11.09.2013
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. hatte einen guten Grund zu feiern. Ihr wichtiges und erfolgreiches Projekt ?Ausbildung und Integration f?r Migranten? (AIM) feierte sein 15-j?hriges Bestehen. Dieses Ereignis wurde im Rahmen einer Veranstaltung unter Anwesenheit des Staatssekret?rs Herrn Ralph M?ller-Beck und des Vizekonsuls des T?rkischen Generalkonsulats Hamburg in den R?umlichkeiten der Handwerkskammer L?beck geb?hrend gefeiert.
Die Feierlichkeiten wurden durch musikalische und theaterliche Darbietungen von AIM-Jugendlichen begleitet, die gro?en Anklang beim Publikum fanden und viel Beifall erntete.
Das AIM-Projekt leistet jugendlichen MigrantInnen bei der Bew?ltigung ihrer beruflichen Probleme Unterst?tzung mit einem ganzheitlichen Konzept. Das AIM-Projekt verfolgt das Ziel, die hier ans?ssigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund ?ber Ausbildungsm?glichkeiten und Bewerbungsverfahren zu informieren und sie bei der Umsetzung aktiv zu unterst?tzen. Die Motivation, Beratung und Betreuung im Rahmen der beruflichen Orientierung jugendlicher MigrantInnen in L?beck, Elmshorn und Umgebung stellt ein Hauptaufgabenfeld des erfolgreichen Projektes dar. Ein weiteres zeigt sich in der nachhaltigen Betreuung der Betriebe und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Das Projekt ist eine Anlaufstelle f?r alle MigrantInnen jeglicher Herkunft, um ihre Bildungs- und Berufschancen zu steigern und dabei behilflich zu sein, gro?e Hindernisse, wie z.B. sprachliche, religi?se und andere kulturelle Differenzen zu ?berwinden.
Besonders schwer haben es nach wie vor unsere jungen Menschen. Der Vorsitzende der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Herr. Dr. Cebel K???kkaraca betonte in diesem Zusammenhang in seiner r?ckblickenden Ansprache, dass diese Jugendlichen durch geeignete Angebots- und Unterst?tzungsstruktur aktiv motiviert und gef?rdert werden m?ssen, damit sie Eigenverantwortung wahrnehmen k?nnen. ?Mit dem AIM-Projekt wirken wir schon seit nunmehr 15 Jahren dem drohenden Fachkr?ftemangel sehr erfolgreich entgegen, aber wir m?chten auch auf den fl?chendeckenden Handlungsbedarf dieser Arbeit in anderen Ballungsgebieten mit h?herem Ausl?nderanteil hinweisen ?, so der Landesvorsitzende.
In den Projektb?ros in L?beck und Elmshorn wurden inzwischen 2069 Jugendliche registriert und intensiv betreut. Die Vermittlungsquote liegt bei 53 %, dies entspricht 1096 vermittelten Jugendlichen.
Folgende Personen haben aufgrund langj?hriger Kooperation Reden gehalten: Ralph M?ller-Beck, Staatssekret?r des Ministeriums f?r Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, Christian Maack, Gesch?ftsf?hrer/ Recht und Berufsbildung, Handwerkskammer L?beck, Dr. Ullrich Hoffmeister, Gesch?ftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung, Industrie- und Handelskammer zu L?beck, Holger Conrad, Teamleiter Berufsberatung, Agentur f?r Arbeit L?beck, Berati Alver, Vizekonsul, T?rkisches Generalkonsulat Hamburg, Murat G?ler, T?rkischer Arbeitgeberbund L?beck.
Im Anschluss wurden alle Kooperationspartner und Ausbildungsbetriebe f?r die vorbildliche Zusammenarbeit ausgezeichnet. Hierf?r erhielten sie neben einer Urkunde einen speziell in der T?rkei angefertigten Kupferteller mit der Aufschrift ?15 Jahre AIM-Projekt ? TGS-H?.
Das Programm wurde anschlie?end in Begleitung von zwei Musikern (Violine und Piano) mit einer Pr?sentation und R?ckblick ?ber 15 Jahre AIM-Projektarbeit fortgesetzt.
Zum Schluss der Veranstaltung haben sich die ersten damaligen AIM-Jugendliche vorgestellt und ihre beruflichen Werdeg?nge vorgetragen. Frau Yildiz Nas hat dabei sehr ergreifend ihren beeindruckenden Bildungsweg geschildert, der ohne Schulabschluss begann und mit Hilfe der T?rkischen Gemeinde in S-H St?ck f?r St?ck ihre schulischen Abschl?sse nachholen konnte und seit ein paar Tagen als frische BWL-Absolventin an der Fachhochschule L?beck endete.
Herr Senel Erdogan hingegen ist der erste registrierte Jugendliche. Nach seiner Vermittlung in einen Ausbildungsbetrieb, hat er erfolgreich seine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann beendet. Nach ?ber 10 Jahren Selbstst?ndigkeit im Einzelhandel wollte er sich beruflich anders orientieren. Mit tatkr?ftiger Unterst?tzung der T?rkischen Gemeinde in S-H konnte er eine erfolgreiche Umschulung zum Busfahrer abschlie?en und arbeitet seither in fester Anstellung als Busfahrer in einem Busunternehmen.
Abschlie?end wurde Herr Dr. Cebel K???kkaraca f?r sein herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt. Sein unerm?dlicher Einsatz gerade im Hinblick in der F?rderung von jungen Menschen ist beispielhaft. Als Zeichen des Dankes ?berreichte Herr Mahir ?t?n stellvertretend f?r die T?rkische Gemeinde in S-H einen Blumenstrau?.
Die zahlreichen G?ste genossen schlie?lich diesen Abend bei kulinarischen K?stlichkeiten und inspirierenden Gespr?chen, das allen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
10.09.2013
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) bietet insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte im Rahmen des Projektes „Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein“ (ATS-H) eine vielfältige Informationsreihe zur Bundestagswahl am 22. September 2013 an.
In Lübeck und in Kiel haben bereits zwei Informationsveranstaltungen zu den Themengebieten: „Wahlsystem“ und „Wahlprogramme im Vergleich“ stattgefunden. Am 12. September 2013 wird eine weitere Veranstaltung dieser Art in Neumünster stattfinden, bei der Fragen zum Wahlverfahren in Deutschland beantwortet werden, wie z.B.: Warum sollte man wählen gehen? Wie funktioniert das Wahlsystem in Deutschland?
Zudem hat die TGSH am 01. September 2013 in Pinneberg sowie am 08. September 2013 in Kiel eine Diskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl 2013 durchgeführt, die ihre eigene Person und ihre Wahlprogramme vorgestellt haben. Diese politische Programmreihe wird am 15. September 2013 an den Standorten Lübeck und Neumünster der TGSH fortgeführt.
Eine weitere Podiumsdiskussion fand in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat, dem Antidiskriminierungsverband S-H, dem Landesbeauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen und der TGS-H am 09. September 2013 in Kiel statt. Thema der Diskussion war die Flüchtlings- und Integrationspolitik in Deutschland.
Die Projektmitarbeiter, Murat Baydaş, und die Projektmitarbeiterin, Sultan Erdoğan, sowie der Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Dr. Cebel Küçükkaraca, haben auf jeder Veranstaltung für die Teilnahme von Menschen mit Migrationshintergrund bei den bevorstehenden Wahlen appelliert. „Mit diesen vielfältigen Angeboten geben wir den Menschen die Gelegenheit, sich zu informieren und sich aktiv zu beteiligen. Somit wird die Meinungsbildung und Entscheidung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleichtert. In diesem Sinne freue ich mich über eine rege Wahlbeteiligung und wünsche unserem Land und allen Wählerinnen und Wählern eine erfolgreiche Bundestagswahl“ so Dr. Cebel Küçükkaraca.
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Diedrichstraße 2, 24143 Kiel,
Tel.: 0431/ 76 114/115 oder Tel.: 0431/ 364 17 22/23
E-Mail: info@tgsh.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
10.09.2013
Kiel/Berlin – Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) gedenkt der Opfer des Brandanschlags in Mölln vor 26 Jahren.
Auch in diesem Jahr gedenkt die Stadt Mölln der Opfer der rassistischen Brandanschläge vom 23. November 1992, bei denen Yeliz Arslan, Bahide Arslan und Ayşe Yılmaz getötet und neun weitere Menschen verletzt wurden.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) und Vorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel Küçükkaraca, erklärt:
„Mölln wurde durch diesen Anschlag zu einem Symbol für rechten Terror, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. So wurde die Zivilgesellschaft erstmalig nachhaltig aufgerüttelt und viele Menschen gegen Menschenhass mobilisiert. Gleichwohl ist nicht so viel passiert, dass man sich heute zufrieden zurücklehnen könnte. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bedrohen weiterhin das friedliche Zusammenleben aller. Rechtsextremisten verüben nach wie vor Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und Migranten empfinden sich in Teilen der Bundesrepublik aufgrund faktischer No-Go-Areas nicht mehr sicher.“
Was den Anschlag von Mölln damals so besonders und zugleich so schrecklich machte, war die Stufe der Gewalt, die damit in Deutschland erreicht wurde: Es war der erste rechtsterroristische Anschlag im wiedervereinigten Deutschland, bei dem Menschen starben.
Dr. Küçükkaraca hält fest:
„Wir erleben bis heute ein strukturelles Versagen auf vielen Ebenen. Die unsägliche Asyldebatte der 90er Jahre zeichnete für die Pogrome in vielen Städten verantwortlich. Heute wird die gleiche Debatte nicht minder erschreckend weitergeführt. Wir mussten einen in Teilen tatenlosen Staat verdauen, der bis zur Entdeckung des NSU sogar Opfer zu Täter*innen gemacht hat. Die Aufklärung ist bis heute nicht abgeschlossen und so manche Struktur persistiert vielleicht noch heute. Das Schlimmste ist allerdings, dass alle Morde letztlich in einem gesellschaftlichen Umfeld begangen wurden, welches rassistische Diskurse geduldet hat. Dass heute rechte Bewegungen und eine rechte Partei in nahezu allen Parlamenten unserer Republik den Nährboden für Hass und Gewalt bereiten, ist umso unerträglicher.“
Die TGS-H wird an dem gemeinsamen Gedenken am Freitag teilnehmen. Nach einem interreligiösen Gottesdienst findet das Gedenken an beiden Anschlagsorten in der Mühlenstraße sowie der Ratzeburger Straße mit Kranzniederlegungen und Redebeiträgen statt.
10.09.2013
Auftaktveranstaltung in der neuen Saison des „Eltern Cafés“-TGS-H in Kooperation mit dem Kinderhaus Stolzeweg
Datum: Dienstag, der 10.09.2013 um 9:00 Uhr
Ort:Kinderhaus Stolzeweg
Stolzeweg 11
24148 Kiel
Infos bei:
Frau Wenzel (Kita Stolzeweg)
Telefon: 0431-72 35 12
regina.wenzel@kiel.de
Frau Erdoğan (TGS-H)
Telefon: 0431-76 114
info@tgsh.de
09.09.2013
Integration für alle Flüchtlinge & MigrantInnen
oder Willkommen nur für die Nützlichen?
Podiumsdiskussion vor der Bundestagswahl
KandidatInnen für die Wahl in den Deutschen Bundestag und VertreterInnen der Parteien aus Schleswig-Holstein diskutieren mit Blick auf die Bundestagswahl Bedarfe einer künftigen Migrations- und Flüchtlingspolitik.
Montag â— 9. September 2013 â— um 19°° Uhr
im Legienhof â— Lichtsaal â— Legienstraße 22 â— Kiel-Mitte
Wie sollen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung in Bildung, Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche nachhaltig bekämpft werden? Welche strafrechtlichen Konsequenzen werden die Morde und Anschläge der „Zwickauer Terrorgruppe“ für die Täter und auch für diejenigen zeitigen, die eine Aufdeckung behindert und so zum Staatsversagen vor rechtsextremen Gewalttaten beigetragen haben? Werden Asylbewerberleistungsgesetz und Abschiebungshaft abgeschafft? Erhalten Flüchtlinge leichteren Zugang zu Sprachförderung und Arbeitsmarkt? Werden Diskriminierungen und ethnisch begründete Überlebensnot schutzwürdig? Wird in der nächsten Legislaturperiode eine Gesetzliche Bleiberechtsregelung durchsetzbar sein? Kommt ein robustes nationales Resettlement-Programm? Unterzeichnet Deutschland die UNO-Wanderarbeiter-Konvention?
Zu diesen und weiteren Fragen werden die bei der anstehenden Bundestagswahl konkurrierenden schleswig-holsteinischen KandidatInnen die Programme ihrer Parteien erläutern und miteinander diskutieren.
Input: „Willkommenskultur für alle! – Was sagen die
Parteiprogramme?“
Reinhard Pohl, Gesellschaft für politische Bildung e.V., Kiel
Es diskutieren miteinander und mit dem TeilnehmerInnen der Veranstaltung:
* Thomas Stritzl (angefragt), CDU SH
* Serpil Midyatli (angefragt), SPD SH
* Luise Amtsberg, Bündnis 90/Die Grünen SH
* Ingrid Brandt-Hückstädt, FDP SH
* Heiko Schulz, Piratenpartei SH
* Marcel Mansouri, Die Linke SH
Moderation: Johanna Boettcher, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein
VeranstalterInnen: Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. â— Landesbeauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen SH â— Antidiskriminierungsverband SH e.V. â— Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (im Rahmen des Projektes “Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein” )