Farbenfroh – Workshop “Kinderbuchgestaltung und Illustrationen”

Farbenfroh – Workshop “Kinderbuchgestaltung und Illustrationen”

Es ist wieder Zeit für einen Farbenfroh-Workshop!
Die Geschichten unserer Teilnehmer_Innen schreiten voran. Sowohl in Kiel als auch in Neumünster schreiben sie ihre Ideen nieder und führen diese weiter aus. Was für neue Geschichten entstehen, bleibt noch ein Geheimnis.

In unserem kommenden Workshop bekommen die Teilnehmer_Innen etwas theoretischen Input, aber vor allem gestalten sie ihre visuellen Ideen aktiv mit. So können sie auch schon Format, Hintergründe und einzelne Bilder mit Unterstützung der Referentin Franziska Ludwig gestalten.

In diesem Workshop geht es also um „Kinderbuchgestaltung und Illustrationen“!

„Farbenfroh“ verfolgt die Ziele,

– Jugendliche/junge Erwachsene auf die Themen der Diskriminierung und Vielfalt zu sensibilisieren sowie ihre Identität zu stärken,
– mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen Kinderbücher zu erschaffen, in denen sie ihre Kreativität entfalten können,
– Kindern verschiedene Lebensrealitäten zu vermitteln sowie
– Eltern, Bildungseinrichtungen und Vertreter/-innen der Politik zu erreichen.

Die Vielfalt unserer Gesellschaft soll bereits in Kinderbüchern gezeigt werden.

Das Projekt „Farbenfroh“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

samo.fa – Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt am 21.11.2017

samo.fa – Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt am 21.11.2017

Am 21.11.2017 lud die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projekts samo.fa zur Veranstaltung “Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt” ein. In Kooperation mit dem Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein wurden die Teilnehmenden ?ber die aktuelle rechtliche Lage aufgekl?rt. Folgende Fragen standen dabei im Mittelpunkt: Was ist ?berhaupt Diskriminierung laut rechtlicher Definition? Wie erkenne ich Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt? Was kann ich dagegen tun?
Die Inhalte wurden von einem Dolmetscher ins Arabische ?bersetzt, so dass insbesondere Gefl?chtete aus dem arabischen Raum, Fragen in ihrer Muttersprache stellen konnten. Die hohe Teilnehmerzahl als auch die aktive Beteiligung der Anwesenden zeigte, welche gro?e Relevanz das Thema unter Gefl?chteten bzw. Menschen mit Migrationshintergrund hat.

samo.fa ist ein Projekt des Bundesverbandes Netzwerk von Migrantenorganisationen (NEMO e.v.). Es ist zielt auf die Unterst?tzung von Gefl?chteten und Ehrenamtlichen in Migrantenorganisationen. Gef?rdert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung f?r Migration, Fl?chtlinge und Integration.

?Wir vergessen nicht!? ? Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der M?llner Anschl?ge

?Wir vergessen nicht!? ? Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der M?llner Anschl?ge

Die ?rtliche Moschee bot schon im Vorfeld der Gedenkfeier die M?glichkeit zum gemeinsamen Gebet. Der offizielle Teil der Gedenkfeier begann dann mit einer gemeinsamen Pressekonferenz der beteiligten Akteur_innen. B?rgermeister Wiegels, Staatssekret?r Geerdts, Staatsministerin ?zo?uz ? aber auch die anwesenden Repr?sentant_innen der t?rkischen Regierung bekr?ftigten einstimmig, der Kampf gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit m?sse unabh?ngig von politischen Differenzen als gemeinsame Aufgabe erachtet und angegangen werden.

Dr. Cebel K???kkaraca, Landesvorsitzender der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., betonte, Mehrheiten und Minderheiten m?ssten zusammenkommen, um miteinander und nicht ?bereinander zu reden ? damit alle Mitglieder der Gesellschaft die gleichen Teilhabechancen haben k?nnten und nicht Einzelne au?en vor blieben.

Und auch Faruk Arslan, Angeh?riger der Opfer von M?lln, die Menschen in M?lln, und in ganz Deutschland, d?rften niemals vergessen, dass sie zueinander geh?rten ? und nicht auseinander.

Nach dem von Vertreter_innen der verschiedenen ?rtlichen Glaubensgemeinschaften interreligi?s gestalteten Gedenkgottesdienst in der St. Nicolai-Kirche hatten die G?ste und alle M?llner_innen die Gelegenheit, im gemeinsamen Gang die beiden Brandh?user aufzusuchen und dort mit Blumen und Schweigeminuten der Opfer und ihrer Angeh?rigen zu gedenken.

Im Quellenhof fand schlie?lich die Abschlussveranstaltung statt, bei der verschiedene Redner_innen ihre Gedanken und W?nsche bez?glich des besonderen Anlasses zum Ausdruck brachten.

B?rgermeister Wiegels berichtete von zahlreichen Aktivit?ten, die sich aus der M?llner Zivilgesellschaft heraus in Reaktion auf die Anschl?ge entwickelt hatten, um eine Wiederholung einer solchen Trag?die auf jeden Fall zu verhindern. Der 23. November 1992 sei ein unausl?schbarer Teil der Geschichte M?llns und die Stadt sei sich der besonderen Verantwortung und der Aufgabe, die daraus erwachsen sei, bewusst und nehme diese sehr ernst.

Staatssekret?r des Inneren Geerdts hob insbesondere die gro?e innere St?rke der Angeh?rigen vor, die sich darin zeige, dass sie in jedem Jahr an diesem besonders schweren Tag trotzdem die Kraft f?nden, das Gedenken und Trauern gemeinsam mit einer gro?en ?ffentlichkeit zu begehen. Auf diese Weise w?rden alle, die f?r das Erinnern, den Kampf gegen Rassismus und den Sinn f?r Gemeinschaft eintreten, jedes Jahr erneut gest?rkt ? denn: ?Das Miteinander beginnt in den K?pfen.?

Staatsministerin ?zo?uz betonte ihrerseits, so schrecklich die Ereignisse im November 1992 gewesen seien, h?tten sie doch einen ersten Wendepunkt dargestellt und so in die Gesamtgesellschaft ausgestrahlt. Sie forderte, dass diejenigen gest?rkt werden m?ssten, die sich zusammen und f?r ein gemeinsames Eintreten f?r Menschenrechte und f?r die unantastbare Menschenw?rde einsetzten.

Dr. K???kkaraca fasste in seinem Beitrag die Aussagen viele Redner zusammen. Nicht nur Gedenken und Solidarit?tsbekundung sei die Pflicht aller ? insbesondere m?ssten auch Ursachenforschung und Ursachenbek?mpfung als ganz eindeutige Aufgabe der Gesamtgesellschaft verstanden werden. Die wichtige Botschaft, die an diesem und jedem anderen Tag ausgesandt werden m?sse, sei folgende: Wir sind hier! Und wir vergessen nicht!

Insbesondere die Reden von ?brahim und Faruk Arslan gaben viele Denkanst??e. Es sei von gro?er Bedeutung, die Opfer und Angeh?rigen noch viel st?rker in den Mittelpunkt des Gedenkens zu stellen und sich nicht in Erkl?rungssuchen und Verstehensversuchen f?r die T?ter und ihr Verhalten zu verlieren. Und man d?rfe nie vergessen: Alle Menschen in M?lln und in Deutschland sollten wie eine Familie sein ? und eine solche Freundschaft d?rfe durch nichts und niemanden kaputt gemacht werden.

(c) Fotos: TGSH + Hasan Atmaca

25. Jahrestag des Brandanschlags von Mölln

Am kommenden 23. November ist es 25 Jahre her, dass in Mölln Neonazis durch einen Brandanschlag die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan töteten. Neun weitere Menschen wurden, teils schwer, verletzt.

Wir beobachten daher mit großer Sorge die Zunahme von rassistischen, fremden- und islamfeindlichen Debatten in der Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund der NSU-Morde, brennender Flüchtlingsunterkünfte und dem Einzug einer rechtspopulistischen Partei in verschiedene Landtage und den Bundestag, ist das Gedenken an die Opfer und ihrer Angehörigen deshalb wichtiger denn je. Der Brandanschlag in Mölln steht dabei für einen gefährlichen Zusammenhang zwischen politischen Diskursen und mörderischen Taten.

Gleichwohl blicken wir auch mit Zuversicht und Optimismus auf einige Entwicklungen. Tausende ehrenamtlich Engagierte haben in den letzten Jahren durch ihre Arbeit für und mit Geflüchteten ein neues Bild von deutscher Willkommenskultur entstehen lassen. Und überall werden Stimmen laut, die Menschenfeindlichkeit und Rassismus anprangern.

Dr. Cebel Küçükkaraca, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, erklärt: „Diese gesamtgesellschaftliche Antwort auf rechtes Gedankengut und Gewalt ist sehr ermutigend. Daher wollen wir den heutigen Tag nutzen, um gemeinsam den Opfern von damals und heute zu gedenken, unsere Stimme gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu erheben, und denen zu danken, die weiterhin täglich im Sinne der Menschlichkeit handeln und wirken

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt am 21.11.2017 um 18 Uhr

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt am 21.11.2017 um 18 Uhr

Nicht nur in Kiel herrscht Wohnungsknappheit. Für viele Menschen ist es sehr schwierig eine Wohnung zu finden. Nicht wenige begleitet das Gefühl, benachteiligt zu werden. Doch was ist überhaupt Diskriminierung? Wie erkennt man Benachteiligung auf dem Wohnungsmarkt? Was sind die Rechte jedes Einzelnen? Und wie können diese eingeklagt werden? Diese und andere Fragen werden bei diesem Workshop bearbeitet. Die Teilnahme ist kostenlos.