Mit dem Projekt „JobSteps Neumünster“ werden arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund schrittweise und unter Berücksichtigung ihrer Potenziale in den ersten Arbeitsmarkt integriert.
Ein besonderer Fokus wird hierbei auf langzeitarbeitslose Frauen gelegt oder Eltern mit erziehungspflichtigen Kindern, die aufgrund einer fehlenden Betreuung keiner Qualifizierungsmaßnahme oder Beschäftigung nachgehen können.
Durch eine ressourcenorientierte, ganzheitliche sowie individuelle Beratung wird gemeinsam an der Beseitigung von Hemmnissen gearbeitet und wichtige Schlüsselkompetenzen durch Deutschkurse Digitalisierungs-, Bewerbungstrainings- sowie Motivationscoachings entwickelt und gefestigt.
Um die beruflichen Perspektiven zu erweitern und eine nachhaltige Integration zu gewährleisten, werden Teilnehmende durch Betriebsausflüge und berufliche Praktika auf die neuen Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet.
Das Projekt richtet sich an arbeitslose und langzeitarbeitslose Frauen und Männer, die über 25 Jahre alt sind und einen Flucht- oder Migrationshintergrund besitzen sowie ALG II Bezieher*innen sind.
In Neumünster werden für die Teilnahme insgesamt 24 Plätze angeboten, wobei die Teilnehmenden ab dem 01. Januar 2022 für 12 bis maximal 24 Monate an dem Projekt teilnehmen können.
Das Projekt setzt folgende Ziele:
Die Teilnehmer*innen erlernen arbeitsmarktrelevante Kompetenzen
Die Motivation der Teilnehmer*innen wird gestärkt
Individuelle Hürden und Hemmnissen (u. a. Kinderbetruung) werden abgebaut
Anerkennungsberatung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen, Bildungs- und Berufsabschlüssen in Lübeck und Umgebung
Anerkennung ausländischer Abschlüsse, berufliche Anerkennung, Berufliche Anerkennung, Beruf anerkennen lassen, Anerkennung von Berufsabschlüssen,Anerkennung von Diplomen
Das IQ Netzwerk SH ist ein laufendes Projekt mit neuer Förderperiode seit 2015
Vom 01.01.2013 bis 31.12.2014 bot die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. in ihren Räumlichkeiten in Kiel und Lübeck Erstberatungen zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungs- und Berufsabschlüssen im Rahmen des IQ Netzwerkes Schleswig-Holstein an.
Seit dem 01.01.15 wird die Anerkennungsberatung in Lübeck und Umgebung durchgeführt.
Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ) befindet sich seit dem 1. Januar 2015 in einer neuen Förderphase. Das Programm wird weiterhin vom Bundeministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit finanziert. In der neuen Förderphase wird auch die Entwicklung und Bereitstellung von Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext des Anerkennungsgesetzes vom Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Koordination
Die Koordination des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein in allen drei Handlungsschwerpunkten bleibt auch in der neuen Förderperiode unverändert beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. angesiedelt.
Anstelle des Flüchtlingsrats ist der Paritätische der Zuwendungsempfänger für die neue Förderphase. Wie in den Vorjahren hat der Paritätische außerdem die Aufgaben der Gesamtmittelverwaltung und der Finanzkoordination für das Netzwerk.
Die Arbeit in unserem Landesnetzwerk konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
Das Förderprogramm IQ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Daran arbeiten bundesweit Landesnetzwerke, die von Fachstellen zu migrationsspezifischen Schwerpunktthemen unterstützt werden. Das Programm wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.
Die Landeshauptstadt Kiel hat in Kooperation mit der Türkischen Gemeinde-Schleswig-Holstein im Rahmen der "Interkulturellen Bildungsberatung" Herrn Mahmut Şen und Frau Ayla Ulus als neue Berater(In) eingestellt.
Herr Şen/ Frau Ulus verbinden die Interkulturelle Bildungsberatung und die Bildungsbeauftragten der Migrantinnen- und Migrantenorganisationen maßgeblich miteinander.
Sıe beraten sowohl in der Türkischen Gemeinde (Diedrichstraße 2, Kiel) als auch im Rathaus der Landeshauptstadt Kiel.
Wie bei der "Interkulturellen Bildungsberatung" bisher auch, richtet sich die Beratung an Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich in der Übergangsphase von Schule in den Beruf bzw. in die Ausbildung befinden.
Die Beratung kann von den Jugendlichen allein, aber auch in Begleitung der Eltern wahrgenommen werden.
Die MBSH richtet sich grundsätzlich an alle zugewanderten Personen ab 27 Jahren, die in Schleswig-Holstein leben. Sie steht auch Jüngeren offen, wenn diese typische Probleme erwachsener Zuwanderer_innen haben oder kein Jugendmigrationsdienst in zumutbarer Entfernung erreichbar ist:
u.a.
Personen mit Migrationshintergrund
Flüchtlingen / Asylbewerber_innen
Neuzuwanderer_innen
Personen mit vorübergehendem Aufenthalt
EU-Bürger_innen
Von der Beratung werden alle migrationsspezifischen Fragestellungen umfasst, die von den Betroffenen alleine nicht bewältigt werden können.
Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.
Beratungsfelder:
Informationen über Sprach- und Integrationskurse
Beratung über sozialrechtliche Ansprüche, z.B. Arbeitslosengeld II
Hilfe und Begleitung im Umgang mit Behörden
Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche
Schulischen und beruflichen Möglichkeiten in Deutschland
Anerkennung ausländischer Schulzeugnisse
Lebenslauf und Bewerbung
Wohnungssuche und Wohnungsprobleme
Gesundheit, Schwangerschaft, Kinderbetreuung
Fragen zur Einbürgerung
Freizeitgestaltung, Vereinsmitgliedschaft
Beratung bei Diskriminierung
Unterstützung während des Asylverfahrens
Aufklärung über event. Problematiken in den Verfahren
Vorbereitung auf mögliche Anhörungen
Aufzeigen möglicher Rechtswege
Begleitung besonders schutzbedürftiger Gruppen
Informationen zu Petitionsverfahren und Härtefallregelungen
Beratung zur Bleibeperspektive
Unterstützung abgelehnter Antragsteller_innen im Hinblick auf Rückkehr bzw. Weiterwanderung
Weiterleitung an Regeldienste und weitere Fachdienste
Unterstützung bei der Nutzung der öffentlichen Infrastruktur
Sowie zu vielen weiteren Themen
Aufgaben und Ziele:
Erstberatung
Integrationsbegleitung
Punktuelle Beratung
Die Migrationsberatung steht allen nach Schleswig-Holstein zugewanderten Menschen in migrationsspezifischen Fragenstellungen zur Verfügung.
Ziel der Migrationsberatung Schleswig-Holstein ist es, den Integrationsprozess bei Migrant_innen frühzeitig zu initiieren und zu begleiten.
Durch ein individuell ausgerichtetes migrations-spezifisches Beratungsangebot werden Migrantinnen und Migranten zu selbstständigem Handeln in Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigt und haben damit die Möglichkeit, die ihnen zustehenden Rechte wahrzunehmen und auf allen Ebenen von Gesellschaft gleichberechtigt zu partizipieren.
Im Projekt „Wissen baut Brücken" werden Grundschulkinder mit Migrationshintergrund durch Jugendliche / junge Erwachsene mit Migrationshintergrund ab 16 Jahren zu Beginn ihrer Bildungskarriere in unterschiedlichsten Bereichen bedarfsgerecht gefördert. Eine verstärkt sozialräumliche Vernetzung des Kindes sowie die positive Beeinflussung des schulischen Werdegangs sind die Ziele.
Jedes Grundschulkind erhält einen Jugendlichen als Paten bzw. eine Patin. Die Patenschaft umfasst eine regelmäßige wöchentliche Betreuung. Diese beinhaltet sowohl Hausaufgabenhilfe, als auch Talentförderung, Nutzung kultureller und anderer Freizeitangebote. Die Lots_innen werden durch Seminare für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit qualifiziert. Sie stehen im regelmäßigen Kontakt zu den Klassenlehrer_innen und Eltern, um den individuellen Bedarf zu ermitteln und gezielt zu fördern.
„Wissen baut Brücken“ ist das Nachfolgeprojekt von B.u.S. (Bildung und Spaß), das ein Projekt der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) war und in Kiel durchgeführt worden ist. Aufgrund der ähnlichen Zielsetzung und Umsetzung des Projektes „Kleine Füße große Schritte“ des Deutschen Roten Kreuzes wurden beide Projekte umbenannt in das Projekt „Wissen baut Brücken“, um durch die intensive Zusammenarbeit noch bessere Ergebnisse zu erzielen.