10.11.2014
In der Jahreskonferenz „Echte Vielfalt“ 2014 des Lesben und Schwulenverbandes Schleswig-Holstein (LSVD) ist die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) dem „Bündnis gegen Homophobie“ beigetreten.
Die stellvertretenden Vorstandsfrauen, Dr. Reyhan Kuyumcu und Aysun Güneş, haben symbolisch und rechtskräftig das Papier unterschrieben.
Neben der TGS-H sind dem Bündnis bei der Jahreskonferenz noch der Landesjugendring Schleswig-Holstein und die Firma Seniorenpartner Elisabeth Schulz GmbH & Co.KG beigetreten.
„Seit Jahren schon setzt sich die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein für eine Anerkennungskultur in Deutschland ein. Es ist wichtig die Vielfalt in der Gesellschaft und die Vielfalt in jedem einzelnen Menschen zu erkennen und anzuerkennen“, sagte Dr. Reyhan Kuyumcu.
„Die Vielfalt in der Identität und sexuellen Orientierung gehört genauso zu unserer Gesellschaft, wie die Vielfalt in Sprachen, Kulturen und Ethnien“, fügte Frau Güneş hinzu.
„Es ist für uns eine Herzensangelegenheit Menschen in ihrer Identität zu stützen und zu stärken. Menschen dürfen nicht für ihre natürlichen Eigenschaften ausgegrenzt werden. Deswegen freuen wir uns dem ‚Bündnis gegen Homophobie‘ beigetreten zu sein“, ergänzte Herr Dr. Küçükkaraca, Landesvorsitzender der TGS-H.
14.10.2014
Am 09.10.2014 und am 10.10.2014 führte die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) in Kooperation mit der Landespolizei in Lübeck und Kiel zwei Informationsveranstaltungen zum Thema „Ausbildung bei der Polizei“ durch. Das Ziel dabei war es, darzustellen, wie Jugendliche eine Laufbahn bei der Polizei einschlagen können und speziell junge Menschen mit Migrationshintergrund zu motivieren, sich für eine Ausbildung bei der Landespolizei zu entscheiden.
Mit diesem Anliegen arbeiten die TGS-H und die Landespolizei Schleswig-Holstein bereits seit 9 Jahren zusammen. Auch in diesem Jahr fanden zwei Informationsveranstaltungen in den Räumlichkeiten der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Polizeiobermeister Harun Biner stellte die Bewerbungsvoraussetzungen und die Prüfung vor und ging auf die Möglichkeiten der Polizeilaufbahn ein. Auch der Leiter der Werbe- und Einstellungsstelle in der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin, Horst Winter, machte den jungen Menschen Mut, sich zu bewerben und sich vor allem auf die Prüfungen vorzubereiten.
Dr. Cebel Küçükkaraca, Landesvorsitzender der TGS-H, betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. „Zur gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft gehört auch, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen im öffentlichen Dienst vertreten sind. Leider sind wir davon noch weit entfernt. Deshalb arbeiten wir daran, die Hindernisse, die zu der Unterrepräsentanz führen, abzubauen. Die Polizei sucht die Besten. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass mindestens ein Fünftel davon Menschen mit Migrationshintergrund sind.“
16.09.2014
Am Sonntag, dem 07.09.2014, trafen sich Frauen der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region (JGKuR) und der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) in den Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde, um sich von den Möglichkeiten des Engagements in ihrem jeweiligen Verein zu berichten, Gemeinsamkeiten zu finden und darauf basierend Ideen für gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln.
Durchgeführt wurde die Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein (ATS-H)“, das u.a. die Stärkung und Aktivierung von Frauen und die Interkulturelle Öffnung sowohl von Einrichtungen der Mehrheitsgesellschaft, als auch Migrant_innenorganisationen zum Ziel hat. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern und dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein.
Darüber hinaus bildet die Veranstaltung auch den Auftakt einer engeren Kooperation zwischen der TGS-H und der JGKuR. Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in S-H beschreibt es wie folgt: „Es ist schön festzustellen, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen unseren Vereinen gibt, sowohl in den Zielen, als auch in dem Engagement, das Menschen in die Vereine einbringen. Wenn wir uns austauschen und zusammenarbeiten, können wir uns besser unterstützen und gemeinsam mehr erreichen.“
Die Kooperation setzt auch ein Zeichen für sozialen Frieden und gegen Hass und Menschenfeindlichkeit. „Gerade in der heutigen Zeit, in der wir immer noch häufig Antisemitismus und Rassismus begegnen, ist es uns wichtig, ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen, Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen. Nur wenn wir uns kennen lernen, können Vorurteile überwunden werden“, betonte Frau Ladyshenski, die Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region.
Besonders erfreulich ist, dass aus diesem ersten Treffen bereits Planungen für weitere gemeinsame Veranstaltungen entstanden, auf die sich alle Beteiligten freuen. „Sehr häufig beschäftigen wir uns mit der Interkulturellen Öffnung von Fach- und Regeldiensten der Mehrheitsgesellschaft. Schön, dass wir dieses Mal auch zur Interkulturellen Sensibilisierung von Migrant_innenorganisationen beitragen konnten“, so Küçükkaraca abschließend.
05.09.2014
Am 16.08.2014 wurde die Moschee in Mölln von bislang unbekannten Täter_innen verunstaltet. Dabei wurde ein Beutel mit stinkendem Inhalt, bestehend aus Fleisch und Flüssigkeiten an die Tür der Moschee geworfen. Eine Berichterstattung erfolgte verspätet, um eine Nachahmung zu verhindern. Nachdem die Möllner Stadtvertretung eine Resolution veröffentlichte, wurde am 30.08.2014 wieder von Unbekannten in den Flur der Moschee uriniert.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein verurteilt diese Taten aufs Schärfste.
Herr Dr. Küçükkaraca, Landesvorsitzender der TGS-H, fordert eine lückenlose Aufklärung und die Verurteilung der Täter_innen. „Diese Taten sind ungeheuerlich. Menschen, die friedlich ihren Glauben verrichten wollen, werden durch diese Respektlosigkeit verunsichert und eingeschüchtert. Die Täterinnen oder Täter müssen gefunden und bestraft werden“, sagte Dr. Küçükkaraca vergangenen Samstag.
Die TGS-H begrüßt die Aktionen der Stadtvertretung und fordert alle Einwohner_innen Schleswig-Holsteins, die sich solidarisch zeigen wollen, auf, an der Solidaritätsveranstaltung am
Sonnabend, den 06.09.2014, um 11.00 Uhr auf dem Möllner Marktplatz teilzunehmen.
Treffpunkt ist um 10.30 Uhr auf dem Möllner Bauhof mit anschließendem Marsch durch die Hauptstraße zum Marktplatz.
05.09.2014
Seit diesem Schuljahr gibt es am Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel die Möglichkeit, Türkisch als Wahlpflichtfach zu wählen. Damit geht für viele, hier lebende türkeistämmige Menschen ein Traum in Erfüllung. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) hatte die muttersprachliche Förderung bereits zu Zeiten ihrer Gründung 1995 zum Thema gemacht und lange und intensiv Aufklärungsarbeit geleistet.
„Endlich werden die bereits seit Jahren bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Förderung der Muttersprache in der Schulpraxis wahrgenommen“, betont Dr. Cebel Küçükkaraca, der Landesvorsitzende der TGS-H. Die türkeistämmigen Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, ihre Familiensprache im Fach “Türkisch als Muttersprache” zu verbessern. Gut möglich, dass diese Schülerinnen und Schüler durch die Bewusstmachung vieler sprachlicher Phänomene im Türkischunterricht auch im Deutschunterricht bessere Leistungen erbringen können. Genauso wichtig ist die Aufwertung der türkischen Sprache als ein versetzungsrelevantes Schulfach, zumal sie seit Jahren in manchen Schulen, selbst in den Pausen auf dem Schulhof, als “unerwünscht” galt bzw. immer noch gilt.
Auch begrüßt die TGS-H die Entscheidung des Hans-Geiger-Gymnasiums, neben „Türkisch für Fortgeschrittene” einen Kurs für „Türkisch für Anfänger”, d.h. als Fremdsprache, anzubieten. Dass dafür ebenfalls Interesse bei Schülerinnen und Schülern vorhanden ist, die keine Türkischkenntnisse von zu Hause mitbringen, ist aus unserer Sicht besonders erfreulich. Die TGS-H betrachtet dies als einen Beitrag zu mehr Verständnis, nicht nur sprachlicher Art – denn, so Küçükkaraca: „Eine Sprache zu lernen bedeutet nie, einfach nur Grammatik und neue Wörter zu lernen, sondern auch sich mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen.“
21.05.2014
Am 25. Mai 2014 finden die achten direkten Wahlen zum Europäischen Parlament statt.
Die Türkische Gemeinde fordert alle Einwanderinnen und Einwanderer auf, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und mit ihrer Stimmabgabe für Europa zu votieren. Die Demokratie ist ein gutes System, um die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen zu ermöglichen.
Der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Dr. Cebel Küçükkaraca, forderte die Menschen auf, sich bewusst an den Wahlen zu beteiligen.
„Vor einer Meinungsfindung ist es hilfreich, sich genau zu informieren“, sagte Dr. Küçükkaraca. „Im Vorfeld der Wahlen häufen sich polarisierende Debatten. Das sehen wir rund um den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und das sehen wir auch in den Wahlkampfstrategien vieler Parteien. Einseitige Sichtweisen führen uns aber selten zu Lösungen, sondern häufig zu Spaltung und Ausgrenzung.
Gerade rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien stellen sich in mehreren Ländern Europas auf, indem sie in ihrem Wahlkampf bewusst auf andere populäre Themen eingehen, die auf den Zuspruch der Wählerinnen und Wähler treffen, die sonst diese Parteien nicht wählen würden – wie. z.B. die Verstaatlichung von Banken. Daher ist es wichtig, sich im Vorfelde genau zu informieren und unbedingt zur Wahl zu gehen.“
Dr. Küçükkaraca erklärte weiter: „Insbesondere zu den Europawahlen können bei einer geringen Wahlbeteiligung die menschen- und verfassungsfeindlichen Parteien, die meist eine feste Wählerschaft besitzen, Einzug ins Parlament erhalten. Dies gilt es im Namen der Demokratie und für den Frieden in Europa zu verhindern.“