08.12.2022
die Frage des Umgangs bei Konflikten ist ein sehr wichtiges Thema beim Miteinander innerhalb einer Gesellschaft.
Konflikte, die ohne jeglichen Bezug zu Herkunft oder Religion können sehr schnell kulturalisiert werden.
Dies führt zu Missverständnissen, Auseinandersetzung, sogar zu Feindschaften. Diese können sowohl in der Schule, in den Vereinen oder im gesellschaftlichen Diskurs stattfinden.
Zur diesem Anlas werden im Rahmen einer Schulungereihe die Eigenperspektive analysiert und die Probleme selbstkritisch angegangen.
wir, als die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. laden Sie ganz herzlich ein, an dem Seminar „Konflikt Management“ teilzunehmen.
Datum: 08. – 09. Dezember 2022
Uhr: 17. 00 – 21.00 Uhr
Ort: Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein
Adresse: Kuhberg 5a -7
24534 Neumünster
Wir bitten um Anmeldung unter der Telefonnummer
04321 964 89 58
oder per E-Mail unter
veranstaltungen@tgsh.de
08.12.2022
Save the date: Veranstaltung “Recht, Mensch zu sein” Recht, Mensch zu sein –
Grundrechte und Menschenrechtsverletzungen im Leben queerer geflüchteter Menschen
mit einem Gastvortrag von Kadir Özdemir zum Thema
Queersensible und rassismuskritische Arbeit mit Geflüchteten
am 8.12.2022
ab 17:00 Uhr
im Kieler Rathaus
Das Referat für Migration der Landeshauptstadt Kiel, der Verein Haki e.V. und die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein laden ein zu der Veranstaltung
24.11.2022
Unter die l?ngst notwendige Einsicht Opfer und Betroffene der Terrorbrandanschl?ge in den Mittelpunkt zu r?cken, standen die meisten Apelle aller Redner*innen zum 30.Gedenktag am 23.11.2022 in M?lln. Was in der Nacht zum 23.11.1992 geschah waren rassistische Terrorbrandanschl?ge. Yeliz Arslan? Ay?e Y?lmaz? Bahide Arslan? verloren ihre Leben in der M?hlenstra?e in jener Nacht vor 30 Jahren. Zur?ck blieben ?berlebende, Angeh?rige und viele weitere Betroffene. Gleichzeitig zu Gesch?digten und ?berlebenden wurden auch die Familien Aslan? Ayg?n? Sonkaya? D???nceli? ?z? S?nmez? Ya?ar? und Yi?it bei dem Terrorbrandanschlag in der Ratzeburger Stra?e.
Das offizielle Programm der Stadt M?lln f?r den Gedenktag war umfangreich. Es gab ein Pressegespr?ch unter der Moderation des M?llner B?rgermeisters Ingo Sch?per. Teilnehmende vor internationaler Presse waren Betroffene und ?berlebende wie Faruk Arslan, Ibrahim Arslan und Nam?k Arslan nebst Sozialministerin Aminata Tour?, dem Botschafter der Republik T?rkiye in der Bundesrepublik Deutschland Ahmet Ba?ar ?en und des Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Dr. Cebel K???kkaraca. Zum ersten Mal nach 30 Jahren trat auch Ali Ayg?n als ?berlebender jener Nacht vor die ?ffentlichkeit und ber?hrte mit der Tragik des Erlebten und der Authentizit?t seiner pers?nlichen Geschichte alle Zuh?rer*innen. Die t?rkische Moscheegemeinde ?ffnete ihr Gebetshaus f?r ?ffentliche Besuche und f?r gemeinsame Gebete. Auch ein Gedenkgottesdienst mit einer Rede des Mitglieds des Deutschen Bundestages und Staatsministerin f?r Kultur und Medien Frau Claudia Roth in der M?llner St. Nikolai-Kirche wurde abgehalten, gefolgt von zwei Kranzniederlegungen, je eine an jeder Brandst?tte. Auf der abschlie?enden Gedenkversammlung waren ca. 140 Anteilhabende anwesend.
Zu den Redner*innen der Gedenkversammlung geh?rten Faruk Arslan, Ibrahim Arslan, Ali Ayg?n, die Vizepr?sidentin des Deutschen Bundestages Aydan ?zo?uz, der Botschafter Ahmet Ba?ar ?en, die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Aminata Tour? sowie Dr. Cebel K???kkaraca.
Der Rassismus damals war kein neues Ph?nomen und durchzieht heute noch alle gesellschaftlichen Ebenen. Daf?r m?ssen alle gemeinsam erinnern und gedenken ohne zu vergessen, welche strukturellen Probleme immer noch zu rassistischen Ereignissen f?hren. Rassistische Gewalt darf nicht haupts?chlich in der Vergangenheit verortet werden. Ebenfalls darf nicht aus dem Blick geraten, dass Rassismus sich nicht nur in Gewalttaten ausdr?ckt. Auch Ausgrenzung und Abwertung auf allen Ebenen der Gesellschaft muss klar benannt und kritisch hinterfragt werden.
?Lasst uns also den heutigen Tag nutzen, um mit unseren Gedanken, bei den Betroffenen der Brandanschl?ge zu sein. Lasst uns den Tag aber auch nutzen, um unser Bewusstsein weiter zu sch?rfen, um Rassismus t?glich zu erkennen und zu benennen. Lasst uns den Betroffenen zuh?ren und lasst uns unsere Stimmen erheben, um unsere vielf?ltige Gesellschaft zu einem Ort werden zu lassen, an dem sich jede und jeder sicher f?hlen kann.?, so Dr. Cebel K???kkaraca im Schlussappell seiner Rede.
23.11.2022
PROGRAMM FÜR DIE GEDENKVERANSTALTUNG
ANLÄSSLICH
DES 30. JAHRESTAGES DER BRANDANSCHLÄGE VON MÖLLN
AM 23. NOVEMBER 2022
(STAND: 12.09.2022)
12:00 Uhr
Öffnung der Möllner Fatih-Sultan Moschee
Hauptstraße 101
14:00 Uhr
Pressegespräch
Ratsdiele im Historischen Rathaus
Am Markt
16:00 Uhr
Möglichkeit des Gebetes in der Fatih-Sultan Moschee
Hauptstraße 101
17:00 Uhr
Gedenkgottesdienst St. Nicolai-Kirche
Am Markt
anschl. gemeinsamer Gang zum Brandhaus, Mühlenstraße 9
18:15 Uhr
Kranzniederlegung Brandhaus, Mühlenstraße 9
anschl. gemeinsamer Gang zur Ratzeburger Straße
ca. 19:00 Uhr
Gedenken am Stein Ratzeburger Straße/ Ecke Wassertor
anschl. individuelle Transfers zum Hotel Quellenhof
19:30 Uhr
Abschlussveranstaltung Hotel Quellenhof
Hindenburgstraße 16
– offenes Ende im Foyer, kleiner Imbiss –
19.11.2022
Yeliz Arslan? Ay?e Y?lmaz? Bahide Arslan? gilt das Gedenken der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., die in der unheilvollen Nacht zum 23.11.1992 vor nun 30 Jahren durch die rassistischen Terrorbrandanschl?ge in M?lln ihren Leben und Angeh?rigen entrissen wurden. Auch die Familien Aslan? Ayg?n? Sonkaya? D???nceli? ?z? S?nmez? Ya?ar? und Yi?it? aus der Ratzeburger Stra?e in M?lln sind, nicht nur am Leib, Gesch?digte und ?berlebende der rassistischen Brandanschl?ge der selbigen Nacht und d?rfen nicht vergessen werden.
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. veranstaltete am 18.11.2022 eine Gedenkveranstaltung in M?lln zusammen mit ?berlebenden und Betroffenen in Anwesenheit vieler Personen aus Politik und Zivilgesellschaft. Insgesamt waren ca. 120 Anteilnehmende anwesend u.a. auch G?kay Sofuo?lu – Bundesvorsitzender der T?rkischen Gemeinde in Deutschland. Nach der Begr??ungsrede des Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., Herrn Dr. Cebel K???kkaraca, folgten als Redner*innen der B?rgermeister von M?lln Ingo Sch?per, Reem Alabali-Radovan – Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung f?r Migration, Fl?chtlinge und Integration und Beauftragte der Bundesregierung f?r Antirassismus, Serpil Midyatl? – Vorsitzende der SPD Schleswig-Holstein und stellvertretende Vorsitzende der SPD auf Bundesebene und Dr. Konstantin von Notz – Mitglied des Deutschen Bundestages von B?ndnis 90/Die Gr?nen. Die Veranstaltung fand mit einer Podiumsdiskussion unter Teilnahme von Faruk Arslan, der tragischer Weise Mutter, Tochter und Nichte beim rassistischen Anschlag in der M?hlenstra?e in M?lln in jener Nacht verlor, ihr Ende.
Die Bedeutung der rassistischen Brandanschl?ge in M?lln kann aus heutiger Sicht nur vor den politischen, gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen der 80er und 90er Jahre der Bundesrepublik Deutschland erschlossen werden, die bisweilen auch heute noch aktuell sind und hervorzuheben sind. ?Es gibt (?) nach wie vor rassistische Bilder und Erz?hlungen in den Medien und Politiker, die mit eben diesen Bildern und Erz?hlungen Wahlkampf machen. Rassismus und rassistische Diskriminierungen geh?ren immer noch zum Alltag vieler Menschen in unserer Gesellschaft? ruft Dr. Cebel K???kkaraca mit Hinweis auf die Gegenwart zur Vorsicht auf. Nichtsdestotrotz ist auch einiges erreicht worden, K???kkaraca erg?nzt: ?Wir haben heute, anders als vor 30 Jahren, echte Debatten ?ber Rassismus (?) und mittlerweile gibt es eine Bundesbeauftragte gegen Rassismus, die wir auch heute hier begr??en d?rfen?.