Unter die l?ngst notwendige Einsicht Opfer und Betroffene der Terrorbrandanschl?ge in den Mittelpunkt zu r?cken, standen die meisten Apelle aller Redner*innen zum 30.Gedenktag am 23.11.2022 in M?lln. Was in der Nacht zum 23.11.1992 geschah waren rassistische Terrorbrandanschl?ge. Yeliz Arslan? Ay?e Y?lmaz? Bahide Arslan? verloren ihre Leben in der M?hlenstra?e in jener Nacht vor 30 Jahren. Zur?ck blieben ?berlebende, Angeh?rige und viele weitere Betroffene. Gleichzeitig zu Gesch?digten und ?berlebenden wurden auch die Familien Aslan? Ayg?n? Sonkaya? D???nceli? ?z? S?nmez? Ya?ar? und Yi?it bei dem Terrorbrandanschlag in der Ratzeburger Stra?e.
Das offizielle Programm der Stadt M?lln f?r den Gedenktag war umfangreich. Es gab ein Pressegespr?ch unter der Moderation des M?llner B?rgermeisters Ingo Sch?per. Teilnehmende vor internationaler Presse waren Betroffene und ?berlebende wie Faruk Arslan, Ibrahim Arslan und Nam?k Arslan nebst Sozialministerin Aminata Tour?, dem Botschafter der Republik T?rkiye in der Bundesrepublik Deutschland Ahmet Ba?ar ?en und des Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Dr. Cebel K???kkaraca. Zum ersten Mal nach 30 Jahren trat auch Ali Ayg?n als ?berlebender jener Nacht vor die ?ffentlichkeit und ber?hrte mit der Tragik des Erlebten und der Authentizit?t seiner pers?nlichen Geschichte alle Zuh?rer*innen. Die t?rkische Moscheegemeinde ?ffnete ihr Gebetshaus f?r ?ffentliche Besuche und f?r gemeinsame Gebete. Auch ein Gedenkgottesdienst mit einer Rede des Mitglieds des Deutschen Bundestages und Staatsministerin f?r Kultur und Medien Frau Claudia Roth in der M?llner St. Nikolai-Kirche wurde abgehalten, gefolgt von zwei Kranzniederlegungen, je eine an jeder Brandst?tte. Auf der abschlie?enden Gedenkversammlung waren ca. 140 Anteilhabende anwesend.
Zu den Redner*innen der Gedenkversammlung geh?rten Faruk Arslan, Ibrahim Arslan, Ali Ayg?n, die Vizepr?sidentin des Deutschen Bundestages Aydan ?zo?uz, der Botschafter Ahmet Ba?ar ?en, die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Aminata Tour? sowie Dr. Cebel K???kkaraca.
Der Rassismus damals war kein neues Ph?nomen und durchzieht heute noch alle gesellschaftlichen Ebenen. Daf?r m?ssen alle gemeinsam erinnern und gedenken ohne zu vergessen, welche strukturellen Probleme immer noch zu rassistischen Ereignissen f?hren. Rassistische Gewalt darf nicht haupts?chlich in der Vergangenheit verortet werden. Ebenfalls darf nicht aus dem Blick geraten, dass Rassismus sich nicht nur in Gewalttaten ausdr?ckt. Auch Ausgrenzung und Abwertung auf allen Ebenen der Gesellschaft muss klar benannt und kritisch hinterfragt werden.
?Lasst uns also den heutigen Tag nutzen, um mit unseren Gedanken, bei den Betroffenen der Brandanschl?ge zu sein. Lasst uns den Tag aber auch nutzen, um unser Bewusstsein weiter zu sch?rfen, um Rassismus t?glich zu erkennen und zu benennen. Lasst uns den Betroffenen zuh?ren und lasst uns unsere Stimmen erheben, um unsere vielf?ltige Gesellschaft zu einem Ort werden zu lassen, an dem sich jede und jeder sicher f?hlen kann.?, so Dr. Cebel K???kkaraca im Schlussappell seiner Rede.
