Der Lebensabschnitt der Jugend stellt eine bedeutende Phase der Identitätsfindung dar. Alle Jugendlichen stehen vor der Herausforderung, teils ambivalente Einflüsse auf ihr Leben in ihr Bild von sich selbst und der Welt zu integrieren. Für Jugendliche mit Migrationsgeschichte kann diese Situation besonders schwierig sein. Zum Teil erleben sie in ihrem Elternhaus andere Normen und Lebensentwürfe als in der Mehrheitsgesellschaft. Dazu kommt, dass sie z.B. durch stigmatisierende Medienberichte oder verschiedene Ausdrucksformen des Alltagsrassismus Ausgrenzungen erfahren. Die Beantwortung der Frage „Wo gehöre ich dazu?“ wird dadurch erschwert. Werden diese Unsicherheiten nicht aufgefangen und reflektiert, kann es zu Prozessen der „Selbstethnisierung“ oder Radikalisierung kommen. Wie müsste unsere Umwelt gestaltet sein, damit eine nachkommende Generation ohne Diskriminierung aufwächst?
Diese utopische Frage stellen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationsgeschichte im Projekt „Farbenfroh“. Die Jugendlichen setzen sich mit Vielfalt und Diskriminierung auseinander. Sie analysieren an zwei Standorten (Kiel und Neumünster) Bildungsmaterialien und entwickeln unter pädagogischer Anleitung diversitätssensible Materialien für Kinder. Dabei werden die Jugendlichen zu Themen der Vielfalt sensibilisiert und in ihren Kompetenzen gestärkt.
Das Projekt wendet sich an die Zielgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationsgeschichte ab 15 Jahren und hat eine Laufzeit von November 2015 bis Oktober 2018 und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Berufliche Integration für Mütter mit Migrationsgeschichte
Potentiale entdecken
Kompetenzen fördern
Chancen eröffnen
Individuelle Beratung und Unterstützung
Berufsvorbereitung und Qualifizierung
Unsere Ziele
Mütter Migrations- oder Flüchtlingshintergrund stoßen bei Fragen der Suche nach einer beruflichen Perspektive häufig auf besondere Hindernisse.
Wir begleiten und unterstützen sie auf Ihrem Weg in einen neuen Job, eine Ausbildung, eine Qualifizierung oder beim Erwerb eines Schulabschlusses und verfolgen dabei folgende Ziele:
Berufliche Eingliederung und Integration von Müttern mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und Schlüsselkompetenzen
Abbau von Vermittlungshemmnissen und Stärkung des Selbstwertgefühls
Einbindung von NetzwerkpartnerInnen als Multiplikatoren
Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert:
Im Rahmen der Programme:
Unsere Zielgruppe
Bei MamiGo werden alle Mütter angesprochen, die
einen Migrations- oder Flüchtlingshintergrund haben und seit Kurzem oder schon eine längere Zeit in Deutschland leben.
motiviert sind und neue berufliche Perspektiven entwickeln möchten.
bei der Suche nach beruflichem Neu-/ Wiedereinstieg oder Umorientierung individuelle Hilfestellung, Informationen oder Beratungen benötigen.
nach Möglichkeiten suchen, Beruf und Familie zu vereinbaren
Unsere Angebote
Individuelles Unterstützungsprogramm für Mütter mit Migrationshintergrund
Information
Beratung
Vermittlung
Unterstützung
Einzel- und Gruppenangebote
Sprachkurse,
Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen,
Weiterqualifizierung,
Berufscoaching,
Suche nach Ausbildungs-/Praktikums-/Arbeitsstellen
Wir begleiten und unterstützen Mütter mit Migrationshintergrund
auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt
Verbesserung des Zuganges zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration
„ELMA – Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt“
Der demografische Wandel in Deutschland ist in vollem Gange und führt neben dem Rückgang der Bevölkerungszahlen auch zu einer Verringerung des Angebotes an Arbeitskräften. Trotz dieses schrumpfenden Arbeitskräfteangebots werden Langzeitarbeitslose nach wie vor selten nachgefragt.
Einmal in die Langzeitarbeitslosigkeit gekommen, schaffen es die meisten aus eigener Kraft nicht mehr, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Mit zunehmender Zeit verlieren Sie ihre beruflichen Kompetenzen und fühlen sich von der Gesellschaft ausgegrenzt. Dies wirkt sich dann negativ auf die Meinung der einstellungsbereiten Betriebsinhaber aus. Die Vermittlung in die Beschäftigung wird erschwert, wenn zu der Langzeitarbeitslosigkeit auch noch weitere Eigenschaften, wie beispielsweise der Migrationshintergrund in Verbindung mit schwachen Deutschkenntnissen hinzukommen. Untersuchungen zeigen, dass sich die Chance auf Vermittlung in die Beschäftigung mit jedem zusätzlichen Risikofaktor noch einmal um die Hälfte reduziert.
Besonders zu beachten ist zudem, dass Unternehmer nichtdeutscher Herkunft in Schleswig-Holstein kaum über das erforderliche Knowhow zur demografischen Entwicklung und die bevorstehende Fachkräftesituation verfügen. Obwohl die Unternehmer nach wie vor ein starkes Interesse an der Schaffung von neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen haben, ergreifen sie von sich aus nicht die Initiative. Oftmals spielen auch hier sprachliche Barrieren, bürokratische Hürden und geringe Zugangs- und Informationsmöglichkeiten eine wesentliche Rolle.
Mit dem Projekt „ELMA“ sollen daher erwerbsfähige und langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit oder ohne Migrationshintergrund ab einem Alter von über 25 Jahren mit Hilfe eines individuell zugeschnitten und nachhaltigen Programms wieder an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt herangeführt werden. Die zentrale Arbeit in dem Projekt wird darin bestehen, die in den unterschiedlichsten Bereichen vorhandenen aber nicht genutzten Potenziale von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen für den Arbeitsmarkt zu aktivieren.
Kooperationspartner:
• Jobcenter und Arbeitsagenturen
• Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer
• Migrantenunternehmen
• Sonstige Netzwerkpartner wie z.B. Arbeitgeberverbände, Glaubens- und Kultureinrichtungen
Projektziele:
• Berufliche Eingliederung und Integration von marktfernen Langzeitarbeitslosen in den ersten – nicht öffentlich geförderten – Arbeitsmarkt;
• Steigerung der Motivation, der Beschäftigungsfähigkeit und Schlüsselkompetenzen durch Herausarbeitung der individuellen Interessen und Ausschöpfung der Potenziale;
• Abbau von Vermittlungshemmnissen, Steigerung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins, Verringerung der Perspektivlosigkeit, Erweiterung des Bewerbungsradius und Begleitung;
• Nutzung der Potenziale in Migrantenbetrieben und Gewinnung der Unternehmer, Aufklärung von Migrantenunternehmen (im Hinblick auf die demografische Entwicklung, Fachkräftesicherung);
• Sicherung der anhaltenden Beschäftigung nach Projektende;
• Nachhaltige Förderung und Qualifizierungsbereitschaft der Teilnehmer;
• Besondere Berücksichtigung des Gender Mainstreaming-Prinzips
Zielgruppe:
Mit dem Projekt sollen insbesondere Menschen angesprochen werden, die
• 25 Jahre oder älter sind;
• erwerbsfähig und bei einer Agentur für Arbeit / einem Jobcenter als langzeitarbeitslos registriert sind;
• kein Arbeitslosengeld nach dem SGB III beziehen;
• sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt entschieden haben;
• aufgrund vorhandener Vermittlungshemmnisse am Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind.
Ein Projekt im Rahmen des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ in der Landeshauptstadt Kiel
Vom 01.01.2009 bis 31.03.2012 Läuft in der Landeshauptstadt Kiel das Projekt „Netzwerk Ältere MigrantInnen“.
Unterstützt von Fördermitteln des Bund-Länderprogramms „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ und in Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, die in der Altenhilfe und der Migrationsarbeit tätig sind.
Das Projekt ist auf die Stadtteile Gaarden und Mettenhof bezogen und in 6 Module aufgeteilt. Diese Module werden von den Projektpartnern in unterschiedlichen Kooperationen durchgeführt.
Das Projekt >> Netzwerk Ältere MigrantInnen << richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund über 50 Jahre, Familienangehörige , Vereine , Verbände und MitarbeiterInnen und Mitarbeitern aus Einrichtungen der Altenarbeit und des Gesundheitswesens , die im Stadtteil Gaarden oder Mettenhof leben und/oder tätig sind.
Module und Inhalte:
Informationsveranstaltungen, Gesprächskreise, Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention
Basiskurs allgemeine Pflege, Psychosoziale Unterstützung für Gruppen, Spezielle Pflegeaspekte
Seminarreihe „Älter werden in Deutschland“
Gewinnung, Schulung und Einsatz ehrenamtlicher Migrantinnen und Migranten ; Muttersprachliche Informationsveranstaltungen für Einwanderer „MIMI – Mit Migranten für Migranten“
Informationen von Schüler/innen und deren Eltern und andere Interessierter über die möglichen Ausbildungswege in der Altenarbeit und das freiwillige soziale Jahr
Entwicklung und Einsatz von geeigneten Materialien zum Gedächtnistraining.
„ Heroes- gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung“
Im Mikroprojekt „ Heroes- gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung“ im Rahmen von Stärken vor Ort (Hainholz-Elmshorn) werden männliche Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren in einem dreistündigen Workshop über Gleichberechtigung, Demokratie und alltägliche Probleme diskutieren. Ihre eigenen bisherigen Wertvorstellungen sollen verändert werden, so dass sie sowohl im täglichen Umgang als auch im späteren Berufsleben nachwirken.
Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Projektes "Soziale Stadt Elmshorn Hainholz" und im Rahmen des Programms "Stärken vor Ort".