07.03.2025
Heute feiern wir die Stärke, den Mut und die Errungenschaften von Frauen auf der ganzen Welt. Gleichzeitig erinnert uns dieser Tag daran, dass der Kampf für Gleichberechtigung noch nicht vorbei ist. Frauenrechte sind Menschenrech-te – und ihre uneingeschränkte Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft ist der Schlüssel zu einer gerechteren und besseren Zukunft.
Eine Welt, in der Frauen die gleichen Chancen in Bildung, Beruf und Politik ha-ben, ist nicht nur ein Gewinn für die Frauen selbst, sondern für uns alle. Ge-sellschaftlicher Fortschritt misst sich daran, wie sehr wir Frauen wertschätzen, fördern und unterstützen.
Lassen Sie uns gemeinsam für eine Zukunft eintreten, in der Gleichberechti-gung keine Vision mehr ist, sondern gelebte Realität. In diesem Sinne wün-schen wir allen Frauen Kraft, Freiheit und Gerechtigkeit – heute und an jedem anderen Tag des Jahres.
Wir möchten in diesem Zusammenhang noch auf die Aufführung der TGSH-Theatergruppe zum Weltfrauentag hinweisen, die am 09.03.2025 um 15 Uhr in der Kieler Straße 38, 24143 Kiel-Gaarden stattfinden wird. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind immer will-kommen.
28.02.2025
Die neunte ?Nachhaltig informiert ? Interkulturelles Netzwerk? (NIIN)-Schulung der schleswig-holsteinischen Gruppe fand am 27. Februar 2025 in den R?umlichkeiten der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) e.V. statt. An die Schulung, die von einer Referentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. durchgef?hrt wurde, schloss sich ein Netzwerktreffen an. In der Schulung wurden folgende Fragen behandelt:
– Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?
– Wie funktioniert die ePA?
– Was sind deren Vorteile, kritischen Aspekte und Herausforderungen?
– Wie funktioniert ein Widerspruch und welche Gr?nde gibt es daf?r?
Die Schulung begann mit einer Einf?hrung dar?ber, was die ePA ist und wie sie funktioniert. Ab dem 15. Januar 2025 erhalten gesetzlich Krankenversicherte in bestimmten Regionen Deutschlands automatisch die neue ePA bzw. die ePA 3.0, sofern sie sich nicht dagegen entscheiden. Die ePA speichert Arztberichte, Diagnosen, Medikamente, Impfungen, Laborwerte und weitere medizinische Daten. Versicherte k?nnen ihre ePA jederzeit ?ber eine App oder das Webportal ihrer Krankenkasse abrufen. ?rzt*innen, Apotheker*innen sowie die Krankenkassen selbst haben nur dann Zugriff, wenn der*die Versicherte zustimmt ? und das auch nur f?r eine begrenzte Zeit.
Die Referentin stellte dann einige der Vorteile, aber auch Herausforderungen rund um die neue ePA vor. Sie erm?glicht eine bessere Koordination von Behandlungen, kann helfen, unn?tige Doppeluntersuchungen, z. B. Blutuntersuchungen, zu vermeiden. Au?erdem erleichtert sie ?bergaben zwischen ?rzt*innen.
Seit Beginn der Testphase im Januar traten jedoch mehrere technische Probleme auf, sodass das Datum der deutschlandweiten Einf?hrung auf April verschoben wurde ? eine weitere Verz?gerung ist wahrscheinlich. Bedenken gibt es auch hinsichtlich der Datensicherheit, die durch den Chaos Computer Club aufgeworfen wurden. Sie zeigten, dass ein Zugriff auf die ePA ohne pers?nliche Identifikationsnummer (PIN) machbar ist. Auch die Tatsache, dass ein staatlicher Zugriff auf die ePA m?glich ist, wird kritisiert. Zudem wurden die von den Krankenkassen bereitgestellten Informationen ?ber die ePA als unzureichend und unklar bezeichnet. Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der ePA ist schlie?lich die Stigmatisierung von Patient*innen durch zwei Faktoren. Erstens kann man zwar ausw?hlen, ob eine medizinische Fachkraft auf die gesamte ePA zugreifen kann oder nicht ? jedoch nicht, welche einzelnen Eintr?ge innerhalb der ePA einsehbar sind. Zweitens haben diejenigen, die die App nicht nutzen wollen oder k?nnen, weniger Kontrolle ?ber die Zug?nglichkeit ihrer Daten.
Auch wenn die ePA 3.0 automatisch f?r alle gesetzlich Versicherten gilt, ist es jederzeit m?glich, sie abzulehnen. Dieser Widerspruch muss der Krankenkasse mitgeteilt werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, dies in schriftlicher Form zu tun. Der Widerspruch kann jederzeit r?ckg?ngig gemacht werden. Trotz der interessanten Vorteile, die die neue ePA bietet, gibt es viele Gr?nde, sich dagegen zu entscheiden: Technische Probleme, Fragen der Datensicherheit, Risiken der Stigmatisierung und mangelnde Transparenz. Es handelt sich vorerst um eine Testphase. Verbesserungen sind in der Zukunft zu erwarten. In der Zwischenzeit wird empfohlen, sich f?r einen Widerspruch zu entscheiden.
Die Schulung zur elektronischen Patientenakte vermittelte wichtige Informationen, die f?r alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland relevant sind. Sie bietet vor allem Informationen und Empfehlungen, die sonst nur schwer zu finden sind. Workshop 9 war das zweite Treffen des schleswig-holsteinischen Netzwerks im Jahr 2025. Die Multiplikator*innen werden sich nach dem Ramadan zur n?chsten Schulung ?ber einen nachhaltigen Umgang mit Geld wiedersehen.
Weiteres Bildungsmaterial der VZSH f?r Lehrer*innen und Multiplikator*innen finden Sie hier.
15.02.2025
Erstwähler*innen aufgepasst!
Am 15. Februar laden wir euch zu einer spannenden Veranstaltung ein: “Erstwähler*innen & Politik – Deine Stimme zählt!”
“ Wann? 15.02. | Einlass ab 13:45 Uhr
“ Wo? Kieler Straße 38, 24143 Kiel-Gaarden
Was erwartet euch?
… Spannende Talks über Politik & Migration
… Einblick ins deutsche Wahlsystem ¸
… Warum DEINE Stimme wichtig ist!
… Beantwortung eurer Fragen bei Tee & Gebäck
Lass uns gemeinsam darüber sprechen, wie wir unsere Zukunft mitgestalten
06.02.2025
Die achte „Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk“ (NIIN) Schulung der Schleswig-Holsteinischen Gruppe fand am 5. Februar 2025 in den Räumlichkeiten der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. statt. An die Schulung, die von einer Referentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. durchgeführt wurde, schloss sich ein Netzwerktreffen an.
In der Schulung wurden folgende Fragen behandelt:
– Wie ist die Preissituation für Strom in Deutschland und Schleswig-Holstein?
– Wie funktionieren die Stromverträge?
– Wie funktioniert der Stromzähler?
– Welche Informationen finden sich auf einer Stromrechnung und wie ist sie zu verstehen?
– Was führt zu einer Stromsperre und wie geht man damit um?
– Wie kann man Stromkosten sparen?
Die Referentin informierte die Teilnehmenden zunächst über die Stromerzeugung und den Stromverbrauch in Deutschland. Der Strompreis für deutsche Haushalte ist von 2016 bis 2024 um 11,78 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Die Multiplikator*innen wurden auch über die Strompreise in Schleswig-Holstein informiert. Die Grundversorgung ist dort deutlich teurer als ein Sondervertrag. Die Referentin empfahl, Vergleichsportale zu nutzen, und gab zahlreiche Tipps für die bestmögliche Nutzung. Von flexiblen Tarifen sollte man Abstand nehmen – es sei denn, man kann hauptsächlich außerhalb der Spitzenzeiten Strom verbrauchen.
Danach wurden die Teilnehmenden über die Geräte informiert, die die verschiedenen Verbrauchsarten in ihrem Haushalt zählen: den Strom-, Gas- und Wasserzähler. Es ist wichtig, den Überblick über diese Geräte zu behalten und die Ablesekarte, die einmal jährlich verschickt wird, stets auszufüllen und zurückzusenden. Andernfalls wird der gesamte Stromverbrauch seit der letzten Ablesung zum aktuellen Preis berechnet!
Ein Beispiel für eine Stromrechnung wurde dann detailliert vorgestellt. Man sollte immer den verbrauchten Strom überprüfen. Ist er höher als erwartet? Wie vergleicht er sich mit dem Stromspiegel? Wenn man mehr Strom verbraucht hat als erwartet, muss man eine Nachzahlung leisten und die monatlichen Kosten erhöhen sich im folgenden Jahr. Dieser Abschlag erscheint auf der Rechnung und sollte nachvollziehbar sein sowie dem Mehrverbrauch entsprechen.
Der Stromversorger kann eine Mahnung über eine mögliche Stromsperre verschicken, sobald der Zahlungsrückstand 100 € erreicht. In diesem Fall erhalten die Verbraucher*innen eine vierwöchige schriftliche Warnung, Informationen zur Vermeidung einer Stromsperre, eine Abwendungsvereinbarung (d. h. eine Ratenzahlung zur Vermeidung der Sperre) sowie ggf. eine achttägige Ankündigung der Stromsperre, bevor der Strom tatsächlich gesperrt wird.
Der beste Weg, eine Stromsperre zu vermeiden, ist, den Stromverbrauch zu reduzieren. Die Referentin informierte die Multiplikator*innen über viele energiesparende Verhaltensweisen im Haushalt und über verschiedene Förderprogramme, die Haushalte bei der Reduzierung des Stromverbrauchs unterstützen. Durch den Stromspar-Check können Menschen mit geringem Einkommen eine kostenlose Beratung, einen Zuschuss für einen neuen Kühlschrank und energieeffiziente Produkte wie LED-Lampen erhalten.
Die Schulung „Stromsperre verhindern!“ vermittelte wichtige Informationen, die für alle Haushalte in Deutschland relevant sind. Sie bot ein klares und detailliertes Verständnis des Strommarktes und wie man sich als Verbraucher*in darin zurechtfindet. Es war das erste Treffen des Netzwerks im Jahr 2025. Die Multiplikator*innen werden sich Ende Februar zur nächsten Schulung über die neue e-Patientenakte wiedersehen.
Weiteres Bildungsmaterial der VZSH für Lehrer*innen und Multiplikator*innen finden Sie hier.
Abbildung: © 2025 Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen – CC BY-ND 4.0
22.01.2025
Mit gro?er Freude blicken wir auf eine ?u?erst erfolgreiche Veranstaltung zur?ck, die im Rahmen des Projekts ?Ausbildung und Integration f?r Migranten? (AIM) durchgef?hrt wurde, welches von der TGS-H organisiert wird. Das Thema des Abends war das deutsche Bildungssystem ? ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft. Gemeinsam haben wir die Struktur, Besonderheiten und Herausforderungen des deutschen Bildungssystems beleuchtet und intensiv diskutiert.
Die Veranstaltung stie? auf eine ?berw?ltigende Resonanz und wurde von einer Vielzahl von Institutionen unterst?tzt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Stadt Kiel sowie verschiedene Schulen und Organisationen mit gro?er Beteiligung vertreten waren. Aufgrund des enormen Interesses und der hohen Teilnehmerzahl war der f?r die Veranstaltung vorgesehene Raum schnell ?berf?llt und lief buchst?blich ?ber.
Es war beeindruckend zu sehen, wie engagiert und motiviert die Jugendlichen sowie die Familien waren, mehr ?ber das Bildungssystem zu erfahren und sich aktiv in die Gespr?che einzubringen.
Bildung ist der Schl?ssel zur Zukunft ? und das Zusammenspiel von Eltern, Schule und Gesellschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es war uns eine gro?e Freude, einen Raum f?r Austausch und neue Perspektiven zu schaffen, in dem wir voneinander lernen konnten.
Ein herzliches Dankesch?n geht an alle Teilnehmer*innen, die diesen Abend mit Leben gef?llt haben, sowie an das Organisationsteam des AIM-Projekts der TGS-H f?r die ausgezeichnete Planung und Umsetzung! Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.