Beatz im Park

Beatz im Park

?Beatz im Park? ist ein einw?chiges HipHop- und Sportfestival. Organisiert wurde dieses von den Kieler M?dchen- und Jugendtreffs und der TGS-H im Rahmen des Projektes DISSkriminierung und den Rappern von KiElite. Gemeinsam wurde ein Programm ausgearbeitet, indem sowohl Workshops zur HipHop Kultur und deren f?nf Grundelemente MCing, DJing, Breakdance , Graffiti und Knowlede als auch diverse Angebote zu Trendsportarten wie Skatboard Workshops und Fu?ball- und Basketballtuniere angeboten werden. Ein besonderes Highlight ist das Angebot ?Bars aus der Zelle?. In einer Telefonzelle, die zu einem kleinen Tonstudio von Plattenmoster GmbH Kiel umfunktioniert wurde, kann man einfach mal ausprobieren, wie es sich anh?rt, wenn man selber Musik aufnimmt.
?Beatz im Parkt? findet ganz im Sinne des Veranstaltungsortes in dem Sport- und Begegnungspark Gaarden statt. Hier k?nnen alle in zusammen kommen, die Lust haben etwas Neues auszuprobieren oder sich mit anderen austauschen wollen und dabei neues entstehen lassen m?chten. M?glich machen das vor allem K?nstler*innen aus ganz Deutschland und Belgien, die ihre Erfahrungen im Sinne des Each-One-Teach-One mit interessierten Kindern und Jugendlichen teilen. Darin steckt auch der Ansatz des Empowerments, denn es ist nicht nur wichtig, sich mit dem Thema Rassismus theoretisch auseinanderzusetzen und Menschen zu sensibilisieren, sondern die St?rken der gesellschaftlichen Vielfalt empowernd zu leben.
Los geht es mit der Er?ffnungsveranstaltung am 28.07.2018 um 17 Uhr im Sport- und Begegnungspark. Enden wird die Festivalwoche mit einem gro?en Abschlussfestival am Samstag, den 04.08.2018. Unter der Woche k?nnen alle Interessierten ab 16 Uhr diverse Workshops und Sportangeboten teilnehmen. Das Programm ist der Seite angef?gt.
” Dieses Projekt wird gef?rdert aus Mitteln des Verf?gungsfond Gaarden im Rahmen des St?dtebauprogramms Soziale Stadt”.

Urteilsverkündung zu den NSU Morden

Heute endete der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte. Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein begrüßt die Verurteilung der Hauptangeklagten und vier weiterer Unterstützer des rechtsterroristischen NSU. Mit den bisher erfolgten Anklagen wurde vor allem aus prozesstaktischen Gründen nur ein eingeschränkter Täterkreis verfolgt, womit einerseits das hohe Strafmaß der Hauptangeklagten erreicht werden konnte, aber andererseits viele Fragen offen und ungeklärt bleiben.

Mehrere parlamentarische Untersuchungsausschüsse, umfangreiche Recherchen der Zivilgesellschaft und Presse zeichnen ein sehr viel differenzierteres Bild, als im Prozess verhandelt werden konnte. Ein Bild eines viel größeren Netzwerkes, in denen dutzende Personen rechtsextremer Organisationen – darunter auch V-Männer des Verfassungsschutzes – arbeitsteilig eine Infrastruktur für Morde und das Leben der Haupttäter im Untergrund für über ein Jahrzehnt sicherstellten. Zwei Haupttäter sind lange tot und vier weitere Personen wurden heute zunächst verurteilt. Gleichwohl stellt sich uns die Frage, warum mehr als ein halbes Jahrzehnt nach der öffentlichen Aufdeckung des NSU und trotz zahlreicher Erkenntnisse zum Helferkreis dieser Terroristen nicht noch mehr Personen angeklagt worden sind. Schließlich versprach die Bundespolitik bereits 2012 monatelang „lückenlose Aufklärung“.

Lückenlose Aufklärung ist mit dem heutigen Urteil allerdings noch lange nicht erreicht. Nach wie vor stehen viele Widersprüche im Raum, die u.a. auch im Prozess hätten aufgeklärt werden können. Gleichwohl wurden wichtigen Zeugen durch staatliche Behörden keine Aussagegenehmigungen eingeräumt, andere Zeugen verstarben zur Unzeit vor ihren Aussageterminen und ganze Aktenberge mit relevanten Informationen wurden außerplanmäßig durch Behördenvertreter_innen vernichtet. Dafür wurde niemand vor Gericht gestellt.

Der Landesvorsitzende der TGSH, Herr Dr. Cebel Küçükkaraca sagt daher: „Mit dem Prozessende heute haben wir in der Aufarbeitung des NSU lediglich ein Kapitel über den Rechtsterrorismus in Deutschland geschrieben, viele weitere müssen folgen. Kapitel, in denen wir auch alle staatlichen Akteure zur vollständigen Kooperation auffordern und alle noch lebenden Zeugen hören möchten. Schließlich ist die Aufarbeitung des NSU mehr als nur eine Geschichte schrecklicher Morde im Namen einer kranken Idee. Es ist die Geschichte, wie Deutschland mit Rassismus, Rechtsextremismus, menschenfeindlichen und lebensverachtenden Ideologien umgeht.“

Canan Uzerli – Die Stimme aus dem Inneren

Canan Uzerli – Die Stimme aus dem Inneren

Canan Uzerli & Band Konzert
Die Stimme aus dem Inneren

06. Juli 2018

um 21.00 Uhr

Live im CVJM
Große Petersgrube 11
23552 Lübeck

Eintritt: VVK: 12,00 €,
AK: 15,00 €
erms: 8,00 €

Fachtag “Mehr WIR in der Wehr”

Fachtag “Mehr WIR in der Wehr”

Nach zwei Jahren war es im Projekt “Mehr WIR in der Wehr” an der Zeit, die Arbeit und die konkreten Ergebnisse zu reflektieren und Nachjustierungen f?r das zuk?nftige Fortschreiten des Projekts vorzunehmen.
Daf?r hatte die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Partner_innen und Interessierte aus Migrant_innen-Organisationen und Feuerwehren des Landes nach Neum?nster eingeladen.

Dr. Cebel K???kkaraca, der Landesvorsitzende, beschrieb in seinem Gru?wort, dass eine funktionierende Gesellschaft dieselben Grundwerte aufweise, die auch in allen Weltreligionen auftauchten – und f?r die sich auch Feuerwehren einsetzten. Daher sei es nur einleuchtend, in Freiwilligen Feuerwehren alle Menschen einzubeziehen, die auch diese Werte teilen – unabh?ngig von ihrem Migrationshintergrund. “Wenn der Wind der Ver?nderung weht, bauen die einen Mauern – und die anderen Windm?hlen”, zitierte er ein bekanntes Sprichwort, und betonte dann, dass diese Windm?hlen nur gemeinsam errichtet werden k?nnten.

Landesbrandmeister Frank Homrich best?tigte diesen Gedanken. Feuerwehr sei das sch?nste Ehrenamt, auch weil es einfach Spa? mache, anderen Menschen zu helfen. Um auf die gesellschaftlichen Ver?nderungen ad?quat zu reagieren, k?nne man jeodch nicht allein vorgehen, erkl?rte er und f?gte hinzu, er finde es sch?n, dass durch das Projekt “der Hebel angesetzt wird, das gemeinsam zu versuchen.”

Begegnungen zu schaffen, um Vorurteile abzubauen, sei immer die beste Vorgehensweise, um Probleme zu bew?ltigen und zu l?sen – schloss sich auch Serpil Midyatli, Mitglied des Landtags. Es sei “immer ein Gewinn, wenn Mehrheitsgesellschaft und Migrantencommunities zusammenkommen”. Das Projekt bringe aber vor allem Gruppen zusammen, die sonst nur wenige Ber?hrungspunkte h?tten und deshalb sei sie zuversichtlich, dass am Ende des Dialogs ein Weg stehe “f?r mehr Miteinander, mehr Zusammenhalt – und mehr WIR in der Wehr.”

Nach der Projektpr?sentation hatten die Teilnehmer_innen die Gelegenheit sich in einem intensiven Arbeitskreis ?ber die bisherige Arbeit und ihre Ergebnisse ausztauschen und au?erdem Anregungen und W?nsche f?r die weitere Projektarbeit anzubringen.

Das Projekt “Mehr WIR in der Wehr” hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein und die Motivation von Menschen mit Migrationshintergrund f?r das Ehrenamt in der Feuerwehr zu st?rken – und Angeh?rige von Feuerwehren in ihren interkulturellen Kompetenzen zu st?rken, um sich auf die Zusammenarbeit mit Angeh?rigen dieser neuen Zielgruppe optimal vorzubereiten.

Gef?rdert durch das Bundesministerium des Innern, f?r Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms ?Zusammenhalt durch Teilhabe?.

Iftar-Essen der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein

Iftar-Essen der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein

Am Mittwoch, den 30.05.2018, lud die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein zum allj?hrlichen Fastenbrechen in Kiel-Gaarden ein. Der Landesvorsitzende, Dr. Cebel K???kkaraca, begr??te die rund 200 G?ste im feierlich geschm?ckten Saal des ?Mega Saray?. Darunter waren erfreulicherweise viele verschiedene Vertreter_innen aus Politik, Beh?rden und Vereinen.
In seiner Rede betonte der Vorsitzende, dass die Vielfalt unter den Anwesenden dieses Fest zu einem Abbild der Gesellschaft mache, f?r die sich die TGS-H seit vielen Jahren einsetze. Auch im Ramadan gehe es um gesellschaftlichen Frieden, Zusammenhalt und Solidarit?t. Dieses ?Wir? sei ?in Zeiten der Globalisierung, des Leistungsdrucks, der Individualisierung und des Populismus? in Gefahr. Umso mehr empfinde er das gemeinsame Feiern von Muslim_innen und Nicht-Muslim_innen an diesem Abend als ein wichtiges und positives Zeichen.
Der eingeladene Ministerpr?sident von Schleswig-Holstein, Daniel G?nther, nannte es eine gro?e Ehre bei diesem religi?sen Fest dabei zu sein und sprach seine Bewunderung f?r die Menschen aus, die w?hrend des Ramadans fasteten. Ferner unterstrich er die Gemeinsamkeiten der Religionen und hob hervor: ?Selbstverst?ndlich geh?ren Sie alle und geh?rt der Islam zu Deutschland?. Er w?rdigte die Arbeit der TGS-H als gro?e Leistung und wichtiges verbindendes Element in der Gesellschaft.
Anschlie?end pr?sentierte der Theologe, Ya?ar Topkan, Wissenswertes zum Ramadan. Seiner Ansicht nach ist Ramadan ein Monat der Erziehung, bei dem die Empathie mit den Armen im Mittelpunkt steht: ?Mit unserem Fasten lernen wir die ?Geduld bzw. Selbstbeherrschung und den Dank f?r all jenes, was f?r uns bisher selbstverst?ndlich erschien; Wir kriegen ein Gef?hl daf?r, was es wirklich hei?t, zu hungern und zu dursten?. Dies erh?he die Motivation, die Pflichtabgaben und Spenden zu leisten und somit auch zu teilen. Des Weiteren geht es um eine ?Reinigung der Seele?, denn Fasten bedeutet ?Konzentration auf das Wesentliche und Verzicht auf das ?berfl?ssige.?
Die Rezitation des Korans erfolgte durch Imam Osman Nuri Aksakall?, welche die Anwesenden auf das Fastenbrechen einstimmte. Nadiye Bahar Ercan ?bersetzte anschlie?end die Koranverse ins Deutsche.
Nachdem Osman Nuri Aksall? und Ya?ar Topkan den traditionellen Gebetsruf vortragen hatten, wurde gemeinsam das Fasten gebrochen. W?hrend und nach dem Essen kamen die G?ste miteinander ins Gespr?ch und lie?en den Abend in besinnlich-angeregter Atmosph?re ausklingen.