Das Projekt Joblife Plus Pinneberg richtet sich wie das vorherige Projekt Joblife Pinneberg an Menschen, die Flucht- oder Migrationserfahrung haben und inzwischen als Langzeitarbeitslose definiert werden. Joblife Plus verfolgt das Ziel, den Teilnehmer*innen eine schnelle und nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Das Nachfolgeprojekt Joblife Plus Pinneberg beinhaltet wie bisher gehabt die teilnehmerorientierten Projektbausteine wie Kompetenz- und Verweisberatung, 360 stündige Deutschkurse und Qualifizierungskurse sowie Bewerbungstraining.
Das Projekt hat in diesem Jahr das Zusatzmodul Digitalisierung. Dank diesem Modul bekommen die Teilnehmer*innen eine Möglichkeit, sich insbesondere auch aufgrund der Corona-Pandemie auf den digitalen Wandel schneller vorbereiten zu können. Intensive digitale Kommunikationsabläufe sowie digitale Bewerbunsprozesse, Fernunterricht werden in diesem Modul eingeübt.
In Abstimmung mit dem Jobcenter Kreis Pinneberg wurde der Fokus konkret auf Menschen gelegt, die
Flucht-oder Migrationshintergrund haben,
Beim Jobcenter Kreis Pinneberg als langzeitarbeitslos registriert sind,
sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt entschieden haben,
in einem Alter von mindestens 25 Jahren sind
und den Integrationskurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits absolviert haben.
JobLife Plus Pinneberg wird gefördert aus dem Landesprogramm Arbeit, Aktion B1 – „Neue Wege in sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigung“ zur aktiven Eingliederung von Langzeitarbeitslosen unter Berücksichtigung des demografischen, strukturellen und/oder sektoralen Wandels am Arbeitsmarkt.
Seht Mal! – Jüdisches Leben in Deutschland auf dem Weg zur Normalität
Seht Mal! – Jüdisches Leben in Deutschland auf dem Weg zur Normalität
…ist ein Projekt unter der Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region e.V., dem Jüdischen Museum Rendsburg sowie zebra e.V.. Gemeinsam werden wir das Jüdische Leben in Kiel-Gaarden sichtbarer machen und damit Stereotype, Vorurteile und Antisemitismus abbauen. Durch den regen Austausch der verschiedenen Communities möchten wir von- und miteinander lernen.
Das Jüdische Leben sichtbar machen und Antisemitismus abbauen – so lautet das vorrangige Ziel des Projektes, denn Antisemitismus, die Feindschaft gegen Juden*Jüdinnen, war nie weg. In den letzten Jahren wird er wieder sichtbarer und zeigt sich mit verschiedenen Gesichtern: Menschen erzählen Verschwörungsmythen oder haben Vorurteile gegen Juden*Jüdinnen. Oftmals werden sie auch auf offener Straße beschimpft oder sogar körperlich angegriffen.
Die Ziele:
Aspekte des Lebens von Juden*Jüdinnen als Teil von Normalität im Stadtteilgeschehen sichtbar machen
Zusammenarbeit, Akzeptanz und Wertschätzung zwischen den einzelnen Communities innerhalb des Stadtteils stärken
Wissen und Erinnerungen von Zeitzeug*innen aufarbeiten und festhalten
Antisemitismus entgegenwirken und abbauen
Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert:
Neue Ziele und Perspektiven für zugewanderte Menschen aus Rumänien und Bulgarien
In den letzten Jahren ist in Deutschland ein starker Anstieg von Zuwanderern zu verzeichnen. Diese verstärkte Zuwanderung konzentriert sich besonders in Städten, in denen schon zuvor viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten und leben. In dieser Situation befindet sich auch die Landeshauptstadt Kiel, insbesondere der Stadtteil Gaarden-Ost mit seiner vielfältigen Bevölkerungsstruktur.
Unter ihnen sind viele bulgarische und rumänische Zuwanderer, die sehr geringe Qualifizierungen aufweisen, sie haben oftmals keinen Schulabschluss, besitzen kaum bis keine deutschen Sprachkenntnisse oder sind Analphabeten. Besonders auffällig sind dabei außerdem die prekäre Wohnsituation vieler Bulgar*innen und Rumän*innen oder die unterbezahlte Beschäftigung in informalen Arbeitsverhältnissen. Des Weiteren fehlt es ihnen an festen Strukturen und Vorbildern, welche ihnen Unterstützungsleistungen bieten könnten.
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein möchte mit dem Projekt HEDEF Kiel diese Entwicklung in Kooperation mit dem Erwachsenen Jobcenter sowie mit anderen Netzwerkpartnern entgegenwirken und fördert gleichzeitig die Integration der Teilnehmer*innen in den ersten Arbeitsmarkt. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung neuer beruflicher Ziele und Perspektiven.
Zielgruppe
Erwerbsfähige und leistungsberechtigte Frauen und Männer im Alter von über 25 Jahre mit Migrationshintergrund aus dem EU-Ausland – insbesondere aus Bulgarien und Rumänien, die
bereits Arbeitslosengeld nach dem SGB II beziehen,
einen ausgeprägten Unterstützungsbedarf haben und
wegen der in ihrer Person liegenden Gründe ohne diese Förderung beruflich nicht bzw. noch nicht eingegliedert werden können
Ziele des Projektes
Vorrangiges Ziel ist es, erwerbsfähige Leistungsberechtigte durch Unterbreitung niedrigschwelliger Angebote im Vorfeld von Qualifizierung und Beschäftigung zu aktivieren und damit an den Beschäftigungsmarkt heranzuführen. Somit sollen Teilnehmer*innen vor allem unterstützt werden bei:
der Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
der Motivation für weitere Bildungs- und Qualifizierungsangebote,
der Beseitigung individueller Vermittlungshemmnisse,
der Erhöhung der Bereitschaft für eine berufliche Qualifikation oder eine Arbeitsaufnahme,
Das Projekt JobLifePinneberg richtet sich an Menschen, die Flucht- oder Migrationserfahrung haben und inzwischen als Langzeitarbeitslose definiert werden. Joblife verfolgt das Ziel, den Teilnehmer/innen eine schnelle und nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Im Kreis Pinneberg waren im Juni 2018 im Durchschnitt 7899 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt im Jahresdurchschnitt 4,50 Prozent und ist damit zwar im Vergleich zu 2017 zurückgegangen[1], jedoch darf auch im Kreis Pinneberg die günstige Entwicklung bei der Zahl der Arbeitslosen nicht darüber hinwegtäuschen, dass am Arbeitsmarkt weiterhin große Herausforderungen warten. Auch im Kreis Pinneberg stellen nach dem Zuwanderungsbericht des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein Irak, Afghanistan, Iran und Syrien die zugangsstärksten Herkunftsländer dar[2].
Eine der wichtigsten Voraussetzungen der bedeutungsvollen Integration für die Menschen mit Migrationserfahrung ist einen passenden Platz im Arbeitsmarkt zu finden. Das ist nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch ein Mittelpunkt für eine eigenständige Existenz. Dies trifft auch auf Menschen mit Fluchthintergrund zu, deren Hemmnisse und Schwierigkeiten, die bei ihrer Arbeitsmarktintegration auftreten, denen anderer Migrant/innen ähnlich sein dürften; beispielsweise die Schwierigkeiten der Beherrschung der deutschen Sprache, fehlende Anerkennung der ausländischen Abschlüsse, Diskriminierung durch Arbeitgeber/innen etc.
In Abstimmung mit dem Jobcenter Kreis Pinneberg wurde der Fokus konkret gelegt auf Menschen, die
Flucht-oder Migrationshintergrund haben,
Beim Jobcenter Kreis Pinneberg als langzeitarbeitslos registriert sind,
sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt entschieden haben,
in einem Alter von mindestens 25 Jahren sind
und den Integrationskurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits absolviert haben.
Im Projekt JobLife geht es um die stufenweise und nachhaltige Integration der Teilnehmer/innen in den Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt stehen Projektbausteine, die speziell auf die Zielgruppe ausgerichtet sind. Die wesentlichen sind dabei Feststellung beruflicher und sozialer Kompetenzen, Qualifikationskurse sowie die frühzeitige Integration in den Arbeitsmarkt.
Im Rahmen der Qualifikationskurse bietet das Projekt den Teilnehmern neben Bewerbungstrainings- und Computerkurse auch die Möglichkeit, Deutschkenntnisse, die sich auf das Berufsleben konzentrieren, zu verbessern.
Da Menschen aus dem arabischsprachigen Raum trotz einiger guter Vorkenntnisse und guter Rahmenbedingungen nicht mit dem lateinischen Alphabet vertraut sind und damit die deutsche Schriftsprache nicht beherrschen, werden Ihre Kenntnisse des lateinischen Schriftsystems in einem weiteren Modul als Zusatzkurs weiter vertieft.
JobLife Pinneberg wird gefördert aus dem Landesprogramm Arbeit, Aktion B1 – „Neue Wege in sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigung“ zur aktiven Eingliederung von Langzeitarbeitslosen unter Berücksichtigung des demografischen, strukturellen und/oder sektoralen Wandels am Arbeitsmarkt.
Förderung von Maßnahmen der Sozialberatung für Migrantinnen und Migranten in
Schleswig-Holstein (Migrationssozialberatung)
Inhaltlicher Schwerpunkt
Migrations- und Sozialberatung, Integrationsbegleitung
Handlungsfelder
Aufenthaltserlaubnis/Niederlassungsrecht und Familienzusammenführung
Einbürgerung und Rückkehr
Gesundheitsfragen
Asylfragen und Spätaussiedlerfragen
Arbeitslosengeld I & II
Kindergarten/Schule
Erziehungs-/Generationskonflikt
Diskriminierung
Strafsachen
Hilfe bei Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche
Bewerbungstraining
Soziale Merkmale
Migrantionshintergrund
Arbeitslosigkeit
Soziale Nachteile
unzureichende Deutschkenntnisse
Grundlage
Das Land Schleswig-Holstein gewährt gemäß §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO) nach Maßgabe
dieser Richtlinien und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen zur
Durchführung der Beratung für Migrantinnen und Migranten in sozialen Angelegenheiten
(Migrationssozialberatung) in den Kreisen und kreisfreien Städten als freiwillige Leistung.
Kurzbeschreibung
Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) ist Anlaufstelle für MigrantInnen jeder Herkunft.
Seit ihrer Gründung 1995 wurden verschiedene Projekte und Maßnahmen zur Förderung und Integration von
MigrantInnen ins Leben gerufen und durchgeführt.
Als Anerkennung unserer bisher geleisteten Arbeit wurde der TGS-H im Juli 2005 eine Migrationssozialstelle
durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein für den Kreis Pinneberg zugeteilt.
Wir freuen uns, Ihnen mit Rat und Tat, wenn möglich auch in Ihrer eigenen Muttersprache, zur Seite zu stehen.
Integration als gesetzliche Aufgabe
Mit dem am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Zuwanderungsgesetz wurden die Grundlagen für eine
zielgerichtete und nachhaltige Integrationspolitik gelegt. Der Ansatz des Zuwanderungsgesetzes ist eine
einheitliche Integrationsförderung von bleibeberechtigten Ausländerinnen und Ausländern sowie
Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern.
Durch das Zuwanderungsgesetz hat auch die migrationsspezifische Beratung einen neuen Stellenwert erhalten..
Migrationsberatung in Schleswig-Holstein
Mit der Umsetzung des Rahmenkonzeptes für eine Migrationssozialberatung für Migrantinnen und Migranten
vom 10.Februar 2001 konnte in Schleswig-Holstein bis zum Jahre 2005 ein flächendeckendes Angebot für die
gemeindame Sozialberatung von Ausländerinnen und Ausländern wie auch Spätaussiederinnen und Spätaussiedlern
geschaffen werden.
In ihrem 2002 verabschiedeten Integrationskonzept hat die schleswig-holsteinische Landesregierung die
Migrationssozialberatung als speziellen Regeldienst beschrieben und als wichtige Schwerpunktaufgabe
bezeichnet. Die landesfinanzierte Migrationssozialberatung wird seit 2005 zu einer strukturierten
Integrationsbegleitung ausgebaut.
Weiterentwicklung der Migrationssozialberatung
Die Beraterinnen und Berater begleiten neu zugewanderte Migrantinnen und Migranten mit Daueraufenthaltsrecht
bei ihrem Integrationsprozess wie auch bereits länger hier mit Daueraufenthaltsrecht lebende Migrantinnen
und Migranten.
Sie beraten diese und andere Migrantengruppen punktuell oder in migrationsspezifischen Krisensituationen
hinsichtlich ihrer persönlichen Perspektive.
Inhaltliche Ziele der Migrationssozialberatung
Ziel der Integrationsbegleitung ist es, den Integrationsprozess bei Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderen
frühzeitig zu initiieren , zu steuern und zu begleiten.
Durch ein individuell ausgerichtetes migrationsspezifisches Beratungsangebot werden Migrantinnen und
Migranten zu selbstständigem Handeln in Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigt.
In der Beratung stehen die punktuelle Unterstützung im Integrationsprozess wie die Hilfe zur Bewältigung
migrationsspezifischer Krisensituationen im Vordergrund.