29.05.2018
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. empfing in ihren Vereinsr?umen auch in diesem Sommer gleich zwei Mal (Fr, den 16.7.2010 und Fr, den 23.7.2010) insgesamt 116 Teilnehmer aus 26 verschiedenen Nationen, die an dem Workshop ?Volksgruppen und nationale Minderheiten in Deutschland? der Europ?ischen Akademie Schleswig-Holstein (Sankelmark) teilnahmen.
Im Rahmen dieses Workshops hatten die Stipendiaten des Internationalen Parlamentsstipendiums (IPS) des Deutschen Bundestages eine besonders interessante Gelegenheit, die Situation der nationalen Minderheiten in Deutschland ferner die Arbeit, Struktur sowie Organisation der T?rkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. n?her kennen zu lernen. Der Landesvorsitzende Dr. Cebel K?c?kkaraca trug nach seiner Begr??ung einen Beitrag zur Situation ?ber die in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Minderheiten vor. Anschlie?end kamen rege Diskussionen in Form von Fragen seitens der Besucher und Antworten seitens der Vertreter des Vereins zustande. Am Buffet mit kulinarischen Spezialit?ten aus Anatolien erholten sich die G?ste vom ersten Teil der Veranstaltung. Gleichzeitig kamen in kleineren Gruppen Austauschgespr?che zwischen den Stipendiaten und den Gastgebern zustande Die zweite H?lfte der Veranstaltung bot ein kulturelles Programm u.a. mit Livemusik und Bauchtanz. Die T?rkische Gemeinde hat die Besuche der Europ?ischen Akademie in angenehmer Erinnerung und freut sich auch im n?chsten Jahr eine neue Generation von Stipendiaten empfangen zu d?rfen, um erneut einen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen durch Verst?ndigung, Begegnung und interkulturellen Austausch leisten zu k?nnen.
29.05.2018
Presseerklärung
Kiel – TGSH zum 25. Jahrestag des rassistischen Anschlags in Solingen
Am 29. Mai 1993 warfen vier Rechtsextreme in Solingen Brandsätze in das Haus der Familie Genç und töteten zwei Töchter, zwei Nichten und eine Enkelin des Ehepaars Mevlüde und Durmuş Genç.
Auch nach 25 Jahren möchte die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein an die Opfer dieses schrecklichen Anschlags erinnern.
Schließlich waren es gerade solche Anschläge wie in Mölln, Rostock und Solingen, welche die Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein damals im Jahr 1995 zu ihrer Gründung bewegten. Das vorrangige Ziel war, gegen diese Welle der Gewalt ein Zeichen zu setzen und einen Appell an die Gesellschaft und die Politik zu richten.
Die Hoffnung war, dass durch eine langjährige Integrationsarbeit Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Einwander_innen und ihre Nachkommen der Nährboden entzogen wird und die Gesellschaft keinerlei rassistische Gewalt mehr duldet.
Jedoch brennen heute wieder Häuser, inzwischen Flüchtlingsunterkünfte – erschreckenderweise in einem bisher noch nie da gewesenen Ausmaß.
„Zurückzuführen ist dies häufig auf den nur sehr schwer zu beseitigenden latenten Alltagsrassismus, der den Nährboden für solche Gewalttaten bildet und dem viele Millionen von Menschen in Deutschland und Europa weiterhin ausgesetzt sind“, sagt Dr. Cebel Küçükkaraca, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Diesen Alltagsrassismus den Menschen bewusster zu machen, bleibe weiterhin eine zentrale Aufgabe bei der Gestaltung einer besseren Zukunft Deutschlands und Europas. Wichtig sei auch die Erkenntnis, dass Gewalttaten gegen Flüchtlingsunterkünfte vielfach nicht durch hochorganisierte Gruppen begangen würden, sondern durch frustrierte Einzeltäter oder Kleingruppen, die sich teils spontan zu diesen Anschlägen hinreißen ließen.
Hinzu komme, dass das Vertrauen der Migrantenbevölkerung in die Politik und in die Gesellschaft seit der Aufdeckung der NSU Morde gemeinsam mit den steigenden rassistischen Angriffen abgenommen habe. Dieses Vertrauen könne nur durch eine umfassende strafrechtliche Aufklärung aller rassistischen Morde und Anschläge sowie eine breitere und konsequente Sensibilisierung mit dieser Problematik von Seiten der Politik wieder aufgebaut werden.
Erfreulich sei nach Küçükkaraca dagegen, dass gerade in dieser politisch schwierigen Zeit die Hinterbliebenen Deutschland nicht mit Hass betrachteten, sondern trotz dieses Schicksalsschlags gelernt hätten, diese Gesellschaft zu lieben und sich für ein versöhnliches, solidarisches und demokratisches Deutschland einzusetzen.
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Elisabethstr.59 , 24143 Kiel
Tel.: 0431/ 76 114/-15 oder Tel.: 0431/ 364 17 22/-23
E-Mail: presse@tgsh.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
25.05.2018
In Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband S-H wird vom 25.05.-27.05.2018 der Workshop „Interkulturelle Öffnung“ angeboten. Fragen, die dabei bearbeitet werden, sind unter anderem:
Was ist eigentlich Kultur? Was ist meine Kultur – was ist unsere Kultur?
Wie funktioniert Wahrnehmung? Welche Auswirkungen hat das auf unser tägliches Leben?
Wie kommunizieren wir? Wie prägen uns dabei Vorurteile?
Welche Kompetenzen bringen wir für Interkulturelle Kommunikation mit?
Wie kann Interkulturelle Öffnung bei der Feuerwehr funktionieren?
Ort: Jugendfeuerwehzentrum RD
Datum: 25.05.-27.05.2018 (Fr.-So.)
Die Teilnahme ist kostenlos. Übernachtung/Verpflegung werden gestellt, Fahrtkosten können erstattet werden.
Anmeldung per Nachricht oder per Mail an feuerwehr@tgsh.de .
03.05.2018
Am 6. Mai 2018 werden in Schleswig-Holstein neue Kommunal- und Kreisparlamente gew?hlt.
Nahezu 2,4 Millionen wahlberechtigte B?rger_innen k?nnen ihre Stimmen abgeben und damit direkt Einfluss auf das Leben in ihrem Wohnort nehmen.
Die W?hler_innen bestimmen mit ihren Stimmen, welche politische Parteien und welche Politiker_innen sich in den kommenden f?nf Jahren f?r ihre Belange in ihren Gemeinden und Kreisen einsetzen werden.
F?r die St?rkung der Demokratie ist es wichtig, dass B?rger_innen einerseits w?hlen gehen und aktiv an der Politik teilnehmen. Andererseits k?nnen sie der Gesellschaft, in der sie leben, nur so mitteilen, dass sie Teil dieser Gesellschaft sind. Nicht zu w?hlen bedeutet gleichzeitig, rechtsorientierten Parteien und antidemokratischen Tendenzen mehr Macht zu verleihen.
Die T?rkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ruft daher alle Wahlberechtigten auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Gehen Sie am Sonntag zur Wahl und st?rken Sie mit Ihrer Stimme unsere Demokratie!
Mit Ihrer Stimme stellen Sie die Weichen f?r die n?chsten f?nf Jahre unseres Bundeslandes und entscheiden ?ber die Zukunft aller Mitb?rger_innen.
Wir w?nschen allen eine rege Teilnahme an den Kommunalwahlen 2018.
02.05.2018
Am 26.04. fand im Sportpaark Gaarden der j?hrliche Ostufer Ausbildungs-Aktiv-Tag statt. Organisiert war die Ausbildungsmesse vom Wirtschaftsb?ro Gaarden, dem Jobcenter Kiel, der stadt.mission.mensch, der Bildungsberatung Kiel-Ost, dem Stadtteilb?ro Ost und der KAUSA Servicestelle Kiel.
Wie schon in den Jahren zuvor haben die Betriebe kleine Aktivit?ten angeboten. Bei der B?ckerei G?nther und dem Hotel Birke mussten die Sch?ler_innen z.B. Brote bzw. Lebensmittel erkennen. Die Schiffswerft Gebr. Friedrich GmbH & Co. KG lie? die Sch?ler_innen u.a. ein Schraubgewinde in eine Metallplatte schneiden und bei den AWO Serviceh?usern konnten sie erfahren, wie sich alte Menschen k?rperlich f?hlen, indem sie sich einen Alterssimulationsanzug angezogen haben.
F?r die etwa 300 Sch?ler_innen war das doppelt gut: Sie haben einen Einblick in den jeweiligen Beruf erhalten und sie zeigten, was sie drauf haben. Die meisten Betriebe suchten noch Auszubildende f?r dieses Jahr. Schulzeugnisse spielten auf der Messe aber nur eine geringe Rolle. Wer also einen guten Eindruck hinterlie?, konnte sich so noch einen begehrten Ausbildungsplatz oder Praktikumsplatz sichern.
Die Betriebe waren begeistert. Durch das ?aktive Konzept? kamen sie leicht mit den Sch?ler_innen ins Gespr?ch und konnten herausfinden, wer wirklich Interesse an dem Beruf hat. Zufrieden war dementsprechend auch der Stadtpr?sident Tovar, der die Schirmherrschaft f?r den Ostufer Ausbildungs-Aktiv-Tag ?bernommen hatte. Er forderte die Betriebe und Schulen auf, im n?chsten Jahr wieder teilzunehmen, damit die Jugendlichen weiterhin die M?glichkeit haben, sich abseits von Zeugnis und Noten zu beweisen.