31.05.2019
Mit den Kl?ngen der Ney, einer orientalischen Holzfl?te, leitete die Gruppe Anadolu das Fastenbrechen der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ein, welches am vergangenen Mittwoch in der Hansestadt L?beck ausgerichtet wurde. Das Fastenbrechen der TGS-H ist inzwischen schon zur Tradition in Schleswig-Holstein geworden. Auch in diesem Jahr folgten viele verschiedene Vertreter*innen aus Politik, Beh?rden, Institutionen und Vereinen der Einladung.
Der Landesvorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel K???kkaraca, begr??te die G?ste und erkl?rte, die T?rkische Gemeinde setze sich seit vielen Jahren f?r eine vielf?ltige Gesellschaft ein, in der Menschen verschiedenster Herkunft, Religion oder Sexualit?t friedlich, respektvoll und solidarisch miteinander leben. Auch die muslimische Urgemeinde strebte vor nahezu 1400 Jahren im Fastenmonat Ramadan nach gesellschaftlichem Frieden, Zusammenhalt, Freundschaft Barmherzigkeit und Solidarit?t. ?Der sich an diesen Werten orientierende Islam und die wichtigsten Werte unseres Grundgesetzes stehen daher auch nicht im Widerspruch?, so K???kkaraca. Wenn der Islam nicht ganz selbstverst?ndlich als Teil Deutschlands betrachtet werde, so r?ttle dies an dem Fundament der Gesellschaft und dem Grundgesetz.
Innenminister Grote lobte die Worte des Landesvorsitzenden und erl?uterte die Angst vor Fremden w?rde von Menschen gesch?rt, die lieber leugnen als sich auseinanderzusetzen. Er bedankte sich f?r die Gastfreundschaft der TGS-H, da diese M?glichkeiten schaffe, um miteinander ins Gespr?ch zu kommen.
Die Landtagsvizepr?sidentin Frau Eickhoff-Weber betonte die Parallele zum christlichem Glauben, in dem es auch eine Fastenzeit gibt, und bedauerte gleichzeitig, dass diese an Bedeutung verliere. Gerade in unserer ?berflussgesellschaft sei diese Zeit wichtig, da es nicht um materiellen sondern um geistigen Gewinn gehe. Sie erkl?rte au?erdem, die TGS-H leiste einen Beitrag f?r gutes Zusammenleben in Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinander zu brechen drohe.
?Zusammen zu feiern ist eine gute Grundlage, um zusammen zu arbeiten!? stellte B?rgermeister Lindenau fest. Das Fastenbrechen sei zudem ein klares Signal an Populist*innen f?r eine offene Gesellschaft.
Der Theologe und Mitarbeiter der TGS-H Mohamed Shehata gab einen kurzen ?berblick zu wissenswerten Fakten ?ber den Ramadan: ?Jedes Jahr begeben sich Muslim*innen weltweit in einen Monat der Besinnung. Sie entziehen sich in diesem Monat tags?ber nicht nur des Essens, Trinkens und des Beischlafs, sondern vor allem den schlechten Gewohnheiten.? Neben dem Gottesdienst habe der Ramadan auch eine Erziehungsfunktion, denn er schule die Geduld, die Selbstbeherrschung und erh?he die Wertsch?tzung f?r all Jenes, was selbstverst?ndlich erscheine. Da man im Ramadan ein Gef?hl daf?r bekomme, was es hei?t zu hungern und zu dursten, erh?he es auch die Empathie und die Motivation zur Almosensteuer.
Auch die Almosensteuer ?zakat? ist eine zentrale S?ule des muslimischen Glaubens. Die TGS-H sammelte beim Fastenbrechen f?r das Kinder-Hospiz Sternenbr?cke.
And?chtige Stimmung herrschte, als die Sonne unterging bei der Koranrezitation des Imams Zekeriya Sevin?.
Der islamische Gebetsruf bei Einbruch der Dunkelheit l?utete das Fastenbrechen ein.
Viele Menschen brechen ihren Fastentag traditionell mit Datteln.
Nach dem Fastenbrechen sa?en G?ste und Gastgeber und noch bei Gesp?chen zu sanften musikalischen Kl?ngen zusammen.
17.05.2019
Am heutigen Tag gedenkt die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein der deutschen Sinti und Roma, die der Vernichtungspolitik im Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. Wie jedes Jahr richtete der Verband deutscher Sinti und Roma (Landesverband Schleswig-Holstein) eine Gedenkveranstaltung aus. Genau 79 Jahre ist es her, dass die Deportation norddeutscher Sinti und Roma begann.
Dr. Cebel K???kkaraca, Landesvorsitzender der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein nahm an dieser Veranstaltung im Hiroshimapark in Kiel teil.
Nachdem Math?us Wei?, Landesvositzender des Landesverbandes der deutschen Sinti und Roma, einleitende Worte ausgesprochen und an die Vernichtungspolitik erinnert hat, haben der Chef der Staatskanzlei Dirk Schr?dter und Stadtpr?sident Hans-Werner Tovar haben zu einem friedlichen zusammenleben aufgerufen.
Es wurde gemeinsam am Gedenkstein der Kranz niedergelegt und an die Opfer des nationalsozialistischen Verbrechens gedacht.
09.05.2019
Am 09.05.2019 waren wir im RBZ Wirtschaft auf dem “Markt der M?glichkeiten” aktiv.
Somit hatten wir die M?glichkeit Netzwerkpartner_innen zu gewinnen und unsere bestehenden guten Kontakte mit neuen Ideen zu erweitern.
Viele Sch?ler_innen kamen zu uns an den Stand und haben sich ?ber die vielen Angebote der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein informiert.
Ministerpr?sident Daniel G?nther war auch zu Besuch beim TGS-H Stand und hat sich ?ber die verschiedenen Projekte informiert.
08.05.2019
Zum 15. mal fand die Berufsmesse Nordjob statt. Wir waren als T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. mit unserem Projekt “AIM-Ausbildung und Integration f?r junge Migrant_innen” und “AIM-?D”, das ins Leben gerufen wurde, um den Migrant_innenanteil im ?ffentlichen Dienst zu erh?hen, dabei.
Rund 2000 Jugendliche waren auf der Messe in den Holstenhallen zu Besuch. Einige von ihnen waren auch an unserem Stand und haben sich ?ber unser Projekt informiert und auch direkt Beratungstermine f?r die Berufsorientierung mit uns vereinbart.
17.04.2019
W?hrend der schleswig-holsteinischen Schulferien ist es f?r viele der Teilnehmerinnen schwierig zu den Kursen zu kommen, da sie ihre Kinder betreuen m?ssen.
Dann bietet es sich f?r die Teilnehmerinnen von MomStarter an, die Kursr?ume zu verlassen und durch kleine Ausfl?ge (m?glichst mit Kindern) Angebote in Neum?nster kennenzulernen.
Diesmal haben wir das Projekt Gespr?chsStoff vom Kinderschutzbund besucht. F?r die Teilnehmerinnen von MomStarter wurden Sondertermine vereinbart und die N?hmaschinen aufgebaut.
Schon nach kurzer Einf?hrung konnten die Teilnehmerinnen verschiedenste Gebrauchsgegenst?nde anfertigen, wie z.B. Stoffbeutel, Haargummis, Stirnb?nder, Kulturbeutel, Utensilos oder Stirnb?nder. Zun?chst wurden die ausgew?hlten Stoffe geb?gelt. Nachdem das Schnittmuster mit einer speziellen Kreide aufgemalt wurde, musste der Stoff nur noch in passende St?cke geschnitten und mit der Maschine zusammengen?ht werden.
Zwei Mitarbeiterinnen von Gespr?chsStoff nahmen sich viel Zeit, um die einzelnen Schritte an der N?hmaschine zu erkl?ren. Auch die Kinder durften erste Schritte an der N?hmaschine machen ? und das mit Erfolg!
Gespr?chsStoff ist ein ausschlie?lich ?ber Spenden finanzierter Handarbeitstreff, welcher f?r M?nner und Frauen, unabh?ngig von Einkommen oder Migrationshintergrund offen ist. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass zugewanderte Besucherinnen bei Gespr?chsStoff ?ber Scheitern und Frustration auf dem deutschen Arbeitsmarkt erz?hlt haben. Diese Frauen wurden an das Projekt MomStarter verwiesen und so entstand der Kontakt zwischen MomStarter und Gespr?chsStoff.
Auch die verwendeten Stoffe stammen aus Spenden. Wer zu Hause nicht ben?tigte Stoffreste hat, ist aufgerufen diese bei Gespr?chsStoff abzugeben: 04321/5565710
Die TGSH bedankt sich beim Deutschen Kinderschutzbund f?r einen tollen N?hworkshop und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit beider Projekte.
12.03.2019
Am 10. M?rz 2019 feierte die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) im Gymnasium Elmschenhagen den Frauentag. Auf dem Programm standen die Saz-Gruppe der TGS-H, zwei kurze Theaterst?cke der neu gegr?ndeten Theater-Gruppe der TGS-H und eine inszenierte Gedichtlesung.
Nach der Er?ffnungsrede von Sultan Erdo?an, Mitglied des Vorstands der TGS-H, zeigte die Saz-Gruppe mit 11 Saz-Spielerinnen und -Spielern ihre Kunst mit den Melodien aus Anatolien, die zum Teil mit dem Publikum zusammen gesungen wurden.
Die Theater-Gruppe, die sich am 6. Februar 2019 zum ersten Mal traf, behandelte in ihren St?cken die Themen, die den Frauentag und Frauen w?rdigten. In dem ersten St?ck beschwerten sich Schneewittchen, Aschenputtel, Dornr?schen, Rotk?ppchen und Rapunzel ?ber ihre Rollen in ihren M?rchen.
Dem ersten St?ck folgte eine inszenierte Gedichtlesung, rezitiert von Zehra ?oban und schauspielerisch begleitet von Aynur Zere.
In dem zweiten St?ck ging es um das Verheiraten von M?dchen, Kinderehen und Gewalt gegen Frauen und M?dchen. Das Drama ?ber G?lbeyaz, die mit 14 verheiratet und mit 16 von ihrem Mann ermordet wurde, sorgte f?r Tr?nen. Diese beiden St?cke wurden Delali Assigbley und Dilek Vural gewidmet, die vor zwei bzw. drei Jahren in Kiel von ihren M?nnern get?tet worden sind.
Das ganze Programm ist eine Aktion im Rahmen des Projekts ?Gegen h?usliche Gewalt? der TGS-H, das am 25. Januar mit einer Auftaktveranstaltung begann.
Die Veranstaltung war mit ?ber 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein voller Erfolg. Die TGS-H bedankt sich ganz herzlich bei den beiden Regief?hrenden, Herrn Y?lmaz Irmak und Frau Leyla Kaval Irmak f?r ihr Engagement. Auch Herrn Ulrich Tobinski, dem Schulleiter des Gymnasiums Elmschenhagen, gilt unser besonderer Dank. Durch sein Engagement und die tatkr?ftige Unterst?tzung konnte das Programm in der Aula stattfinden. Ferner bedanken wir uns herzlich bei Herrn Carl Habekost, dem Hausmeister, sowie bei den beiden Aula-Technikern Mirco Berger und Maximus Borkowski!