28.08.2019
Am 26.08.2019 fand zum dritten Mal die samo.fa Dialogkonferenz der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Das Motto der Veranstaltung lautete: ?Angekommen? Teilhaben jetzt!?. Ziel war es ?ber die Erfolge und Herausforderungen der Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte gemeinsam ins Gespr?ch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die ehrenamtlichen Aktivit?ten und Erfahrungen der migrantischen Vereine und Initiativen in der Integrationsarbeit. Begr??t wurden die ?ber 100 Teilnehmenden im Ratssaal des Kieler Rathauses vom Landesvorsitzenden der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Dr. K???kkaraca. Es folgten Gru?worte von Herrn St?cken, Stadtrat f?r Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport der Landeshauptstadt Kiel, von Frau Azazmah, Referentin des Beauftragten f?r Fl?chtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, und von Frau Ayyildiz, Vorsitzende des Forums f?r Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel.
Im Anschluss an die Gru?worte wurde ein Video ?ber die Aktiven und Aktivit?ten von samo.fa gezeigt. Einzelne Ehrenamtliche leiteten dann zu den Thementischen ?ber, indem sie ?ber ihre eigene Erfahrungen im Bereich ?Wohnungsmarkt?, ?Arbeitsmarkt und Bildung? sowie ?Aufenthalt? vor den Anwesenden berichteten. Zu diesen Themen folgten insgesamt drei Diskussionsrunden, wo sich die Freiwilligen mit Hauptamtlichen der Integrations- und Sozialarbeit, Politiker*innen auf Landes- und Stadtebene sowie anderen Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft austauschten und erste L?sungsideen entwickelten. Ausgew?hlte Moderator*innen hielten die Ergebnisse fest und stellten diese im Plenum vor. Zeichnerisch begleitet wurde die Veranstaltung durch ein Graphic-Recording Team. Zum Abschluss blieben die G?ste bei Speisen und Getr?nken weiter im Gespr?ch und rundeten so die gesamte Veranstaltung erfolgreich ab.
Lokaler Partner von samo.fa ist die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Kooperationspartner*innen der diesj?hrigen Dialogkonferenz waren das Forum f?r Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel, die Afghanische Gemeinschaft, La Cultura, der Fl?chtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., die J?dische Gemeinde Kiel e.V., Kiel hilft e.V., die Kurdische Kulturschule e.V., der Parit?tische Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. , die ZBBS e.V. und das ZEIK.
Seit 2016 st?rkt und gewinnt samo.fa Menschen mit Migrationsgeschichte als Aktive f?r die Unterst?tzung von Gefl?chteten. Das K?rzel samo.fa steht daher f?r die St?rkung von Aktiven aus Migrant*innenenorganisationen in der Fl?chtlingsarbeit.
samo.fa wird durch die Beauftragte der Bundesregierung f?r Migration, Fl?chtlinge und Integration gef?rdert.
26.08.2019
Wir wollen in diesem Jahr einerseits eine Bilanz ziehen und fragen: Wo und wie gelingt die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte in den Kieler Alltag? Was tragen hierzu Aktive mit Migrationshintergrund bei? Zum anderen wollen wir über die Probleme und Herausforderungen im Bereich Bildungs- und Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt sowie Aufenthalt sprechen und gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie und wo können Aktive mit Migrationshintergrund zu einem weiteren Gelingen der Integration in den Alltag beitragen?
Auch bei der diesjährigen Konferenz ist das Ziel, in einen gemeinsamen Dialog zu treten und sich auszutauschen. Interessierte Kielerinnen und Kieler, Ehrenamtliche aus Migrantenorganisationen sowie potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer der Zivilgesellschaft und Politik sind herzlich eingeladen, an diesen und anderen Fragen zu arbeiten, um gemeinsam Ideen auszutauschen und sich zu vernetzen.
Um Anmeldung wird unter samo.fa@tgsh.de gebeten
16.08.2019
Auch in diesem Jahr veranstaltete die T?rkische Gemeinde in S-H e.V. zum zweiten Mal das Festival ?Beatz im Park?. Vom 1.8. ? 4-8.19 gab es ein viert?giges Hip-Hop- und Sportfestival. Organisiert wurde dieses von den Kieler M?dchen- und Jugendtreffs der Statt.Mission.Mensch und der TGS-H im Rahmen des Projektes DISSkriminierung und den Rappern von KiElite. Gemeinsam wurde ein Programm ausgearbeitet, indem sowohl Workshops zur Hip-Hop Kultur und deren f?nf Grundelementen MCing, DJing, Breakdance, Graffiti und Knowledge, als auch diverse Angebote zu Trendsportarten, wie Skateboard-Workshops und Basketballturniere angeboten wurden. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das All- Style Tanz Battle zu dem teilweise ?ber 300 Besucher_innen vor Ort waren und sich 23 T?nzer _innen angemeldet hatten. Fotos und Videos folgen auf Facebook #Beatz im Park.
?Beatz im Parkt? findet ganz im Sinne des Veranstaltungsortes in dem Sport- und Begegnungspark Gaarden statt. Hier k?nnen alle zusammen kommen, die Lust haben etwas Neues auszuprobieren oder sich mit anderen austauschen wollen und dabei neues entstehen lassen m?chten. M?glich machten das vor allem K?nstler*innen aus ganz Deutschland, Belgien und den USA, die ihre Erfahrungen im Sinne des Each-One-Teach-One mit interessierten Kindern und Jugendlichen teilen. Darin steckt auch der Ansatz des Empowerments, denn es ist nicht nur wichtig, sich mit dem Thema Rassismus theoretisch auseinanderzusetzen und Menschen zu sensibilisieren, sondern die St?rken der gesellschaftlichen Vielfalt empowernd zu leben. Gemeinsam mit dem K?nstler Spiritchild aus der Bronx gingen die Teilnehmer_innen im Hip-Hop Knowledge Workshop den Urspr?ngen der Hip-Hop Kultur auf den Grund. Die Geschichte des Hip-Hops ist deshalb relevant, da der Bezug zu den Urspr?ngen des Hip-Hops f?r die marginalisierten und post-migrantischen Jugendlichen schon immer Relevanz hat. Fragen nach der eigenen Identit?t, nach gesellschaftlicher Verantwortung sowie der eigenen Wirkungsmacht innerhalb der Gesellschaften. Fragen von ?Wer bin ich?? bis ?Was und wer beeinflusst die Gesellschaft(en) ma?geblich?? werden nicht nur auf internationaler und politischer Ebene diskutiert, sondern vor allem auch lokal vor Ort und somit auch in der Kultur des Hip-Hops. Wir freuen uns daher besonders auf den Aftermovie und die abschlie?ende Foto-Doku.
Dieses Projekt wird gef?rdert aus Mitteln des Verf?gungsfond Gaardens, im Rahmen des St?dtebauprogramms ?Soziale Stadt”.
24.07.2019
Am 23.07.2019 war Michael Saitner, gesch?ftsf?hrender Vorstand des Parit?tischen Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein, zu Besuch bei der TGS-H. Im Gespr?ch mit dem Landesvorsitzenden, Dr. Cebel K???kkaraca, und den Mitarbeitenden der Gesch?ftsstelle der TGS-H ging es um ein gegenseitiges erstes Kennenlernen und die Weiterentwicklung von Kooperationen zwischen der TGS-H und dem Parit?tischen in der Zukunft. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen und sehr guten Zusammenarbeit.
31.05.2019
Mit den Kl?ngen der Ney, einer orientalischen Holzfl?te, leitete die Gruppe Anadolu das Fastenbrechen der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ein, welches am vergangenen Mittwoch in der Hansestadt L?beck ausgerichtet wurde. Das Fastenbrechen der TGS-H ist inzwischen schon zur Tradition in Schleswig-Holstein geworden. Auch in diesem Jahr folgten viele verschiedene Vertreter*innen aus Politik, Beh?rden, Institutionen und Vereinen der Einladung.
Der Landesvorsitzende der TGS-H, Dr. Cebel K???kkaraca, begr??te die G?ste und erkl?rte, die T?rkische Gemeinde setze sich seit vielen Jahren f?r eine vielf?ltige Gesellschaft ein, in der Menschen verschiedenster Herkunft, Religion oder Sexualit?t friedlich, respektvoll und solidarisch miteinander leben. Auch die muslimische Urgemeinde strebte vor nahezu 1400 Jahren im Fastenmonat Ramadan nach gesellschaftlichem Frieden, Zusammenhalt, Freundschaft Barmherzigkeit und Solidarit?t. ?Der sich an diesen Werten orientierende Islam und die wichtigsten Werte unseres Grundgesetzes stehen daher auch nicht im Widerspruch?, so K???kkaraca. Wenn der Islam nicht ganz selbstverst?ndlich als Teil Deutschlands betrachtet werde, so r?ttle dies an dem Fundament der Gesellschaft und dem Grundgesetz.
Innenminister Grote lobte die Worte des Landesvorsitzenden und erl?uterte die Angst vor Fremden w?rde von Menschen gesch?rt, die lieber leugnen als sich auseinanderzusetzen. Er bedankte sich f?r die Gastfreundschaft der TGS-H, da diese M?glichkeiten schaffe, um miteinander ins Gespr?ch zu kommen.
Die Landtagsvizepr?sidentin Frau Eickhoff-Weber betonte die Parallele zum christlichem Glauben, in dem es auch eine Fastenzeit gibt, und bedauerte gleichzeitig, dass diese an Bedeutung verliere. Gerade in unserer ?berflussgesellschaft sei diese Zeit wichtig, da es nicht um materiellen sondern um geistigen Gewinn gehe. Sie erkl?rte au?erdem, die TGS-H leiste einen Beitrag f?r gutes Zusammenleben in Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinander zu brechen drohe.
?Zusammen zu feiern ist eine gute Grundlage, um zusammen zu arbeiten!? stellte B?rgermeister Lindenau fest. Das Fastenbrechen sei zudem ein klares Signal an Populist*innen f?r eine offene Gesellschaft.
Der Theologe und Mitarbeiter der TGS-H Mohamed Shehata gab einen kurzen ?berblick zu wissenswerten Fakten ?ber den Ramadan: ?Jedes Jahr begeben sich Muslim*innen weltweit in einen Monat der Besinnung. Sie entziehen sich in diesem Monat tags?ber nicht nur des Essens, Trinkens und des Beischlafs, sondern vor allem den schlechten Gewohnheiten.? Neben dem Gottesdienst habe der Ramadan auch eine Erziehungsfunktion, denn er schule die Geduld, die Selbstbeherrschung und erh?he die Wertsch?tzung f?r all Jenes, was selbstverst?ndlich erscheine. Da man im Ramadan ein Gef?hl daf?r bekomme, was es hei?t zu hungern und zu dursten, erh?he es auch die Empathie und die Motivation zur Almosensteuer.
Auch die Almosensteuer ?zakat? ist eine zentrale S?ule des muslimischen Glaubens. Die TGS-H sammelte beim Fastenbrechen f?r das Kinder-Hospiz Sternenbr?cke.
And?chtige Stimmung herrschte, als die Sonne unterging bei der Koranrezitation des Imams Zekeriya Sevin?.
Der islamische Gebetsruf bei Einbruch der Dunkelheit l?utete das Fastenbrechen ein.
Viele Menschen brechen ihren Fastentag traditionell mit Datteln.
Nach dem Fastenbrechen sa?en G?ste und Gastgeber und noch bei Gesp?chen zu sanften musikalischen Kl?ngen zusammen.