Mit den Kl?ngen der Ney, einer orientalischen Holzfl?te, leitete die Gruppe Anadolu das Fastenbrechen der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ein, welches am vergangenen Mittwoch in der Hansestadt L?beck ausgerichtet wurde. Das Fastenbrechen der TGS-H ist inzwischen schon zur Tradition in Schleswig-Holstein geworden. Auch in diesem Jahr folgten viele verschiedene Vertreter*innen aus Politik, Beh?rden, Institutionen und Vereinen der Einladung.

Der Landesvorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel K???kkaraca, begr??te die G?ste und erkl?rte, die T?rkische Gemeinde setze sich seit vielen Jahren f?r eine vielf?ltige Gesellschaft ein, in der Menschen verschiedenster Herkunft, Religion oder Sexualit?t friedlich, respektvoll und solidarisch miteinander leben. Auch die muslimische Urgemeinde strebte vor nahezu 1400 Jahren im Fastenmonat Ramadan nach gesellschaftlichem Frieden, Zusammenhalt, Freundschaft Barmherzigkeit und Solidarit?t. ?Der sich an diesen Werten orientierende Islam und die wichtigsten Werte unseres Grundgesetzes stehen daher auch nicht im Widerspruch?, so K???kkaraca. Wenn der Islam nicht ganz selbstverst?ndlich als Teil Deutschlands betrachtet werde, so r?ttle dies an dem Fundament der Gesellschaft und dem Grundgesetz.

Innenminister Grote lobte die Worte des Landesvorsitzenden und erl?uterte die Angst vor Fremden w?rde von Menschen gesch?rt, die lieber leugnen als sich auseinanderzusetzen. Er bedankte sich f?r die Gastfreundschaft der TGS-H, da diese M?glichkeiten schaffe, um miteinander ins Gespr?ch zu kommen.

Die Landtagsvizepr?sidentin Frau Eickhoff-Weber betonte die Parallele zum christlichem Glauben, in dem es auch eine Fastenzeit gibt, und bedauerte gleichzeitig, dass diese an Bedeutung verliere. Gerade in unserer ?berflussgesellschaft sei diese Zeit wichtig, da es nicht um materiellen sondern um geistigen Gewinn gehe. Sie erkl?rte au?erdem, die TGS-H leiste einen Beitrag f?r gutes Zusammenleben in Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinander zu brechen drohe.

?Zusammen zu feiern ist eine gute Grundlage, um zusammen zu arbeiten!? stellte B?rgermeister Lindenau fest. Das Fastenbrechen sei zudem ein klares Signal an Populist*innen f?r eine offene Gesellschaft.

Der Theologe und Mitarbeiter der TGS-H Mohamed Shehata gab einen kurzen ?berblick zu wissenswerten Fakten ?ber den Ramadan: ?Jedes Jahr begeben sich Muslim*innen weltweit in einen Monat der Besinnung. Sie entziehen sich in diesem Monat tags?ber nicht nur des Essens, Trinkens und des Beischlafs, sondern vor allem den schlechten Gewohnheiten.? Neben dem Gottesdienst habe der Ramadan auch eine Erziehungsfunktion, denn er schule die Geduld, die Selbstbeherrschung und erh?he die Wertsch?tzung f?r all Jenes, was selbstverst?ndlich erscheine. Da man im Ramadan ein Gef?hl daf?r bekomme, was es hei?t zu hungern und zu dursten, erh?he es auch die Empathie und die Motivation zur Almosensteuer.

Auch die Almosensteuer ?zakat? ist eine zentrale S?ule des muslimischen Glaubens. Die TGS-H sammelte beim Fastenbrechen f?r das Kinder-Hospiz Sternenbr?cke.

And?chtige Stimmung herrschte, als die Sonne unterging bei der Koranrezitation des Imams Zekeriya Sevin?.
Der islamische Gebetsruf bei Einbruch der Dunkelheit l?utete das Fastenbrechen ein.
Viele Menschen brechen ihren Fastentag traditionell mit Datteln.

Nach dem Fastenbrechen sa?en G?ste und Gastgeber und noch bei Gesp?chen zu sanften musikalischen Kl?ngen zusammen.