erhalten sie auch auf www.tgs-h.de

Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein erhält das Bundesverdienstkreuz

Am 31.08.2015 wurde dem Landesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca, vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Torsten Albig, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Auf Vorschlag des Ministerpräsidenten für seine herausragenden, ehrenamtlichen Leistungen wurde Herr Dr. Küçükkaraca vom Bundespräsidenten Joachim Gauck die Auszeichnung verliehen.

Herr Dr. Küçükkaraca engagiert sich seit mehr als 15 Jahren für die Steigerung der Integrationschancen von Menschen mit Migrationshintergrund und für ein friedliches, gleichberechtigtes Zusammenleben.

Seit 2000 ist Herr Dr. Küçükkaraca im Vorstand der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein tätig, seit 2006 ist er 2. Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. In diesem Zeitraum hat er unzählige Projekte initiiert und begleitet, die die Teilhabe- und Bildungschancen von Menschen gesteigert haben.

Darüber hinaus engagiert sich Herr. Dr. Küçükkaraca in der Härtefallkommission des Innenministeriums, in mehreren Arbeitskreisen, wie z.B. dem Arbeitskreis „Migration und Arbeit“ und ist Mitglied in mehreren Begleitausschüssen.

Herr Dr. Küçükkaraca war bei der Übergabe gerührt.
„Ich bedanke mich herzlich für die Auszeichnung. Ich habe mich bei meiner ehrenamtlichen Arbeit immer nur für andere eingesetzt, nie für mich selbst. Es muss auch weiterhin unser gemeinsames Ziel sein, füreinander einzustehen. Dabei steht das Interesse der Gemeinschaft über dem des Einzelnen. Es gibt noch viel zu tun.“

Kooperation der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein und der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region

Am 26.04.2015 wurden in den Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region (JGKuR) verschiedene türkische und jüdische Gerichte gekocht. Dazu waren Frauen der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) zu Gast. Die Anwesenden brachten sich gegenseitig bei, wie typische Gerichte ihrer Kulturkreise zubereitet werden. Nebenbei tauschten sich die Teilnehmerinnen über die unterschiedlichen Speisevorschriften aus.

Bereits im Jahr 2014 fanden im Rahmen des Projektes „Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein (ATS-H)“, das vom Bundes- und Landesinnenministerium gefördert wird, gemeinsame Veranstaltungen statt. Seitdem hat sich ein enger Kontakt und regelmäßiger Austausch zwischen den beiden Vereinen etabliert.

„Für ein gelingendes Zusammenleben ist es wichtig, dass wir uns füreinander interessieren, Wissen übereinander haben und vor allem dass wir uns im direkten Kontakt besser kennenlernen. Das gilt sowohl für Einzelpersonen, Organisationen, als auch für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen“, betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der TGS-H.

Beide Vereine möchten ein Zeichen für Kooperation setzen. „In unseren Treffen haben wir entdeckt, dass wir viele Erfahrungen teilen, vor ähnlichen Problemen stehen und auch ähnliche Ziele und Wünsche verfolgen“, erklärt Viktoria Ladyshenski, die Geschäftsführerin der JGKuR. „Natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen unseren Vereinen. In unseren Treffen haben wir gelernt, diese Unterschiede besser zu verstehen. Es überwiegen aber ganz klar die Gemeinsamkeiten und die Potentiale, die es zu bündeln gilt.“

Beide Vereine freuen sich bereits auf kommende geplante Veranstaltungen. Weitere interessierte Vereine sind herzlich eingeladen, mitzuwirken.